Lorano gehört zur Gruppe der Antihistaminika und wird zur Behandlung der Beschwerden bei allergisch bedingtem Schnupfen (z.B. Heuschnupfen) und bei chronischer, idiopathischer Urtikaria (Nesselsucht unbekannter Ursache) angewendet.
Wirkstoff: Loratadin
Gegenanzeigen
Lorano Tabletten dürfen bei einer (allergischen) Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile nicht angewendet werden.
Schwangerschaft
Eine fruchtschädigende Wirkung von Loratadin wurde in tierexperimentellen Studien nicht festgestellt. Da die Sicherheit der Anwendung des Wirkstoffs bei Schwangeren nicht erwiesen ist, wird aus diesem Grund von einer Einnahme von Lorano in der Schwangerschaft abgeraten.
Stillzeit
Von einer Einnahme in der Stillzeit wird abgeraten, da der Wirkstoff Loratadin in die Muttermilch übergeht.
In der Schwangerschaft und Stillt gilt: Vor der Anwendung von allen Arzneimitteln ist der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.
Kinder
Bei Kindern unter 2 Jahren sind Wirksamkeit und Sicherheit von Lorano nicht erwiesen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme
Bei Vorliegen einer schweren Leberfunktionsstörung, ist besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lorano erforderlich.
Auch ist besondere Vorsicht bei der Anwendung notwendig, wenn geplant wird, einen Hauttest durchführen zu lassen. In diesem Fall, sollte die Einnahme mindestens 48 Stunden vor dem geplanten Hauttest ausgesetzt werden, da Antihistaminika sonst positive Ergebnisse auf den Hauttest abwenden oder abschwächen können.
Bei Einnahme von Lorano mit anderen Arzneimitteln
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen/angewendet werden bzw. bis vor kurzem eingenommen/angewendet wurden, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt.
Durch die Anwendung des Antihistaminikums Lorano wird die Wirkung von Alkohol nicht verstärkt.
Wechselwirkungen wurden in den durchgeführten klinischen Studien nicht beschrieben.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
In sehr seltenen Fällen kann es bei manchen Personen zu Benommenheit kommen. Ist dies der Fall, kann die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein. Deshalb sollte vor dem Führen von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen, die persönliche Reaktion auf die Einnahme von Lorano abgewartet werden.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile
Lorano Tabletten enthalten Lactose. Deshalb ist das Arzneimittel erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen, wenn bekannt ist, dass eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern vorliegt.
Hinweis für Diabetiker: Eine Tablette enthält weniger als 0,01 BE.
Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene und Kinder über 12 Jahre
nehmen 1-mal am Tag 1 Tablette Lorano (entsprechend 10 mg Loratadin) ein.
- Kinder von 2 bis 12 Jahren mit einem Körpergewicht von über 30 kg
nehmen 1-mal am Tag 1 Tablette Lorano (entsprechend 10 mg Loratadin) ein.
- Kinder von 2 bis 12 Jahren mit einem Körpergewicht von 30 kg oder weniger
nehmen 1-mal am Tag 1/2 Tablette Lorano (entsprechend 5 mg Loratadin) ein.
(Die Wirksamkeit und Sicherheit von Lorano sind bei Kindern unter 2 Jahren nicht erwiesen.)
- Patienten mit schwerer Leberschädigung
Bei Erwachsenen und Kindern mit einem Körpergewicht von mehr als 30 kg wird eine Anfangsdosis von 1 Tablette Lorano (entsprechend 10 mg Loratadin) jeden zweiten Tag empfohlen. Bei Kindern mit einem Körpergewicht von 30 kg oder weniger beträgt die empfohlene Anfangsdosis 1/2 Tablette Lorano (entsprechend 5 mg Loratadin) jeden zweiten Tag.
Die Tablette ist mit genügend Flüssigkeit (vorzugsweise 1 Glas Trinkwasser) einzunehmen. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
Hinweis: Eine Anpassung der Dosis ist bei älteren Patienten oder bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht erforderlich.
Der Arzt oder Apotheker ist zu kontaktieren, wenn der Eindruck besteht, dass die Wirkung von Lorano zu stark oder zu schwach ist.
Überdosierung
Bei Einnahme einer größeren Menge Lorano (Überdosierung) wurden Schläfrigkeit, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie) und Kopfschmerzen beobachtet. Der Arzt oder Apotheker ist zu verständigen, wenn zu viele Tabletten Lorano eingenommen wurden. Eine Überdosierung erfordert die sofortige Einleitung einer an den Beschwerden angepassten und unterstützenden Behandlung, welche so lange wie notwendig fortzuführen ist. Dabei kann in Wasser gelöste Aktivkohle verabreicht werden. Auch kann die Durchführung einer Magenspülung erwogen werden. Der Wirkstoff wird nicht durch eine Blutwäsche (Hämodialyse) beseitigt und es ist nicht bekannt, ob Loratadin durch Peritonealdialyse ausgeschieden wird. Nach Beendigung der Notfallbehandlung ist es erforderlich, dass der Patient weiterhin unter medizinischer Aufsicht bleibt.
Einnahme vergessen
Es ist nicht die doppelte Dosis einzunehmen, wenn die vorherige Einnahme vergessen wurde. Die Tablette ist so bald wie möglich einzunehmen, wenn die rechtzeitige Einnahme vergessen wurde. Anschließend ist wie empfohlen fortzufahren.
Nebenwirkungen
Häufig kann es unter der Anwendung von Lorano zu Nervosität, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schläfrigkeit kommen. Gelegentlich wurde von Schlaflosigkeit und einer Appetitsteigerung berichtet. Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie), Schwindel, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Herzklopfen bzw. Herzrasen (Palpitationen), Übelkeit, Mundtrockenheit, Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Leberfunktionsstörung, Hautausschlag und Haarausfall (Alopezie) auftreten. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.
Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.