Angocin Anti-Infekt N

Angocin Anti-Infekt N Filmtabletten eigenen sich zur Anwendung bei Infektionen der Harnwege, grippale Infekte sowie katarrhalische Erkrankungen der Atemwege, entzündliche Erkrankungen der Gaumenmandeln, der Nase und der Nasennebenhöhlen.

Wirksame Bestandteile: Kapuzinerkressenkraut, Meerrettichwurzel

Gegenanzeigen
Angocin Anti-Infekt N sollte bei akuten Entzündungen der Nieren sowie akuten Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. Eine Anwendung des pflanzlichen Arzneimittels ist für Kindern unter 4 Jahren nicht vorgesehen.

Schwangerschaft
In experimentellen Untersuchungen sowie in der langjährigen Anwendung von Angocin Anti-Infekt N am Menschen, wurden bisher keine Hinweise auf eine fruchtschädigende Wirkung festgestellt. Da aber keine Studien zur Anwendung bei Schwangeren vorliegen, ist das Arzneimittel in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anzuwenden.

Stillzeit
Bisher ist nicht bekannt, ob Inhaltsstoffe der pflanzlichen Bestandteile von Angocin Anti-Infekt N in die Muttermilch übergehen.

Wechselwirkungen
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind nicht bekannt.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen sind bei bestimmungsgemäßer Anwendung von Angocin Anti-Infekt N nicht zu beachten.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Abhängig vom Schweregrad des Infekts, nehmen Patienten 3 bis 5mal am Tag 4 bis 5 Filmtabletten, unzerkaut mit etwas Flüssigkeit nach den Mahlzeiten ein. (Standarddosis: 3mal am Tag 4 Filmtabletten)
- Kinder im Alter von 4 bis 8 Jahren nehmen 3 bis 5mal am Tag 2 bis 3 Filmtabletten ein. (Standarddosis: 3mal am Tag 2 Filmtabletten)

Dauer der Anwendung
Erwachsenen und Kindern über 8 Jahren wird bei akuten Infekten empfohlen, eine über mehrere Tage andauernde Stoßtherapie mit einer anschließenden Reduzierung der Medikation durchzuführen.
Bei dieser Therapie sind alle drei Stunden 4 bis 5 Filmtabletten, über einen Zeitraum von 3 bis 5 Tagen, einzunehmen. Verbessert sich nach dieser hohen Initialtherapie das Befinden, kann die Dosis auf 3mal 4 Filmtabletten am Tag gesenkt werden. Die Angocin Anti-Infekt N Filmtabletten sind in dieser Dosis etwa 1 Woche lang anzuwenden. Bei einer weiteren Stabilisierung des Gesundheitszustandes kann danach die Dosis auf 3mal 2 Filmtabletten am Tag gemindert werden. Diese Dosis sollte dann ebenso 1 Woche lang beibehalten werden. Im Normalfall ist der Organismus nach dieser akuten Therapie genügend gegen einen möglichen Rückfall stabilisiert, so dass die akute Behandlung beendet werden kann. Bei Infektanfälligkeit ist danach eine prophylaktische Anwendung von Angocin Anti-Infekt N ratsam. Dazu sind die Angaben unter „Prophylaxe“ zu beachten.

Prophylaxe
Zur Vorbeugung bzw. Vermeidung eines erneuten Infekts, sind 2mal am Tag 2 Filmtabletten einzunehmen.
Zur Vorbereitung des Immunsystems auf die Wintermonate bzw. zur Grippeprophylaxe empfiehlt sich die tägliche Einnahme von 2 Filmtabletten zum Frühstück. Dabei ist mit der Einnahme am  Herbstanfang des Jahres zu beginnen und bis zum Ende des Winters beizubehalten.

Wichtiger Hinweis
Bleibt eine merkliche Besserung nach der 5tägigen Initialtherapie aus, ist es unbedingt notwendig einen Arzt aufzusuchen, damit dieser den infektionsauslösenden Erreger bestimmen und eine mögliche spezifische Antibiotikatherapie einleiten kann. Während einer Antibiotikabehandlung kann Angocin Anti-Infekt N weiter eingenommen werden, das das Arzneimittel wegen seiner antimikrobiellen Eigenschaften und seiner positiven Wirkung auf das Immunsystem die Behandlung unterstützt.

Überdosierung
Bisher sind keine Vergiftungen infolge einer Überdosierung bekannt geworden.

Einnahme vergessen bzw. zu wenig eingenommen
Wurde die Anwendung von Angocin Anti-Infekt N vergessen oder es wurde zu wenig eingenommen, ist beim nächsten Mal mit der Einnahme wie üblich fortzufahren.

Nebenwirkungen
Gelegentlich können Magen- und Darmbeschwerden bei besonders empfindlichen Personen auftreten. Beim Auftreten dieser Nebenwirkungen ist die Dosis von Angocin Anti-Infekt N zu verringern. Zur besseren Verträglichkeit können die Filmtabletten auch mit Milch eingenommen werden. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Talcid Kautabletten

Talcid Kautabletten eignen sich zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll: Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni) sowie Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden.

Wirkstoff: Hydrotalcit, 500 mg

Gegenanzeigen
Bei Vorliegen einer eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30ml/min) dürfen Talcid Kautabletten nur bei kontinuierlicher Überprüfung des Magnesium- und Aluminium-Serumspiegels angewendet werden. Talcid Kautabletten dürfen bei erniedrigter Phosphatkonzentration im Blut (Hypophosphatämie), erst nach erfolgter Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
In der Schwangerschaft soll das Arzneimittel nur über einen kurzen Zeitraum angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden. Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über. Da nur sehr geringe Mengen aufgenommen werden, ist von einem Risiko für das Neugeborene nicht auszugehen. Berichte über schädliche Wirkungen des Wirkstoffs Hydrotalcit in der Schwangerschaft und Stillzeit sind nicht bekannt. Bisher liegen aber keine spezifischen Untersuchungen an Kindern vor, deren Mütter Hydrotalcit in der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen haben.

Kinder
Das Arzneimittel eignet sich nicht zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise
Magenbeschwerden, welche über einen längeren Zeitraum andauern und wiederkehren, können Anzeichen einer ernstzunehmenden Erkrankung (z.B. Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür) sein. Daher sollte eine Anwendung mit Talcid ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage andauern. Ein Arzt ist sofort aufzusuchen, beim Auftreten von Teestuhl, Blutbeimengungen im Stuhl oder Erbrechen von Blut. Kontinuierliche Kontrollen der Aluminumspiegel sind bei Gebrauch von Talcid Kautabletten über einen längeren Zeitraum notwendig. Dabei sollen 40 μg/l nicht überschritten werden. Bei Anwendung des Arzneimittels von Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion und chronischer Einnahme hoher Dosen, besteht die Möglichkeit der Erhöhung des Magnesiumspiegels sowie eines Anstieges der Serum-Aluminiumspiegel. Bei Einnahme hoher Dosen über einen längeren Zeitraum und phosphatarmer Ernährung (z.B. bei Fehl- oder Mangelernährung), kann es zur Phosphatverarmung mit dem Risiko eines mangelhaften Einbaus von Mineralstoffen in das Eiweißknochengrundgerüst (Osteomalazie) kommen. Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion, sollten daher eine Anwendung über einen längeren Zeitraum vermeiden.

Wechselwirkungen
Talcid Kautabletten können die Aufnahme und damit auch die Wirksamkeit von anderen Arzneimitteln vermindern. Besonders relevant ist dies bei einigen Antibiotika (z.B. Tetracyclinen und Chinolonderivaten wie Ciprofloxacin, Ofloxacin und Norfloxacin) und bei Arzneimitteln, die die Herzkraft steigern (herzwirksame Glycoside). Ebenso ist auf eine eventuelle  Beeinflussung der Löslichkeit von Medikamenten, die mit dem Urin ausgeschieden werden, wie z. B. Salicylat oder Chinidin, zu achten. Aus diesem Grund sollte die Einnahme anderer Arzneimittel generell 1 bis 2 Stunden vor oder nach der Einnahme von Talcid Kautabletten stattfinden. Diese  Angaben können auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten.

Einnahme von Talcid Kautabletten mit Genussmitteln, Speisen und Getränke
Es kommt zu einer unerwünschten Steigerung der Aluminiumaufnahme aus dem Darm, bei  gleichzeitiger Einnahme von Talcid Kautabletten und säurehaltigen Getränken (z. B. Obstsäfte, Wein). Die Aluminiumresorption kann ebenso durch Brausetabletten gesteigert werden, da auch sie Fruchtsäuren enthalten.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Jugendliche über 12 Jahre und Erwachsene kauen bei Bedarf mehrmals am Tag 1 bis 2 Kautabletten (entsprechend 500 bis 1000 mg Hydrotalcit).
Die Tagesdosis sollte 12 Kautabletten (entsprechend 6000 mg Hydrotalcit) nicht überschreiten.
Talcid Kautabletten werden mehrmals am Tag zwischen den Mahlzeiten und vor dem Zubettgehen am Abend gekaut. Andere Arzneimittel sollten generell 1 bis 2 Stunden vor oder nach Einnahme von Talcid Kautabletten eingenommen werden. Dazu sind auch die Angaben unter „Wechselwirkungen“ zu beachten.

Damit das Arzneimittel richtig wirken kann, ist die Einnahme nach den Anwendungsvorschriften vorzunehmen.

Dauer der Anwendung
Die Anwendungsdauer ist abhängig von der Art und Schwere sowie dem Verlauf der Erkrankung. Ein Arzt ist aufzusuchen, wenn die Beschwerden unter der Behandlung länger als zwei Wochen bestehen bleiben.

Überdosierung
Bei Anwendung von zu großen Mengen Talcid Kautabletten, sind Vergiftungen durch das Arzneimittel aufgrund der geringen Resorption von Aluminium und Magnesium unwahrscheinlich. Bei einer Überdosierung kann es zu Änderungen des Stuhlverhaltens (z.B. Stuhlerweichung und Zunahme der Stuhlhäufigkeit) kommen. Im Allgemeinen sind hier aber keine therapeutischen Maßnahmen erforderlich.

Anwendung vergessen bzw. zu wenig eingenommen
Zum nächsten Einnahmezeitpunkt sind nicht mehr Kautabletten anzuwenden, die Behandlung ist mit der verordneten Dosis fortzusetzen.

Behandlung unterbrechen bzw. vorzeitig beenden
Der Arzt ist zu kontaktieren, bevor eigenmächtig die Behandlung mit Talcid Kautabletten unterbrochen oder vorzeitig beendet (z.B. aufgrund des Auftretens von Nebenwirkungen) wird.

Nebenwirkungen
Bei Anwendung zu großer Mengen kann es zu breiigem Stuhl und erhöhter Stuhlfrequenz kommen.  Derartige Erscheinungen treten unter der empfohlenen Dosierung jedoch selten auf. Die Einnahme von magnesium- und aluminiumhaltigen Medikamenten wie Talcid Kautabletten kann bei stark eingeschränkter Nierenfunktion zu einem erhöhten Magnesiumgehalt des Blutes (Hypermagnesiämie) und einer Erhöhung der Serum-Aluminiumspiegel führen. Bei unzureichender Nierenleistung (Niereninsuffizienz) und bei Einnahme hoher Dosen über einen längeren Zeitraum, kann es zur Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe und zur Phosphatverarmung kommen. Aus diesem Grund sollten bei ungenügender Nierenleistung und langfristiger Einnahme die Aluminiumspiegel kontinuierlich überprüft werden. Beim Auftreten von Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden. Der Arzt ist zu informieren, wenn unter der Behandlung mit Talcid Kautabletten Durchfälle auftreten. In der Regel verbessert ein Verminderung der Dosis die Beschwerden.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.