Grippostad C Hartkapseln eignen sich zur symptomatischen Behandlung von gemeinsam auftretenden Beschwerden wie Schnupfen und Reizhusten, Kopf- und Gliederschmerzen im Rahmen einer einfachen Erkältungskrankheit. Bei gleichzeitigem Fieber oder erhöhter Körpertemperatur wirkt Grippostad C fiebersenkend.
Arzneilich wirksame Bestandteile: Paracetamol, Ascorbinsäure (Vitamin C), Coffein, Chlorphenaminmaleat
Gegenanzeigen
Grippostad C darf nicht eingenommen werden, bei einer Überempfindlichkeit gegen Coffein, Paracetamol, Ascorbinsäure (Vitamin C), Chlorphenaminmaleat oder einen der sonstigen Bestandteile. Eine Anwendung des Arzneimittels darf auch nicht erfolgen, bei: Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostataadenom) mit Restharnbildung, schweren Nierenfunktionsstörungen, Erhöhung des Augeninnendrucks (Engwinkelglaukom), erblich bedingtem Mangel an Glukose-6-phosphat-Dehydrogenase (Krankheitszeichen ist eine bestimmte Form der Blutarmut -hämolytische Anämie-). Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Grippostad C nicht eingenommen werden.
Schwangerschaft
Das Arzneimittel ist in der Schwangerschaft nicht einzunehmen, da aus Studien Hinweise auf die Möglichkeit von Fruchtschädigungen durch Chlorphenaminmaleat (arzneilich wirksamer Bestandteil) vorliegen.
Stillzeit
Während der Stillzeit darf Grippostad C nicht eingenommen werden, da bisher unbekannt ist, ob Bestandteile des Arzneimittels in die Muttermilch übergehen.
Kinder
Grippostad C darf von Kindern unter 12 Jahren nicht eingenommen werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Auch bei bestimmungsgemäßen Gebrauch kann sich das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen und/oder aktiven Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol.
Informationen über bestimmte Bestandteile
Grippostad C enthält Lactose. Beim Vorliegen einer bekannten Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern, ist das Arzneimittel daher erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen.
Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Grippostad C ist notwendig, bei: Nierensteinkrankheit (Oxalat-Urolithiasis), Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Eisen-Speichererkrankungen (Thalassämie, Hämochromatose), angeborenem vermehrtem Bilirubin-Gehalt des Blutes (Gilbert-Syndrom oder Meulengracht-Krankheit).
Eine Anwendung des Arzneimittels kann bei vorbelasteten Personen zu einer Verkrampfung der Atemmuskulatur (Bronchospasmus) führen (Analgetika-Asthma).
Bei Vorliegen einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) sowie Magen- oder Darmgeschwüren (Ulcus ventriculi oder duodeni) ist Grippostad C nur unter ärztlicher Kontrolle einzunehmen.
Anwendung von Grippostad C mit Nahrungsmitteln und Getränken
Das Arzneimittel sollte nicht gleichzeitig mit Alkohol eingenommen werden, da sich diese Substanzen gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken.
Wechselwirkungen
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel angewendet werden bzw. bis vor kurzem angewendet wurden, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt.
Die leberschädigende Wirkung von Paracetamol kann verstärkt werden, bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit Mitteln, die zu beschleunigtem Arzneimittelabbau in der Leber führen (Enzyminduktion), wie beispielsweise bestimmte Schlafmittel (Barbiturate), Tuberkulosemittel (Rifampicin) oder Antiepileptika (Phenytoin, Carbamazepin) sowie Alkohol.
Es kann zu einer Verzögerung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Paracetamol kommen, bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit Mitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen, wie beispielsweise Propanthelin.
Eine Beschleunigung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Paracetamol kann eintreten, bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit Mitteln, die zu einer Beschleunigung der Magenentleerung führen, wie beispielsweise Metoclopramid.
Die gleichzeitige Einnahme von Paracetamol mit Chloramphenicol (Mittel gegen bakterielle Infektionen), kann den Abbau von Chloramphenicol deutlich verzögern, was mit einem Risiko erhöhter Nebenwirkungen verbunden ist.
Die Neigung zur Ausbildung einer Neutropenie wird verstärkt, bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit AZT (Zidovudin, Mittel zur Behandlung einer HIV-Infektion). Aus diesem Grund soll Grippostad C nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit AZT angewendet werden.
Der in Grippostad C enthaltene arzneilich wirksame Bestandteil Coffein, kann: die Ausscheidung von Theophyllin (Asthmamittel) vermindern, die beruhigenden (sedativen) Wirkungen verschiedener Substanzen (wie z.B. Antihistaminika, Barbiturate etc.) abschwächen, die herzfrequenzsteigernde (tachykarde) Wirkung von z.B. Thyroxin, Sympathomimetika u.a. verstärken und das Abhängigkeitspotential von Substanzen des Typs Ephedrin erhöhen.
Einzelne unterschiedliche und nicht vorhersehbare Wechselwirkungen können auftreten, bei Kombination von Coffein und Substanzen mit einem breiten Wirkungsspektrum, beispielsweise Benzodiazepinen.
Die Ausscheidung von Coffein kann sich verzögern, bei gleichzeitiger Gabe von bestimmten Mitteln zur Behandlung von Infektionen (Gyrasehemmer des Chinoloncarbonsäure-Typs).
Bestimmte Schlafmittel (Barbiturate) und Nikotion beschleunigen den Coffein-Abbau in der Leber, die Anti-Baby-Pille (Orale Kontrazeptiva) sowie Cimetidin und Disulfiram vermindern ihn.
Die gleichzeitige Anwendung von Chlorphenamin mit zentraldämpfenden Mitteln oder Alkohol verstärkt die beruhigende (sedierende) Wirkung.
Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene nehmen am Morgen, zur Mittagszeit und am Abend jeweils 2 Kapseln ein.
Grippostad C sollte bis zum Abklingen der Erkältungsbeschwerden eingenommen werden. Beim Ausbleiben einer merklichen Besserung oder bei hohem Fieber, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Die Einnahme des Arzneimittels über einen längeren Zeitraum oder in höheren Dosen sollte ohne Befragen des Arztes nicht erfolgen.
Der Arzt oder Apotheker ist aufzusuchen, wenn der Eindruck entsteht, dass die Wirkung von Grippostad C zu stark oder zu schwach ist.
Überdosierung
Wird eine größere Menge Grippostad C eingenommen, ist sofort ein Arzt zu kontaktieren. Dieser wird, abhängig von dem zurückliegenden Einnahmezeitpunkt, die erforderlichen Maßnahmen durchführen.
Bei einer Überdosierung mit Grippostad C kann der Wirkstoff Paracetamol am ersten Tag zu Schläfrigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl führen. Auch bei einer Besserung des Allgemeinbefindens am zweiten Tag kann es zu einer fortschreitenden Schädigung der Leber kommen bis hin zum Leberkoma am dritten Tag.
Der Wirkstoff Chlorphenaminmaleat kann bei einer Überdosierung Symptome wie Mundtrockenheit, Rötung des Gesichts, Verstopfung sowie starre und weite Pupillen verursachen. Darüber hinaus können zentralnervöse Zeichen einer Vergiftung (Koordinationsstörungen, Krämpfe, Halluzinationen) auftreten.
Bei Aufnahme von 1g Coffein oder mehr in kurzer Zeit können Symptome einer Vergiftung auftreten, wie feinschlägiges Zittern (Tremor), zentralnervöse Symptome, Herz-Kreislauf-Reaktionen bis hin zu Herzmuskelschäden.
Vorübergehende Durchfälle (osmotische Diarrhö) treten gelegentlich nach Einzeldosen von mehr als 3 bis 10g Ascorbinsäure (Vitamin C) auf. Als wasserlösliches Vitamin ist die Ascorbinsäure praktisch nicht toxisch.
Einnahme vergessen
Zum nächsten Einnahmezeitpunkt sind nicht mehr Kapseln Grippostad C anzuwenden. Es ist mit der Dosierung wie in der Gebrauchsinformation beschrieben fortzufahren.
Einnahme beenden bzw. unterbrechen
Bei bestimmungsgemäßer Anwendung von Grippostad C sind hier keine Besonderheiten zu beachten.
Nebenwirkungen
Gelegentlich kann es unter der Anwendung von Grippostad C zu allergischen Hautreaktionen (erythematös oder urtikariell), unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg (Arzneimittelfieber) und Schleimhautläsionen kommen. Sehr selten treten Störungen des Blutbildes auf, wie Neutropenie, Thrombozytopenie, Leukopenie, Panzytopenie sowie bei hoher Dosierung leichte Methämoglobinbildung, Agranulozytose). Sehr selten treten Erkrankungen des Immunsystems auf: für den Wirkstoff Paracetamol sind schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (Atemnot, Quincke-Ödem, Übelkeit, Schweißausbruch, Blutdruckabfall bis hin zum Schock) beobachtet worden. Ebenso kann es sehr selten durch den Wirkstoff Chlorphenaminmaleat zu Augenerkrankungen, wie Glaukomauslösung (Engwinkelglaukom) und/oder Sehstörungen kommen. Auch wurden sehr selten Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums beschrieben. Besonders bei vorbelasteten Personen kann durch Paracetamol eine Verkrampfung der Atemmuskulatur (Bronchospasmus) ausgelöst werden (Analgetika-Asthma). Bei Einnahme höherer Dosen Grippostad C über einen längeren Zeitraum, können sehr selten Leberschäden und Nierenschäden auftreten. Zu schweren Leberschäden kann es bei Überdosierung kommen. Beschwerden beim Wasserlassen können durch Chlorphenaminmaleat auftreten. Sehr selten kann es durch das Chlorphenaminmaleat zu allgemeinen Erkrankungen, wie Schläfrigkeit (Sedierung) und Mundtrockenheit kommen. Der Coffeinanteil kann innere Unruhe und eine beschleunigte Herzschlagfolge (Tachykardie) verursachen. Zudem worden sehr selten Magen-Darm-Beschwerden beobachtet. Es liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass durch die Kombination der Umfang und/oder die Art der genannten Nebenwirkungen der Einzelsubstanzen verändert werden. Beim Auftreten der genannten Nebenwirkungen, ist Grippostad C nicht weiter einzunehmen. Darüber hinaus ist der Arzt zu kontaktieren, dieser wird über den Schweregrad und gegebenenfalls weitere notwendige Maßnahmen entscheiden.
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.
Hinweis: Durch die fixe Kombination der Wirkstoffe in Grippostad C kann bei Beschwerden, die hauptsächlich einzeln auftreten, keine individuelle Dosisanpassung vorgenommen werden. In diesen Fällen sind Arzneimittel mit einer anderen Zusammensetzung anzuwenden.
Grundsätzlich gilt: Verschlechtert sich das Krankheitsbild oder bleibt eine deutliche Besserung aus, ist es notwendig einen Arzt aufzusuchen.
Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.