Teufelskralle Ratiopharm zur unterstützenden Therapie bei Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates.
Wirkstoff: Teufelskrallenwurzel-Trockenextrakt
Anwendungshinweise
Teufelskralle-ratiopharm darf nicht eingenommen werden, bei einer (allergischen) Überempfindlichkeit gegen Teufelskrallenwurzel-Trockenextrakt oder einen der sonstigen Bestandteile. Eine Anwendung darf ebenfalls nicht erfolgen, bei Vorliegen von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.
Schwangerschaft und Stillzeit
Das pflanzliche Arzneimittel sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, da zur Anwendung von Teufelskralle Ratiopharm bei Schwangeren und Stillenden keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.
Kinder
Teufelskralle-ratiopharm sollte bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, da für diese Personengruppe kein Erkenntnismaterial vorliegt.
Einnahme von Teufelskralle-ratiopharm mit anderen Arzneimitteln
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen werden bzw. vor kurzem eingenommen wurden, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt.
Wechselwirkungen
Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei der Verkehrstüchtigkeit und dem Bedienen von Maschinen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig.
Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Teufelskralle Ratiopharm ist notwendig, beim Vorliegen von Gallensteinen.
Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren nehmen 2-mal am Tag 1 Filmtablette ein.
Die Einnahme der Filmtabletten soll am Morgen und am Abend zu den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit erfolgen.
Der Arzt oder Apotheker ist aufzusuchen, wenn der Eindruck entsteht, dass die Wirkung von Teufelskralle-ratiopharm zu stark oder zu schwach ist.
Überdosierung
Werden zu große Mengen des Arzneimittels eingenommen, kann es bei Personen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit (Lactoseintoleranz) zu Magen-Darm-Beschwerden kommen oder eine abführende Wirkung auftreten.
Einnahme vergessen
Wurde die vorherige Einnahme von Teufelskralle Ratiopharm vergessen, darf nicht die doppelte Dosis angewendet werden.
Einnahmedauer
Bis zum Eintritt der Beschwerdefreiheit, soll das Arzneimittel eingenommen werden.
Nebenwirkungen
Sehr selten können unter der Einnahme des Arzneimittels Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Blähungen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit) sowie Kopfschmerzen und Schwindel auftreten. Sehr selten worden Überempfindlichkeitsreaktionen (Nesselsucht, Hautausschläge, Gesichtsödeme bis hin zum Kreislaufzusammenbruch [anaphylaktischer Schock]) beobachtet. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.
Hinweis
Ein Arzt ist aufzusuchen, bei andauernden Beschwerden sowie akuten Zuständen, die z. B. mit Rötung, Schwellung oder Überwärmung von Gelenken einhergehen.
Ergänzende Informationen
Die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) stammt aus der Familie der Sesamgewächse und kommt ausschließlich in Süd- und Südwestafrika vor. Die krautige Heilpflanze entwickelt bis zu 2 m lange, flach auf dem Erdboden liegende, krautige Triebe. Die Farbe der großen Blüten ist violett. Charakteristisch für die Teufelskralle sind ihre 7 bis 20 cm langen verholzten Früchte und die verzweigten, krallenartigen Auswüchse. Von denen sich sowohl der deutsche Name „Teufelskralle“ sowie der wissenschaftliche Name Harpagophytum (vom lat. harpago = Enterhaken) ableiten.
Für Arzneizwecke werden ausschließlich die knollenartigen Seitenwurzeln der Teufelskralle verwendet. Nach dem Zerkleinern und der sorgsamen Trocknung der bis zu 6 cm dicken und 20 cm langen Wurzeln, werden diese in einem speziellen pharmazeutischen Verfahren zu dem für Teufelskralle-ratiopharm eingesetzten pflanzlichen Extrakt weiterverarbeitet.
In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen wurden die entzündungshemmenden und schmerzstillenden Eigenschaften der Teufelskralle geprüft. Bis heute ist es jedoch nicht gelungen, die Wirkungsweise mit einzelnen bekannten Inhaltsstoffen (z. B. Harpagosid) genügend zu erklären. Fest steht allerdings, dass der Teufelskrallenwurzel-Gesamtextrakt bei der Therapie von Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates in Verknüpfung mit bestimmten Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, lindernd wirksam ist.
Bei weiteren Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen von Teufelskralle-ratiopharm Filmtabletten ist der Arzt oder Apotheker aufzusuchen.


