Ginkobil 120mg Filmtabletten

Ginkobil ratiopharm 120mg Filmtabletten zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei Minderung bzw. Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten (dementielles Syndrom) verbunden mit den Hauptbeschwerden: Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen, depressive Verstimmung, Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen. Jedoch kann das individuelle Ansprechen auf die Medikation nicht vorausgesagt werden.

Wirkstoff: Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt

Gegenanzeigen
Ginkobil 120mg darf bei einer Überempfindlichkeit gegen Ginkgo-biloba-Extrakte nicht angewendet werden, da das Arzneimittel einen Auszug aus den Blättern des Ginkgobaumes enthält.

Schwangerschaft und Stillzeit
In experimentellen Untersuchungen konnten bisher keine Hinweise auf eine fruchtschädigende Wirkung, des in Ginkobil ratiopharm 120 mg enthaltenen Ginkgo-Extraktes gefunden werden. Aufgrund fehlender Erfahrungen beim Menschen, ist während der Schwangerschaft jedoch der Nutzen einer Behandlung gegen die möglichen Risiken sorgfältig abzuwägen. Ob die Inhaltsstoffe des Extraktes in die Muttermilch übergehen, ist nicht bekannt.

Kinder
Ginkobil ratiopharm 120 mg soll bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, da zur Anwendung des Arzneimittels bei dieser Personengruppe keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.

Einnahme von Ginkobil ratiopharm 120 mg erst nach Rücksprache mit dem Arzt
Das Arzneimittel darf bei depressiven Verstimmungen und Kopfschmerzen, die nicht im Zusammenhang mit dementiellen Syndromen auftreten, nur unter Berücksichtigung aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden, da die Anwendung von Ginkgo-Extrakten bei diesen Krankheitszeichen bisher nicht ausreichend untersucht ist.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bei bestimmungsgemäßer Einnahme von Ginkobil 120 mg sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wechselwirkungen
Andere Arzneimittel können die Wirkung von Ginkobil ratiopharm 120 mg beeinflussen. Daher kann eine Wechselwirkung mit Arzneimitteln, die die Blutgerinnung hemmen, nicht ausgeschlossen werden.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Die Einnahme sollte 2-mal am Tag mit jeweils 1 Filmtablette (entsprechend 2-mal täglich 120 mg Ginkgo-Extrakt) erfolgen.
Die Ginkobil ratiopharm 120 mg Filmtabletten sind unzerkaut mit Flüssigkeit einzunehmen. Die Einnahme erfolgt am Morgen und am Abend und kann unabhängig von den Mahlzeiten stattfinden.
Die Anwendungsvorschriften sind einzuhalten, da Ginkobil 120 mg sonst nicht richtig wirken kann!

Anwendungsdauer
Die Dauer der Behandlung ist abhängig von dem Schweregrad des Krankheitsbildes und soll bei dieser chronischen Erkrankung mindestens 8 Wochen betragen.
Nach einer Dauer von 3 Monaten ist zu klären, ob eine Weiterführung der Behandlung noch gerechtfertigt ist.

Überdosierung
Bei Einnahme einer zu großen Menge Ginkobil ratiopharm 120 mg sind bisher keine Überdosierungserscheinungen bekannt geworden.

Einnahme vergessen bzw. zu wenig eingenommen
Wurde die Anwendung von Ginkobil 120 mg vergessen oder zu wenig eingenommen, ist beim nächsten Mal mit der Einnahme des Arzneimittels, wie in der Dosierung beschrieben, fortzufahren.

Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Ginkobil ratiopharm 120 mg treten sehr selten nach der Einnahme des Arzneimittels leichte Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder allergische Hautreaktionen (Hautrötung, Juckreiz, Hautschwellung) auf. Darüber hinaus wurde bei Langzeitanwendung über Einzelfälle von Blutungen berichtet, deren ursächlicher Zusammenhang mit der Einnahme von Ginkgo-Zubereitungen nicht gesichert ist.

Bei Auftreten der oben genannten Nebenwirkungen sollte ein Arzt aufgesucht werden, damit dieser klären kann, ob ein Zusammenhang mit der Einnahme von Ginkobil 120 mg besteht, oder ob die Beschwerden auf eine andere Ursache zurückzuführen sind.

Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Hinweis
Vor der Anwendung des Arzneimittels, sollte geklärt werden, ob die Krankheitszeichen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen. Häufig wiederkehrende Schwindelgefühle und Ohrensausen müssen generell durch einen Arzt abgeklärt werden. Beim plötzlichen Auftreten von Schwerhörigkeit bzw. einem Hörverlust ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Legalon forte Kapseln

Legalon forte Madaus Kapseln zur Anwendung bei toxischen Leberschäden und zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose. Das Lebertherapeutikum eignet sich für Kinder über 12 Jahren und Erwachsene.

Wirkstoff: Mariendistelfrüchte-Extrakt

Gegenanzeigen
Bisher sind keine Gegenanzeigen für die Anwendung von Legalon forte bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit
Legalon forte sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, da zur Anwendung des Arzneimittels bei schwangeren und stillenden Frauen keine Erfahrungen vorliegen. Grundsätzlich gilt: Vor der Einnahme von allen Arzneimitteln ist der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Kinder
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Legalon forte ist bei Kindern notwendig. Legalon forte sollte bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, da für diese Personengruppe keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.

Wechselwirkungen
Bei Einnahme von Legalon forte mit anderen Arzneimitteln sind keine Wechselwirkungen bekannt. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen/angewendet werden bzw. bis vor kurzem eingenommen/angewendet wurden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Beim Bedienen von Maschinen und führen von Kraftfahrzeugen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Legalon forte
Es sind keine Informationen über die sonstigen Bestandteile des Arzneimittels bekannt.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Zu Behandlungsbeginn ist eine Kapsel 3-mal am Tag (Mariendistelfrüchte-Extrakt entsprechend 420 mg Silymarin) einzunehmen.
- Als Erhaltungsdosis ist eine Kapsel 2-mal am Tag (Mariendistelfrüchte-Extrakt entsprechend 280 mg Silymarin) einzunehmen.
Die Kapseln sind unzerkaut und mit etwas Flüssigkeit vor dem Essen zu schlucken.

Die Einnahme der Legalon forte Kapseln muss immer genau nach der Anweisung in der Packungsbeilage erfolgen. Der Arzt oder Apotheker sollte befragt werden, wenn Unsicherheiten bei der Einnahme/Dosierung bestehen.

Der Arzt oder Apotheker ist aufzusuchen, wenn der Eindruck besteht, dass die Wirkung von Legalon forte zu stark oder zu schwach ist. Bei Anhalten der Beschwerden über einen längeren Zeitraum, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Überdosierung
Bei Einnahme einer größeren Menge Legalon forte, können die beschriebenen Nebenwirkungen in verstärktem Maße auftreten. In diesem Fall ist es erforderlich, den behandelnden Arzt um symptomatische Maßnahmen zu befragen.

Anwendungsdauer
Die Dauer der Anwendung sollte vom behandelnden Arzt festgelegt werden.

Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Legalon forte kann es selten zu einer leichten abführenden Wirkung kommen. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen bemerkt werden, die nicht in der Gebrauchsinformation aufgeführt sind.

Hinweise
Das Arzneimittel eignet sich nicht zur Behandlung von akuten Vergiftungen.
Bei einer Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen) sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Die Therapie mit Legalon forte ersetzt nicht die Vermeidung der die Leber schädigenden Ursachen (z.B. vermehrter Alkohol).

Bei einer Verschlimmerung der Beschwerden oder beim Ausbleiben einer Besserung, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Bestehen Unklarheiten und Fragen zur Anwendung des Arzneimittels, ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Grippostad C Kapseln

Grippostad C Hartkapseln eignen sich zur symptomatischen Behandlung von gemeinsam auftretenden Beschwerden wie Schnupfen und Reizhusten, Kopf- und Gliederschmerzen im Rahmen einer einfachen Erkältungskrankheit. Bei gleichzeitigem Fieber oder erhöhter Körpertemperatur wirkt Grippostad C fiebersenkend.

Arzneilich wirksame Bestandteile: Paracetamol, Ascorbinsäure (Vitamin C), Coffein, Chlorphenaminmaleat

Gegenanzeigen
Grippostad C darf nicht eingenommen werden, bei einer Überempfindlichkeit gegen Coffein, Paracetamol, Ascorbinsäure (Vitamin C), Chlorphenaminmaleat oder einen der sonstigen Bestandteile. Eine Anwendung des Arzneimittels darf auch nicht erfolgen, bei: Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostataadenom) mit Restharnbildung, schweren Nierenfunktionsstörungen, Erhöhung des Augeninnendrucks (Engwinkelglaukom), erblich bedingtem Mangel an Glukose-6-phosphat-Dehydrogenase (Krankheitszeichen ist eine bestimmte Form der Blutarmut -hämolytische Anämie-). Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Grippostad C nicht eingenommen werden.

Schwangerschaft
Das Arzneimittel ist in der Schwangerschaft nicht einzunehmen, da aus Studien Hinweise auf die Möglichkeit von Fruchtschädigungen durch Chlorphenaminmaleat (arzneilich wirksamer Bestandteil) vorliegen.

Stillzeit
Während der Stillzeit darf Grippostad C nicht eingenommen werden, da bisher unbekannt ist, ob Bestandteile des Arzneimittels in die Muttermilch übergehen.

Kinder
Grippostad C darf von Kindern unter 12 Jahren nicht eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Auch bei bestimmungsgemäßen Gebrauch kann sich das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen und/oder aktiven Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol.

Informationen über bestimmte Bestandteile
Grippostad C enthält Lactose. Beim Vorliegen einer bekannten Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern, ist das Arzneimittel daher erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Grippostad C ist notwendig, bei: Nierensteinkrankheit (Oxalat-Urolithiasis), Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Eisen-Speichererkrankungen (Thalassämie, Hämochromatose), angeborenem vermehrtem Bilirubin-Gehalt des Blutes (Gilbert-Syndrom oder Meulengracht-Krankheit).

Eine Anwendung des Arzneimittels kann bei vorbelasteten Personen zu einer Verkrampfung der Atemmuskulatur (Bronchospasmus) führen (Analgetika-Asthma).

Bei Vorliegen einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) sowie Magen- oder Darmgeschwüren (Ulcus ventriculi oder duodeni) ist Grippostad C nur unter ärztlicher Kontrolle einzunehmen.

Anwendung von Grippostad C mit Nahrungsmitteln und Getränken
Das Arzneimittel sollte nicht gleichzeitig mit Alkohol eingenommen werden, da sich diese Substanzen gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken.

Wechselwirkungen
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel angewendet werden bzw. bis vor kurzem angewendet wurden, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt.

Die leberschädigende Wirkung von Paracetamol kann verstärkt werden, bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit Mitteln, die zu beschleunigtem Arzneimittelabbau in der Leber führen (Enzyminduktion), wie beispielsweise bestimmte Schlafmittel (Barbiturate), Tuberkulosemittel (Rifampicin) oder Antiepileptika (Phenytoin, Carbamazepin) sowie Alkohol.

Es kann zu einer Verzögerung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Paracetamol kommen, bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit Mitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen, wie beispielsweise Propanthelin.

Eine Beschleunigung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Paracetamol kann eintreten, bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit Mitteln, die zu einer Beschleunigung der Magenentleerung führen, wie beispielsweise Metoclopramid.

Die gleichzeitige Einnahme von Paracetamol mit Chloramphenicol (Mittel gegen bakterielle Infektionen), kann den Abbau von Chloramphenicol deutlich verzögern, was mit einem Risiko erhöhter Nebenwirkungen verbunden ist.

Die Neigung zur Ausbildung einer Neutropenie wird verstärkt, bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit AZT (Zidovudin, Mittel zur Behandlung einer HIV-Infektion). Aus diesem Grund soll Grippostad C nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit AZT angewendet werden.

Der in Grippostad C enthaltene arzneilich wirksame Bestandteil Coffein, kann: die Ausscheidung von Theophyllin (Asthmamittel) vermindern, die beruhigenden (sedativen) Wirkungen verschiedener Substanzen (wie z.B. Antihistaminika, Barbiturate etc.) abschwächen, die herzfrequenzsteigernde (tachykarde) Wirkung von z.B. Thyroxin, Sympathomimetika u.a. verstärken und das Abhängigkeitspotential von Substanzen des Typs Ephedrin erhöhen.

Einzelne unterschiedliche und nicht vorhersehbare Wechselwirkungen können auftreten, bei Kombination von Coffein und Substanzen mit einem breiten Wirkungsspektrum, beispielsweise Benzodiazepinen.

Die Ausscheidung von Coffein kann sich verzögern, bei gleichzeitiger Gabe von bestimmten Mitteln zur Behandlung von Infektionen (Gyrasehemmer des Chinoloncarbonsäure-Typs).

Bestimmte Schlafmittel (Barbiturate) und Nikotion beschleunigen den Coffein-Abbau in der Leber, die Anti-Baby-Pille (Orale Kontrazeptiva) sowie Cimetidin und Disulfiram vermindern ihn.

Die gleichzeitige Anwendung von Chlorphenamin mit zentraldämpfenden Mitteln oder Alkohol verstärkt die beruhigende (sedierende) Wirkung.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene nehmen am Morgen, zur Mittagszeit und am Abend jeweils 2 Kapseln ein.
Grippostad C sollte bis zum Abklingen der Erkältungsbeschwerden eingenommen werden. Beim Ausbleiben einer merklichen Besserung oder bei hohem Fieber, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Die Einnahme des Arzneimittels über einen längeren Zeitraum oder in höheren Dosen sollte ohne Befragen des Arztes nicht erfolgen.

Der Arzt oder Apotheker ist aufzusuchen, wenn der Eindruck entsteht, dass die Wirkung von Grippostad C zu stark oder zu schwach ist.

Überdosierung
Wird eine größere Menge Grippostad C eingenommen, ist sofort ein Arzt zu kontaktieren. Dieser wird, abhängig von dem zurückliegenden Einnahmezeitpunkt, die erforderlichen Maßnahmen durchführen.

Bei einer Überdosierung mit Grippostad C kann der Wirkstoff Paracetamol am ersten Tag zu Schläfrigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl führen. Auch bei einer Besserung des Allgemeinbefindens am zweiten Tag kann es zu einer fortschreitenden Schädigung der Leber kommen bis hin zum Leberkoma am dritten Tag.

Der Wirkstoff Chlorphenaminmaleat kann bei einer Überdosierung Symptome wie Mundtrockenheit, Rötung des Gesichts, Verstopfung sowie starre und weite Pupillen verursachen. Darüber hinaus können zentralnervöse Zeichen einer Vergiftung (Koordinationsstörungen, Krämpfe, Halluzinationen) auftreten.

Bei Aufnahme von 1g Coffein oder mehr in kurzer Zeit können Symptome einer Vergiftung auftreten, wie feinschlägiges Zittern (Tremor), zentralnervöse Symptome, Herz-Kreislauf-Reaktionen bis hin zu Herzmuskelschäden.

Vorübergehende Durchfälle (osmotische Diarrhö) treten gelegentlich nach Einzeldosen von mehr als 3 bis 10g Ascorbinsäure (Vitamin C) auf. Als wasserlösliches Vitamin ist die Ascorbinsäure praktisch nicht toxisch.

Einnahme vergessen
Zum nächsten Einnahmezeitpunkt sind nicht mehr Kapseln Grippostad C anzuwenden. Es ist mit der Dosierung wie in der Gebrauchsinformation beschrieben fortzufahren.

Einnahme beenden bzw. unterbrechen
Bei bestimmungsgemäßer Anwendung von Grippostad C sind hier keine Besonderheiten zu beachten.

Nebenwirkungen
Gelegentlich kann es unter der Anwendung von Grippostad C zu allergischen Hautreaktionen (erythematös oder urtikariell), unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg (Arzneimittelfieber) und Schleimhautläsionen kommen. Sehr selten treten Störungen des Blutbildes auf, wie Neutropenie, Thrombozytopenie, Leukopenie, Panzytopenie sowie bei hoher Dosierung leichte Methämoglobinbildung, Agranulozytose). Sehr selten treten Erkrankungen des Immunsystems auf: für den Wirkstoff Paracetamol sind schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (Atemnot, Quincke-Ödem, Übelkeit, Schweißausbruch, Blutdruckabfall bis hin zum Schock) beobachtet worden. Ebenso kann es sehr selten durch den Wirkstoff Chlorphenaminmaleat zu Augenerkrankungen, wie Glaukomauslösung (Engwinkelglaukom) und/oder Sehstörungen kommen. Auch wurden sehr selten Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums beschrieben. Besonders bei vorbelasteten Personen kann durch Paracetamol eine Verkrampfung der Atemmuskulatur (Bronchospasmus) ausgelöst werden (Analgetika-Asthma). Bei Einnahme höherer Dosen Grippostad C über einen längeren Zeitraum, können sehr selten Leberschäden und Nierenschäden auftreten. Zu schweren Leberschäden kann es bei Überdosierung kommen. Beschwerden beim Wasserlassen können durch Chlorphenaminmaleat auftreten. Sehr selten kann es durch das Chlorphenaminmaleat zu allgemeinen Erkrankungen, wie Schläfrigkeit (Sedierung) und Mundtrockenheit kommen. Der Coffeinanteil kann innere Unruhe und eine beschleunigte Herzschlagfolge (Tachykardie) verursachen. Zudem worden sehr selten Magen-Darm-Beschwerden beobachtet. Es liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass durch die Kombination der Umfang und/oder die Art der genannten Nebenwirkungen der Einzelsubstanzen verändert werden. Beim Auftreten der genannten Nebenwirkungen, ist Grippostad C nicht weiter einzunehmen. Darüber hinaus ist der Arzt zu kontaktieren, dieser wird über den Schweregrad und gegebenenfalls weitere notwendige Maßnahmen entscheiden.

Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.

Hinweis: Durch die fixe Kombination der Wirkstoffe in Grippostad C kann bei Beschwerden, die hauptsächlich einzeln auftreten, keine individuelle Dosisanpassung vorgenommen werden. In diesen Fällen sind Arzneimittel mit einer anderen Zusammensetzung anzuwenden.

Grundsätzlich gilt: Verschlechtert sich das Krankheitsbild oder bleibt eine deutliche Besserung aus, ist es notwendig einen Arzt aufzusuchen.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Phlogenzym Filmtabletten

Phlogenzym Filmtabletten zur Anwendung bei Ödemen, Entzündungen oder Schmerzen aufgrund von Traumen, Thrombophlebitis (Venenentzündung), rheumatischen Erkrankungen, aktiven Phasen von Osteoarthrosen (auch Arthrose genannt) und Entzündungen des Urogenitaltrakts (auch in Verbindung mit Antibiotika).

Arzneilich wirksame Bestandteile: Bromelain, Trypsin, Rutosid 3 H2O

Gegenanzeigen
Phlogenzym darf bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der arzneilich wirksamen Bestandteile, gegen Ananas-Früchte oder einen der Hilfsstoffe nicht eingenommen werden. Beim Vorliegen von schweren Gerinnungsstörungen (z.B. Dialyse, Bluterkrankheit, schwere Leberschädigungen) oder bei einer Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Mitteln, ist vor der Einnahme des Arzneimittels der Arzt zu befragen. Dies ist auch zu berücksichtigen, wenn die Absicht besteht, vor oder nach Operationen Phlogenzym einzunehmen.

Schwangerschaft
In der Schwangerschaft sollte die Einnahme von Phlogenzym kritisch durchdacht werden, da bisher keine systematischen Untersuchungen am Menschen vorliegen.

Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Einnahme von Phlogenzym und Antibiotika erhöht die Konzentration der Antibiotika am Wirkort. Es gilt zu beachten, dass dieser Sachverhalt auch für vor kurzem verabreichte Arzneimittel gelten kann.

Verkehrstüchtigkeit, das Bedienen von Maschinen und Arbeiten ohne sicheren Halt
Es sind keine Veränderungen der Wachsamkeit zu erwarten, auch nicht bei der Einnahme hoher Dosen von Phlogenzym.

Vorsichtsmaßnahmen und Hinweise
Nach der Einnahme von Phlogenzym kann sich der Geruch des Stuhls bzw. Urins verändern – dies ist aber unbedenklich. Zu Beginn einer Behandlung kann es bei einigen Menschen zu einer vermehrten Schmerzsymptomatik kommen. Ist dies der Fall, sollte die Dosis gesenkt und (eventuell) ein Arzt aufgesucht werden. Ist eine Operation geplant, ist der operierende Arzt über die vorherige Behandlung mit Phlogenzym zu informieren. Dies ist erforderlich, da bei Operationen (bei vorheriger Behandlung mit Phlogenzym) eine mögliche Minderung der Gerinnungsfähigkeit des Blutes auftreten kann. Für Diabetiker: Eine Tablette enthält 0,015 BE Kohlenhydrate.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene nehmen 6 bis maximal 12 Tabletten am Tag ein.
In der Regel erfolgt die Einnahme der Tabletten 3mal am Tag. Es ist darauf zu achten, dass die Tabletten 30 bis 60 Minuten vor der Mahlzeit unzerkaut und mit genügend Wasser einzunehmen sind.
Die Einnahme der Höchstdosis von maximal 12 Tabletten ist bei schweren entzündlichen Erkrankungen sowie bei akuten Traumen möglich.

Hinweis: Die Einnahmemenge von Phlogenzym ist abhängig von der Art und Schwere der Erkrankung der zu behandelnden Person. Deshalb ist sie für jeden Patienten individuell, in unterschiedlicher Höhe festzusetzen. Die genannten Angaben zur Dosierung sind deshalb Durchschnittswerte und gelten nur, soweit der Arzt nichts anderes angewiesen hat.

Einnahmedauer
Die Tabletten sind bei akuten Entzündungen solange einzunehmen, bis die Symptome komplett verschwunden sind. Bei chronischen Beschwerden sollte der Arzt befragt werden.

Überdosierung
Bei der Einnahme von zu großen Mengen des Arzneimittels treten keine anderen Nebenwirkungen auf, welche nicht schon unter dem Punkt „Nebenwirkungen“ beschrieben werden.

Einnahme vergessen
Wird die Anwendung einer Tablette vergessen oder eine zu viel eingenommen, ist zu den nächsten Einnahmezeitpunkten die gleiche Tablettendosis wie verordnet anzuwenden.
Wird bei einer Behandlung mit Phlogenzym über mehrere Tage, einmal eine Einnahme komplett vergessen, ist bei den nächsten Einnahmezeitpunkten ebenfalls die gleiche Tablettenmenge wie verordnet anzuwenden.
Werden bei einer Behandlung mit Phlogenzym über einen kurzen Zeitraum, eine oder mehrere Einnahmen komplett vergessen, ist bei den nächsten Einnahmezeitpunkten ebenfalls die gleiche Tablettenmenge wie verordnet anzuwenden. Der Arzt ist aber zu kontaktieren, um abzuklären, inwieweit die Behandlungsdauer verlängert werden muss.
Bei Unsicherheit darüber, was zu tun ist, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Phlogenzym kann es häufig zu Völlegefühl und Blähungen kommen. Gelegentlich wurde Übelkeit beobachtet. Selten treten allergische Reaktionen (z.B. Hautausschläge) auf, welche nach Absetzen des Medikaments abklingen. Häufig kann es zu einer harmlosen Veränderung des Stuhls in Farbe, Beschaffenheit, Geruch kommen. Gelegentlich wird auch über Durchfall berichtet. Eine Verminderung der Gerinnungsfähigkeit des Blutes kann nicht ausgeschlossen werden. Beim Auftreten der Nebenwirkungen, ist die Einnahme sofort zu unterbrechen. Der Arzt ist umgehend aufzusuchen.

Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.

Grundsätzlich gilt: Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Canesten Extra Nagelset gegen Nagelpilz

Canesten Extra Nagelset wird angewendet zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.

Wirkstoffe: Bifonazol, Harnstoff

Gegenanzeigen
Canesten Extra Nagelset darf nicht angewendet werden bei (allergischer) Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe (Bifonazol, Harnstoff) oder einen der sonstigen Bestandteile.

Schwangerschaft und Stillzeit
Da mit der Anwendung von Canesten Extra Nagelset bei Schwangeren keine Erfahrungen vorliegen, sollte das Arzneimittel in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risikos angewendet werden.

Kinder
Bei Säuglingen soll das Arzneimittel nur unter ärztlicher Überwachung angewendet werden. Es ist darauf zu achten, dass die Salbe nicht in den Mund des Säuglings gelangt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei der Verkehrstüchtigkeit und dem Bedienen von Maschinen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wechselwirkungen
Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt geworden.

Warnhinweise über bestimmte Bestandteile
Canesten Extra Nagelset enthält als sonstigen Bestandteil Wollwachs, dieser kann örtlich begrenzte Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) verursachen.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung
Die Salbe des Arzneimittels darf nicht in die Augen gelangen.

Anwendung
Falls der Arzt nichts anderes verordnet, ist einmal am Tag so viel Salbe aus der Tube des Canesten Extra Nagelset auf die erkrankten Nägel aufzutragen, bis die gesamte Nageloberfläche dünn bedeckt ist. Anschließend sind die betroffenen Finger- und Fußnägel mit dem wasserfesten Hygienepflaster zu bekleben. Abhängig von der Nagelgröße ist das Pflaster unter Umständen zu halbieren. Zur Erhaltung der Klebefähigkeit des Pflasters, ist darauf zu achten, dass beim Aufkleben des Pflasters keine Salbe in den Spalt zwischen Haut und Klebefläche eindringt. Darüber hinaus sollte vermieden werden, die Klebefläche des Pflasters mit den Fingern zu berühren.
Nach 24 Stunden ist das Pflaster abzulösen und die betroffenen Nägel (Finger oder Zehen) sind für etwa 10 Minuten im warmen Wasser zu baden. Mit dem Spachtel ist anschließend die aufgeweichte erkrankte Nagelsubstanz sorgfältig zu entfernen. Die behandelten Nägel werden zum Schluss gründlich abgetrocknet und die Salbe erneut, wie beschrieben, aufgetragen und mit dem Pflaster zugeklebt.

Im Allgemeinen ist das Abdecken der an den Nagel angrenzenden Hautfläche nicht notwendig. Sollte dies aber wegen einer Reizung dennoch notwenig sein, kann auf die den Nagel umgebenden Hautränder z.B. Zinkpaste aufgetragen werden.

Anwendungsdauer
Die Behandlung mit Canesten Extra Nagelset muss jeden Tag so lange durchgeführt werden, bis alle betroffenen Nagelteile entfernt sind und das Nagelbett glatt erscheint. (Die Salbe entfaltete seine Wirkung ausschließlich auf erkrankter Nagelsubstanz, gesunde Teile bleiben davon unbeeinflusst.) Grundsätzlich sind je nach Umfang der Erkrankung und der Nageldicke, zwischen 7 bis 14 Tage notwendig. Eine konsequente gegen Pilze gerichtete (antimykotische) Behandlung sollte nach der Nagelentfernung über etwa 4 Wochen mit einer Bifonazol Creme (harnstofffrei) erfolgen.

Ein Arzt ist aufzusuchen, wenn nach 7 bis 14 Tagen nicht alle erkrankten Nagelteile entfernt sind und das Nagelbett nicht glatt ist.

Nebenwirkungen
Häufig wurde im Nagelbereich (Nagel, Nagelrand, Nagelbett) nach Anwendung von Canesten Extra Nagelset eine Rötung beobachtet. Gelegentlich treten Reaktionen wie z.B. Juckreiz, Reizung, Schuppung, Aufweichung der Haut auf. Sehr selten kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) auf das Pflaster oder den Bestandteil Wollwachs kommen. Dazu gehören: Rötung, Juckreiz, Bläschen (auch über das Kontaktareal hinaus – so genannte Streureaktionen). Treten eine oder mehrere der aufgeführten Nebenwirkungen auf, ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage angegeben sind.

Hinweis
Um eine Übertragung der Pilzerkrankung auf andere Körperteile oder Personen zu vermeiden, sollten jeden Tag Handtücher und Kleidungsstücke die mit den betroffenen Nägeln in Berührung gekommen sind, gewechselt werden.

Bei weiteren Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen von Canesten Extra Nagelset ist der Arzt oder Apotheker aufzusuchen.