Gingium Filmtabletten

Gingium Filmtabletten zur symptomatischen Behandlung bei dementiellem Syndrom (Abnahme bzw. Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten) im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes mit den Hauptbeschwerden: Gedächtnisstörungen, Schwindel, depressive Verstimmung, Konzentrationsstörungen, Ohrensausen, Kopfschmerzen. Gingium eignet sich ebenso zur Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei arterieller Verschlusskrankheit in den Gliedmaßen (Schaufensterkrankheit), im Rahmen physikalisch-therapeutischer Maßnahmen (speziell Gehtraining). Das Arzneimittel wird ebenfalls angewandt zur unterstützenden Behandlung von Ohrgeräuschen und bei Schwindel infolge von Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen.

Wirkstoff: Ginkgo biloba-Blätter-Trockenextrakt

Einnahmehinweise
Gingium darf nicht eingenommen werden, wenn eine (allergische) Überempfindlichkeit gegenüber dem arzneilich wirksamen Bestandteil oder einem der sonstigen Bestandteile besteht. Das Arzneimittel sollte nur nach erfolgter Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, wenn eine krankhaft gesteigerte Blutungsneigung (hämorrhagischer Diathese) vorliegt. Auch bei einer gleichzeitigen Therapie mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln, sollte Gingium erst nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Da es Anzeichen darauf gibt, dass Ginkgo-haltige Präparate die Blutungsbereitschaft erhöhen können, muss dieses Arzneimittel vor einer Operation abgesetzt werden. Der Arzt ist rechtzeitig zu informieren, dieser wird über das weitere Vorgehen entscheiden. Vor der Einnahme von Gingium ist der Arzt zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen werden bzw. vor kurzem eingenommen wurden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Wird dieses Arzneimittel gleichzeitig mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (wie Phenprocoumon, Acetylsalicylsäure und andere nicht-steroidale Antirheumatika) eingenommen, kann deren Wirkung verstärkt werden. Bei der Einnahme von Gingium zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken, sind keine Besonderheiten zu beachten. Beim Bedienen von Maschinen oder Führen von Kraftfahrzeugen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Gingium enthält als sonstigen Bestandteil Lactose. Bei bekannter Zuckerunverträglichkeit, ist das Arzneimittel erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen. Hinweis für Diabetiker: Eine Filmtablette enthält weniger als 0,02 BE.

Schwangerschaft und Stillzeit
In experimentellen Untersuchungen wurde kein Hinweis auf eine fruchtschädigende Wirkung des in Gingium enthaltenen Wirkstoffes (Ginkgo-Extrakt) gefunden. Da aber keine Erkenntnisse beim Menschen vorliegen, ist der Nutzen einer Behandlung in der Schwangerschaft gründlich gegen die möglichen Risiken abzuwägen. Ob die Inhaltsstoffe des Ginkgo-Extraktes in die Muttermilch übergehen, ist bisher nicht bekannt. Generell gilt: Vor der Einnahme von allen Arzneimitteln ist der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Kinder
Gingium soll von Kindern unter 12 Jahren nicht eingenommen werden, da zur Anwendung bei dieser Personengruppe keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt die übliche Dosis für Jugendliche über 12 Jahre und Erwachsene:
- Zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen sind 3mal am Tag (morgens, mittags, abends) 1 bis 2 Filmtabletten einzunehmen (entsprechend 120 – 240 mg Ginkgo-Extrakt pro Tag).
- Zur Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei arterieller Verschlusskrankheit in den Gliedmaßen sind 2mal am Tag (morgens und abends) 1 1/2 bis 2 Filmtabletten einzunehmen (entsprechend 120 – 160 mg Ginkgo-Extrakt pro Tag).
- Bei Schwindel und zur unterstützenden Behandlung bei Ohrgeräuschen sind 2mal am Tag (morgens und abends) 1 1/2 bis 2 Filmtabletten einzunehmen (entsprechend 120-160 mg Ginkgo-Extrakt pro Tag).

Gingium Filmtabletten dürfen nicht im Liegen eingenommen werden. Die Tabletten sind unzerkaut mit genügend Flüssigkeit (1 Glas Trinkwasser) zu schlucken. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Anwendungsdauer
- Bei hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen sollte die Dauer der Behandlung mindestens 8 Wochen betragen. Nach einer Anwendungsdauer von 3 Monaten ist der Arzt aufzusuchen, dieser wird überprüfen, ob die Fortführung der Behandlung noch gerechtfertigt ist.
- Bei arterieller Verschlusskrankheit in den Gliedmaßen sollte die Dauer der Anwendung mindestens 6 Wochen betragen. Da eine Besserung der Gehstreckenleistung diese Behandlungsdauer voraussetzt.
- Bei Schwindel führt eine Anwendungsdauer von mehr als 6 bis 8 Wochen zu keiner Verbesserung des Behandlungsergebnisses.
- Bei Ohrgeräuschen sollte die unterstützende Behandlungsdauer mindestens 12 Wochen betragen. Bleibt nach 6 Monaten der Erfolg aus, wird dieser auch bei längerer Behandlung nicht mehr eintreten.

Der Arzt oder Apotheker ist aufzusuchen, wenn der Eindruck entsteht, dass die Wirkung von Gingium zu stark oder zu schwach ist.

Überdosierung
Werden zu große Mengen des Arzneimittels eingenommen, können die unten genannten Nebenwirkungen verstärkt auftreten. In diesem Fall ist der Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann über eventuell notwendige Maßnahmen entscheiden.

Einnahme vergessen
Wurde die Einnahme vergessen, ist mit der Anwendung wie vom Arzt verordnet oder in der Dosierungsanleitung beschrieben, fortzusetzen. Die Einnahme der doppelten Menge beim nächsten Mal darf nicht erfolgen.

Bestehen weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels, ist der der Arzt oder Apotheker aufzusuchen.

Nebenwirkungen
Sehr selten treten unter der Einnahme von Gingium bzw. Ginkgo biloba-haltiger Arzneimittel, besonders wenn gleichzeitig gerinnungshemmende Arzneimittel wie Phenprocoumon, Acetylsalicylsäure oder andere nicht-steroidale Antirheumatika eingenommen werden, Blutungen auf (Blutungen im Auge, Hirnblutungen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt). Sehr selten wurden nach Einnahme von diesem Arzneimittel leichte Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder allergische Hautreaktionen (Hautrötung, Juckreiz, Hautschwellung) bekannt. Sollte eine der oben genannten Nebenwirkungen auftreten, ist der Arzt aufzusuchen, damit dieser über den Schweregrad und eventuell notwendige Maßnahmen entscheiden kann. Bei dem ersten Hinweis auf einer Überempfindlichkeitsreaktion darf Gingium nicht wieder eingenommen werden. Der Arzt oder Apotheker ist zu benachrichtigen, wenn Nebenwirkungen beobachtet werden, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.

Zusatzhinweis
Vor Behandlungsbeginn mit Gingium sollte geklärt werden, ob die Krankheitssymptome nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen und gegebenenfalls gesonderte Therapiemaßnahmen erfordern. Treten Schwindelgefühle und Ohrensausen häufig auf, ist es erforderlich, dies durch einen Arzt abklären zu lassen. Bei unerwartet auftretendem Hörverlust bzw. einer Schwerhörigkeit sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Voltaren Schmerzgel

Voltaren Schmerzgel wird äußerlich angewandt, zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen bei rheumatischen Erkrankungen der Weichteile (Sehnen- und Sehnenscheidenentzündung, Schulter-Arm-Syndrom, Schleimbeutelentzündungen sowie Entzündungen im Muskel- und Kapselbereich). Ebenso zur äußerlichen Anwendung bei degenerativen Erkrankungen der Extremitätengelenke und im Bereich der Wirbelsäule sowie bei Sport- und Unfallverletzungen (Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen).

Wirkstoff: Diclofenac, Diethylaminsalz

Gegenanzeigen und Hinweise
Eine Anwendung des Arzneimittels darf nicht erfolgen, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Diclofenac, Isopropylalkohol, Propylenglykol oder anderen Inhaltsstoffen besteht. Voltaren Schmerzgel darf auch nicht von Personen angewendet werden, die auf Acetylsalicylsäure und andere nichtsteroidale Antiphlogistika oder Analgetika bei einer früheren Anwendung (z. B. mit Asthmaanfällen, Hautreaktionen oder akuter Rhinitis) überempfindlich reagiert haben. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft und während der Stillzeit darf Voltaren Schmerzgel nicht über einen längeren Zeitraum und großflächig angewendet werden. Eine Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren darf ebenfalls nicht erfolgen.

Personen die an Asthma, chronischen obstruktiven Atemwegserkrankungen, Heuschnupfen oder Nasenschleimhautschwellung (Nasenpolypen) leiden, reagieren vermehrt auf nichtsteroidale Antiphlogistika mit Asthmaanfällen, örtlicher Haut- oder Schleimhautschwellung oder Nesselsucht, als andere Kranke.

Wechselwirkungen
Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Mitteln bei der Anwendung von Voltaren Schmerzgel aufgetreten.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Voltaren Schmerzgel drei- bis viermal am Tag auf die betroffene Körperstelle auftragen, bei Bedarf leicht einreiben.
Abhängig vom Umfang der zu behandelnden schmerzhaften Körperregion, sollte eine kirsch- bis walnußgroße Menge (1 bis 4 g) Voltaren Schmerzgel verwendet werden.

Vor dem Anlegen saugfähiger Verbände oder Bekleidung wird empfohlen, das Schmerzgel einige Minuten in die Haut einziehen zu lassen. Das Arzneimittel eignet sich auch zur Anwendung durch Iontophorese. Diese spezielle Form der Elektrotherapie hilft, dass der Wirkstoff durch die Haut besser aufgenommen wird. Auch als Begleittherapie kann Voltaren Schmerzgel gemeinsam mit anderen diclofenachaltigen Arzneiformen angewendet werden.

Das Präparat ist nur auf unversehrte Hautflächen (nicht auf Wunden oder offene Verletzungen) aufzutragen. Schleimhäute und Augen sollen nicht mit dem Schmerzgel in Berührung kommen.

Nebenwirkungen
Unter der Anwendung von Voltaren Schmerzgel können gelegentlich lokale Hautreaktionen (allergisch oder nicht allergisch bedingte Kontaktdermatitis) mit Ausschlag, Juckreiz, Rötung, Brennen, Papeln, Schuppenbildung, Trockenheit, Ödem- und Blasenbildung auftreten. Wird das Präparat großflächig auf die Haut aufgetragen und gleichzeitig über eine längere Zeit angewendet, kann das Auftreten von systemischen Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden. In vereinzelten Fällen wurden Magen-Darm-Störungen, generalisierter Hautausschlag, Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Angioödem und Atemnot sowie Photosensibilisierung beobachtet.

Reactine duo Antiallergikum

Reactine duo Retardtabletten werden angewendet zur symptomatischen Behandlung der allergischen Rhinitis (allergischer Schnupfen), wenn diese mit Verstopfung der Nase einhergeht.

Wirkstoff: Cetirizindihydrochlorid, Pseudoephedrin

Gegenanzeigen
Reactine duo darf nicht eingenommen werden bei (allergischer) Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe oder einem der sonstigen Bestandteile sowie gegen adrenerge Substanzen. Eine Anwendung von Reactine duo darf auch nicht erfolgen, bei: gleichzeitiger Therapie mit Monoaminoxidase (MAO)-Hemmern, oder in den 14 Tagen nach dem Ende einer derartigen Behandlung; erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom, okuläre Hypertension); Harnverhalten; schweren Nierenerkrankungen; Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. ischämische Herzkrankheiten); Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose); Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien) und schwerem Bluthochdruck; Schlaganfall mit Hirnblutung (hämorrhagischem Schlaganfall) in der Vorgeschichte oder mit Risikofaktoren, die das Risiko eines hämmorrhagischen Schlaganfalls steigern können aufgrund der alpha-mimetischen Aktivität des Vasokonstriktors (Mittel zur Verengung von Blutgefäßen), in Verbindung mit Vasokonstriktoren wie Bromocriptin, Lisurid, Pergolid, Cabergolin, Ergotamin, Dihydroergotamin oder jeder anderen Substanz, die zum Abschwellen der Nasenschleimhäute angewendet wird (z. B. Phenylephrin, Phenylpropanolamin, Ephedrin).

Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme
Die Behandlung mit Reactine duo ist abzubrechen, beim Auftreten von schnellem Herzschlag (Tachykardie), Herzklopfen (Palpitationen) oder Herzrhythmusstörungen (Arrythmien), Bluthochdruck, Übelkeit oder jedem anderen neurologischen Zeichen (wie Kopfschmerz oder verstärktem Kopfschmerz). Eine Reizung des zentralen Nervensystems mit Krämpfen oder Herz-Kreislauf-Kollaps und gleichzeitigem Abfall des Blutdruckes kann durch sympathomimetische Amine verursacht werden. Bei älteren Menschen, Kindern oder bei einer Überdosierung können diese Wirkungen gehäuft auftreten. Wachsamkeit ist erforderlich bei Personen mit Herzrhythmusstörungen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, verengtem Blasenausgang (Blasenhalsobstruktion), Herzinfarkt in der Vorgeschichte und unter Digitalistherapie (Herzglykoside). Eine Anwendung mit Reactine duo ist unter Vorsicht zu erfolgen, bei Personen mit verengendem Magengeschwür (stenosierendem peptischen Ulkus), Verengung am Magenausgang (pyloroduodenale Obstruktion), Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahypertrophie) oder Verengung (Obstruktion) des Harnblasenhalses. Wachsamkeit ist ebenfalls bei Personen notwendig, die bereits andere Sympathomimetika anwenden, inklusive Mittel zur Therapie der verstopften Nase (Dekongestiva), Appetitzüglern oder Amphetamin-ähnlichen Psychostimulantien, Blutdruckmittel (Antihypertonika), trizyklischen Antidepressiva oder anderen Antihistaminika. Vorsicht ist auch bei Menschen mit Migräne geboten, die mit Arzneimitteln zur Gefäßverengung aus der Gruppe der Mutterkorn-Alkaloide therapiert werden. Wie bei anderen Substanzen, die das zentrale Nervensystem anregen, trat ein Missbrauch auch mit Pseudoephedrinhydrochlorid auf. Eine kontinuierliche Anwendung von Reactine duo kann zu Toleranz führen, was das Risiko einer Überdosis erhöht. Höhere Dosen als vom Arzt oder in der Packungsbeilage empfohlen können schwere Nebenwirkungen verursachen. Ein plötzlicher Abbruch der Behandlung nach Missbrauch kann Depressionen mit sich bringen. Bei Anwendung von halogenhaltigen Narkosemitteln (Inhalationsnarkotika) während der Behandlung mit indirekten sympathomimetischen Substanzen, kann während der Operation akuter Bluthochdruck auftreten. Ist eine Operation geplant, sollte die Behandlung 24 Stunden vor einer Narkose unterbrochen werden. Ein positives Dopingergebnis kann bei Behandlung mit Pseudoephedrin auftreten. Mindestens 72 Stunden vor einem Hauttest ist die Anwendung von Reactine duo zu unterbrechen, da Antihistaminika sonst positive Reaktionen auf den Hautreaktivitätsindex verhindern oder abschwächen können.

Schwangerschaft und Stillzeit
In der Schwangerschaft darf Reactine duo nicht angewendet werden. Die Einnahme von Pseudoephedrin in der Schwangerschaft verringert den Blutfluss in der Gebärmutter. Während der Stillzeit wird die Einnahme von Reactine duo nicht empfohlen, da das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht. Generell gilt: Vor der Einnahme von allen Arzneimitteln ist der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Kinder
Da die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Reactine duo bei Kindern unter 12 Jahren noch nicht erwiesen ist, sollte das Arzneimittel bei dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Ältere Personen und Menschen mit beeinträchtigter Nieren- oder Leberfunktion
Das Antiallergikum Reactine duo sollte nicht angewendet werden, bei Personen über 60 Jahre und bei Menschen mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion. Dies ist unbedingt einzuhalten, da die Verträglichkeit und Wirksamkeit bei diesen Personengruppen nicht erwiesen ist. Ebenso liegen keine Daten für eine adäquate Dosisempfehlung vor.

Verkehrstüchtigkeit und das Steuern von Maschinen
Menschen, die Auto fahren, ohne sicheren Halt arbeiten oder Maschinen steuern, sollen die persönliche Reaktion auf das Arzneimittel abwarten. Reactine duo kann bei einigen Menschen Benommenheit verursachen und die Verkehrstüchtigkeit sowie das Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Wechselwirkungen
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen werden bzw. vor kurzem eingenommen wurden, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt. Bei gleichzeitiger Anwendung von Monoaminooxidase-Hemmern (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) und Pseudoephedrin können kritische Hochdruckreaktionen auftreten. Ebenso verringert sich durch die gleichzeitige Anwendung von Reactine duo die blutdrucksenkende Wirkung von alpha-Methyldopa, Mecamylamin, Reserpin und Veratrumalkaloiden und Guanethidin. Reactine duo sollte bei Menschen, die mit Digitalis behandelt werden, nicht zur Anwendung kommen, da die Herzwirkung von Digitalis durch Pseudoephedrin intensiviert wird. Aufgrund des Risikos einer Gefäßverengung und ein damit einhergehender Anstieg des Blutdruckes, wird von folgenden Kombinationen abgeraten: Bromocriptin, Cabergolin, Dihydroergotamin, Ergotamin, Linezolid, Lisurid, Methylergometrin, Pergolid. Eine Kombination von Reactine duo mit anderen Arzneimitteln, die zur Behandlung der verstopften Nase angewendet werden (wie Ephedrin, Phenylephrin, Phenylpropanolamin), sollte aufgrund des Risikos von Vasokonstriktion nicht erfolgen. Mittel gegen Sodbrennen (Antazida) steigern die Aufnahme von Pseudoephedrinsulfat, dagegen senkt Kaolin sie.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene und Kinder ab dem 12. Lebensjahr nehmen eine Retardtablette 2mal am Tag (am Morgen und am Abend) mit einem Glas Wasser ein.
Die Reactine duo Retardtablette ist stets als Ganzes zu schlucken. Sie darf nicht geteilt oder zerbissen werden. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Hinweis: Wie andere Arzneimittel auch, sollte Reactine duo nicht gleichzeitig mit Alkohol eingenommen werden.

Anwendungsdauer
Nach Abklingen der Symptome sollte die Behandlung beendet werden. Es wird geraten, die Behandlungsdauer auf maximal 14 Tage zu begrenzen. Bei einer Verbesserung der Schleimhautschwellung der oberen Atemwege kann, falls erforderlich, die Behandlung mit einem Antihistaminikum allein weitergeführt werden.

Die empfohlene Dosierung und Anwendungsdauer sollte nicht überschritten werden.

Überdosierung
Werden zu hohe Arzneimengen eingenommen, können die unten genannten Nebenwirkungen verstärkt auftreten. In diesem Fall sollte der Arzt informiert werden. Die Behandlung bei Überdosierung ist symptomatisch. Die Aufnahme des Wirkstoffes im Magen kann mit in Wasser suspendierter Aktivkohle erfolgen. Möglicherweise ist eine Spülung des Magens notwendig. Nicht dialysierbar sind: Cetirizin und Pseudoephedrin.

Einnahme vergessen
Wurde die Einnahme vergessen, ist die Anwendung wie in der Dosierungsanleitung beschrieben, fortzusetzen. Wird die Behandlung mit Reactine duo abgebrochen, sind keine Besonderheiten zu beachten.

Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Reactine duo kann es häufig zu folgenden Nebenwirkungen kommen: schneller Herzschlag (Tachykardie), Mundtrockenheit, Übelkeit, Schwächegefühl (Asthenie), Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit/ Benommenheit (Somnolenz), Schwindel, Nervosität, Schlaflosigkeit. Gelegentlich kann es zu Herzklopfen (Palpitationen), Angst und Unruhe kommen. Selten wurde das Auftreten von Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Leberfunktionsstörungen (Erhöhung von Transaminasen, alkalischer Phosphatase, Gamma-GT, Bilirubin), Überempfindlichkeit (Immunsystem), Krämpfe, Muskelzittern, Halluzinationen, psychotische Störungen, Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie), trockene Haut, Hautausschlag, vermehrtes Schwitzen, Nesselsucht (Urtikaria), Blässe und Bluthochdruck beobachtet. Sehr selten können auftreten: Darmentzündung aufgrund von Durchblutungsstörungen (ischämische Kolitis), Geschmacksstörungen (Dysgeusie), fixes Arzneimittelexanthem, Haut- und Schleimhautschwellung, Kreislaufschwäche (kardiovaskulärer Kollaps). Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Formoline l112

Formoline l112 Tabletten werden im Rahmen der Behandlung von Übergewicht (BMI > 26), zur Gewichtskontrolle, zur Verminderung von Cholesterin und LDL eingenommen. Das Medizinprodukt verringert die Kalorienaufnahme aus den Nahrungsfetten.

Hauptinhaltsstoff: ß-1,4-Polymer aus D-Glucosamin und N-Acetyl-DGlucosamin aus Schalentierpanzer, Speziell L112

Wirkungsweise
Der Faserstoff Polyglucosamin (L112) ist der Hauptinhaltsstoff des Medizinproduktes und verfügt über eine sehr hohe Kapazität Fette zu binden. Der natürliche Inhaltsstoff bindet eine Vielzahl der Fette aus der Nahrung im Verdauungstrakt. Dadurch wird die Fettaufnahme aus dem Darm in den Körper vermindert. Der Faserstoff L112 ist unverdaulich und wird mit den daran gebundenen Fetten auf natürlichem Weg ausgeschieden. Darüber hinaus verfügen die unverdaulichen und aufgequollenen Faserstoffe über eine leicht sättigende Wirkung.

Gegenanzeigen
Die Behandlung des Übergewichts darf in der Schwangerschaft oder Stillzeit nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Dies ist erforderlich, da Fette in ausreichender Menge für die Entwicklung des Embryos und für die Milcherzeugung vorhanden sein müssen. Formoline l112 darf bei bestehenden ernsthaften Verdauungsproblemen (auch nach einer Darmoperation), Stoffwechselstörungen oder längerfristiger Medikamenteneinnahme nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Eine Einnahme von Formoline l112 darf nicht erfolgen bei Untergewicht sowie einer bestehenden Allergieneigung gegen Schalentierprodukte oder einem der anderen Inhaltsstoffe.

Anwendung
Zur Gewichtsabnahme gilt:
- Formoline l112 zweimal am Tag jeweils 2 Tabletten zu einer fettreichen Mahlzeit einnehmen.
Zur Gewichtserhaltung gilt:
- es sollte zweimal am Tag jeweils 1 Tablette eingenommen werden.

Zur Vermeidung einer Verstopfung ist das Medizinprodukt mit genügend Flüssigkeit (mindestens 250 ml Wasser) einzunehmen. Zur Aufrechterhaltung einer guten Nährstoffversorgung werden die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K sowie essentielle Fettsäuren benötigt. Um diesen Bedarf abdecken zu können, sollte Formoline l112 nur zu 2 von 3 Hauptmahlzeiten eingenommen werden. Damit der Organismus weiterhin mit fettlöslichen Vitaminen sowie essentiellen Fettsäuren versorgt werden kann, wird eine Mahlzeit mit hochwertigen Ölen und Fetten empfohlen. Für eine optimale Reduzierung des Übergewichts ist das Medizinprodukt mit einer ausgewogenen fett- und kalorienreduzierten Ernährung zu verbinden. Dieses ballaststoffreiche Präparat erfordert zudem eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von mindestens 2 bis 3 Litern am Tag. Formoline l112 ist geeignet zur langfristigen Anwendung.

Einnahmebeschränkungen
Bei einer Diätumstellung über einen längeren Zeitraum ist es empfehlenswert, vorher den Rat eines Arztes einzuholen. Formoline l112 darf nicht gleichzeitig mit fettlöslichen Arzneimitteln (Antibabypille) oder Vitaminen eingenommen werden. Es ist ein Abstand von mindestens vier Stunden einzuhalten. Bei langfristiger Einnahme von Arzneimitteln ist der Arzt um Rat zu fragen. Möchte das Medizinprodukt zur Behandlung erhöhter Cholesterin- und LDL-Werte eingenommen werden, ist unbedingt ärztlicher Rat einzuholen.

Nebenwirkungen
Unter der Anwendung von Formoline l112 ist zu beachten, dass alle Fette und fettähnliche Substanzen gebunden werden können. Dazu gehören auch Vitamin A oder Steroide zur Empfängnisverhütung (Antibabypille) oder gegen Beschwerden in den Wechseljahren. Ebenso kann die Verfügbarkeit fettlöslicher (lipophiler) Wirkstoffe durch das Medizinprodukt verringert sein. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass zwischen der Einnahme von Formoline l112 und Arzneimitteln sowie Vitaminen ein Zeitabstand von mindesten vier Stunden besteht. Die Nebenwirkungen durch die Zurückhaltung des Fettes im Verdauungstrakt und die erwünschte gesteigerte Ausscheidung von Fetten kann im Ausnahmefall und nur kurzfristig eine weichere oder festere Stuhlkonsistenz nach sich ziehen. Bei einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr können Verstopfungen auftreten. Eine vorübergehende Zunahme des Gewichts ist möglich. Eine Überdosierung von Formoline l112 kann eine Verstopfung verstärken, hat aber keine zusätzliche positive Wirkung. Das Auftreten einer allergischen Reaktion (wie Hautausschlag, Hautschwellungen) ist möglich. Weitere unerwünschte Nebenwirkungen sind auch bei langfristiger Einnahme bisher nicht bekannt.

Terzolin Lösung

terzolin.jpgTerzolin Lösung eignet sich zur Behandlung von seborrhoischer Dermatitis und Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor).

Wirkstoff: Ketoconazol

Gegenanzeigen
Terzolin Lösung darf bei bekannter (allergischer) Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile nicht angewendet werden.

Währen der Schwangerschaft darf Terzolin nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, da die Lösung nach Anwendung auf der Kopf- oder Körperhaut kaum resorbiert wird. Bei der Anwendung des Arzneimittels ist aber besondere Vorsicht notwendig, da in Studien an Tieren bei innerlicher Anwendung des Wirkstoffs Ketoconazol Fruchtschädigungen aufgetreten sind. Daher müssen Schwangere ein Verschlucken der Lösung vermeiden.

In der Stillzeit kann Terzolin angewendet werden. Eine Anwendung der Lösung im Bereich der Brust sollte nicht erfolgen. Der Säugling darf nicht mit den behandelten Körperstellen in Berührung kommen.

Das Arzneimittel hat keinen Einfluss auf das Führen von Kraftfahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen.

Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Mitteln bekannt.

Anwendungshinweise
Ähnlich wie bei seborrhoische Dermatitis, kann es auch im Zusammenhang mit Terzolin zu vermehrtem Haarausfall, wenn auch selten, kommen. Die Lösung sollte nicht mit den Augen in Kontakt kommen. Geschieht dies trotzdem, sind die Augen mit klarem Wasser zu spülen.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Eine halbe Füllung des Schraubverschlusses (entsprechend einer walnussgroßen Menge) auf die angefeuchtete Kopf- und Körperhaut bringen.
- Die Behandlung bei seborrhoischer Dermatitis sollte zweimal in der Woche durchgeführt werden.
- Die Behandlung bei Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) sollte einmal am Tag durchgeführt werden.
Dabei ist eine halbe Füllung des Schraubverschlusses in das angefeuchtete Haar oder auf die angefeuchteten Körperstellen einzumassieren. Die Lösung 3 bis 5 Minuten einwirken lassen. Im Anschluss die behandelten Körperpartien mit viel warmem Wasser abspülen.

Hinweis: Die Anwendungsvorschriften sind einzuhalten, da Terzolin Lösung sonst nicht richtig wirken kann. Der Kontakt mit den Augen ist zu vermeiden!

Dauer der Behandlung
Bei seborrhoischer Dermatitis sollte die Behandlungsdauer 2 bis 4 Wochen und bei Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) maximal 5 Tage betragen.

Um ein erneutes Auftreten der seborrhoischer Dermatitis zu vermeiden, empfiehlt sich eine Anwendung alle 7 Tage oder jede 2. Woche über 12 Wochen bis maximal 6 Monate.

Anwendungsfehler
Information für den Arzt: Bei unbeabsichtigter Einnahme von Terzolin, sollte eine symptomatische Therapie begonnen werden. Es sollte keine Magenspülung durchgeführt und auch keine Erbrechen des Mageninhaltes ausgelöst werden, um eine Aspiration (Eindringen flüssiger oder fester Stoffe in die Atemwege) zu vermeiden.

Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Terzolin Lösung, kann es an exponierten Stellen zu örtlichem Brennen, Juckreiz oder Entzündung mit Rötung und Schwellung bedingt durch Hautreizung oder Allergie (Kontaktdermatitis) kommen. Selten wurde unter der Anwendung von Terzolin über Austrocknen oder Fettigwerden der Haare berichtet. Tritt eines der genannten Symptome auf, sollte die Behandlung abgebrochen werden. Halten die Symptome dennoch an, ist der Arzt aufzusuchen. In seltenen Fällen kann es bei chemisch angegriffenem oder grauem Haar (bedingt durch eine spezielle Haarbeschaffenheit) unter der Behandlung mit Terzolin Lösung zu einer kurzfristigen Haarverfärbung kommen. In Einzelfällen wurde ein verkleben der Haare beobachtet. Vorübergehend kann bei der Behandlung das Haar stumpfer erscheinen. Treten Nebenwirkungen auf, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.