Verrukill ratiopharm Warzenspray

Verrukill ratiopharm eignet sich zur Anwendung bei gewöhnlichen Warzen und Fußwarzen – für 12 Anwendungen. Das Mittel zur Warzenentfernung basiert auf der Flüssigstickstoffmethode, zur Vereisung von Warzen.

Inhaltsstoffe: Dimethylether, Propan, Isobutan (nicht umweltschädlich)

Beschreibung
Warzen (Verrucae) sind gutartige Hautwucherungen mit einer rauen, schuppigen Oberfläche. Sie werden durch menschliche Papillomaviren (HPV) hervorgerufen. Da diese Virenart sehr ansteckend ist, leiden viele Menschen unter Warzen. Eine Übertragung der Viren findet durch direkten Kontakt mit der befallenen Hautpartie von einer Person auf eine andere statt. Darüber hinaus kann eine Ansteckung auch durch Kratzen oder Berühren der infizierten Stelle, bei der gleichen Person, von einer Körperstelle auf eine andere erfolgen. Da Warzen äußerst hartnäckig sind und auch oft immer wieder auftreten, müssen sie komplett entfernt werden.

Arten von Warzen
Zu den am häufigsten auftretenden Warzenarten gehören die gewöhnlichen Warzen und die Fußwarzen. Gewöhnliche Warzen sind Hautwucherungen verschiedener Form und Größe mit einer rauen, unebenen Oberfläche. Sie treten hauptsächlich an Händen und Fingern auf, können sich aber auch am gesamten Körper bilden. Dagegen sind Fußwarzen oft erhaben, sie sind aber glatter als die gewöhnlichen Warzen und häufig von Hornhaut bedeckt. Diese Warzen bilden sich auf der Fußsohle, den Zehen oder der Ferse. Der Druck des Körpergewichts flacht die Warze zusätzlich ab, wodurch diese in die Haut gedrückt wird und unangenehme Druckschmerzen entstehen können.

Wirkungsweise
Verrukill ratiopharm ist eine Kältebehandlung, die unmittelbar an der infizierten Stelle angewendet wird und die Warze bis zur Wurzel einige Sekunden vereist. Dabei verfärbt sich die behandelte Hautpartie weiß und es kann kurzfristig leicht brennen, was eine normale Reaktion ist. Anschließend bildet sich eine kleine nicht sichtbare Blase an der Wurzel der Warze, wodurch das Ablösen der Warze erleichtert wird. Nach etwa 10 bis 14 Tagen fällt die Warze von alleine ab und es bildet sich neue, gesunde Haut.

Gegenanzeigen
Verrukill ratiopharm darf nicht angewendet werden von Kindern unter vier Jahren. Ebenso ist das Warzenmittel nicht zur Behandlung von Diabetikern oder Personen mit Kreislauferkrankungen geeignet. Bei einer bestehenden Kreislauferkrankung sollte vor der Behandlung ein Arzt befragt werden. Für schwangere und stillende Frauen ist das Medizinprodukt nicht geeignet. Zur Behandlung von infizierten und entzündeten Hautstellen ist Verrukill ratiopharm ebenfalls nicht geeignet. Bestehen Zweifel über die Art der zu behandelnden Hautveränderung, sollte vor der
Behandlung ein Arzt aufgesucht werden. Es dürfen keine dunkel verfärbten Hautpartien, Muttermale oder auffällig behaarte Hautveränderungen behandeln werden, auch wenn diese Warzen sehr ähnlich sind. Darüber hinaus sind dünne und sehr empfindliche Hautpartien (z.B. Gesicht, Achselhöhlen, Brust, Genitalien, Mund, Lippen, Augen) nicht mit Verrukill ratiopharm zu behandeln. Nicht zusammen mit anderen Produkten zur Entfernung von Warzen verwenden.

Vorsichtsmaßnahmen
Alle Anweisungen sind bei Gebrauch des Medizinproduktes genau einzuhalten. Verrukill ratiopharm eignet sich nur zur äußerlichen Anwendung. Die Finger oder Zehen sind während der Behandlung von gewöhnlichen Warzen am Handrücken oder am Fuß leicht zu bewegen. Liegen die Warzen dicht nebeneinander wird je Anwendung immer nur eine Warze behandelt. Die anderen Warzen können jeweils mit einem Abstand von 2 Wochen behandelt werden. Die Behandlung einer jeden Warze muss mit einem neuen Einweg-Schwämmchen erfolgen. Gebrauchte Schwämmchen dürfen auf keinen Fall ein zweites Mal verwendet werden. Die Schwämmchen sind nicht mit bloßen Händen anzufassen, da es sonst zu einer erneuten Infektion der Haut mit dem Warzenvirus kommen kann. Die gleiche Warze ist auf keinen Fall mehr als 4-mal mit Verrukill ratiopharm zu behandeln.

Grundsätzlich gilt: Vor der Anwendung von Verrukill ratiopharm ist ein Arzt aufzusuchen, wenn Zweifel bestehen, ob es sich bei der Hautwucherung wirklich um eine Warze handelt.

Dauer der Behandlung
Die Behandlungsdauer ist abhängig von der Größe und der befallenen Hautregion. Wurde das Schwämmchen mit der Vereisungsflüssigkeit benetzt, ist das Schwämmchen minimum 10 und maximum 20 Sekunden lang auf die Mitte der Warze zu drücken. Bei hartnäckigen Fußwarzen, mit einer dicken Hornhaut, sowie bei Warzen im Bereich der Zehen oder des Fußgewölbes ist das  Schwämmchen 20 Sekunden lang aufzudrücken. Befindet sich die Warze an einer anderen Stelle der Fußsohle kann das Schwämmchen maximal 40 Sekunden auf die Warze gedrückt werden. Genaue Angaben zur Bestimmung der empfohlenen Behandlungsdauer siehe Packungsbeilage.

Behandlung für die jeweilige Warzenart
Im Normalfall lassen sich gewöhnliche Warzen mit nur einer Anwendung entfernen. Falls erforderlich kann die Behandlung nach 2 Wochen erneut vorgenommen werden. Ein Arzt ist aufzusuchen, wenn sich die Warze auch mit einer vierten Behandlung nicht entfernen lässt. Da Fußwarzen normalerweise beständiger sind, muss die Behandlung unter Umständen 3- bis 4-mal im Abstand von jeweils 2 Wochen wiederholt werden. Lässt sich die Warze auch mit einer 4. Behandlung nicht entfernen, ist ein Arzt aufzusuchen. Befinden sich Warzen unmittelbar nebeneinander, sollte im Abstand von jeweils 2 Wochen jede Warze einzeln behandelt werden.

Nach der Behandlung
Die Haut an der behandelten Stelle wird nach der Behandlung erst weiß und dann rötlich. Die Kältebehandlung ist mit einem leichten schmerzhaften Brennen verbunden, das allmählich wieder abklingt. Danach ist das behandelte Hautareal empfindlich und mit einem leichten Juckreiz verbunden. Dies ist eine normale Folgeerscheinung im Rahmen des Abheilungsprozesses. Zusätzlich kann sich einige Zeit nach der Behandlung eine kleine unsichtbare Blase bilden. Nach der Behandlung fällt die Warze in der Regel nach etwa 10 bis 14 Tage von alleine ab und es bildet sich neue, gesunde Haut.

Hinweis
Die mit Verrukill ratiopharm behandelte Hautstelle ist sauber zu halten. Da die Warze von alleine abfällt, sollte sie nicht angestochen, abgeschnitten oder abgekratzt werden. Nach der Behandlung ist eine normale Körperhygiene mit baden, duschen und waschen möglich. Ein Arzt ist zu kontaktieren, wenn eine Entzündung oder andere Komplikationen auftreten.

Nebenwirkungen
Unter der Anwendung von Verrukill ratiopharm (Kältebehandlung) kann ein vorübergehender Pigmentverlust der Haut auftreten. Mit der Zeit nimmt die Haut ihr normales Aussehen wieder an. Bei nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch des Medizinproduktes und Nichtbeachtung der in der Packungsbeilage angegebenen Anweisungen kann dies eine tiefe Vereisung zur Folge haben. Dadurch wird wiederum die Entstehung von Narben und die Schädigung der darunter befindlichen  Nerven begünstigt. Ebenso kann eine zu starke Vereisung das Gewebe um die Warze herum schädigen. Bei gewöhnlichen Warzen darf das Schwämmchen nur für maximal 20 Sekunden auf die Warze gedrückt werden. Bei Fußwarzen (außer an den Zehen und dem Fußgewölbe) darf das Einmal-Schwämmchen nicht länger als 40 Sekunden auf diese gedrückt werden. Die korrekte Dauer der Behandlung von Verrukill ratiopharm bei den verschiedenen Warzenarten ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Vor der Anwendung sind die Anweisungen in der Packungsbeilage sorgfältig durchzulesen. Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Movicol Pulver

Movicol-Beutel-PulverMovicol gehört zur Gruppe der Abführmittel und wird bei chronischer Verstopfung angewendet.

Arzneilich wirksame Bestandteile: Macrogol (Polyethylenglykol) 3350, Natriumchlorid, Natriumhydrogencarbonat, Kaliumchlorid

Gegenanzeigen
Movicol Beutel Pulver darf nicht angewendet werden bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen einen der arzneilich wirksamen Bestandteile oder Hilfsstoffe. Eine Anwendung darf auch nicht erfolgen, bei  einer Darmverengung oder einem Darmverschluss, Gefahr eines Darmdurchbruches (Perforation) und schweren entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, toxisches Megakolon).

Schwangerschaft und Stillzeit
Da keine Erfahrungen hinsichtlich der Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit bestehen, darf Movicol nur angewendet werden, wenn es der Arzt für notwendig hält.

Kindern
Zur Anwendung bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise
Beim Auftreten von Symptomen, welche auf eine Verschiebung des Flüssigkeit- und Elektrolythaushaltes hindeuten, wie z.B. Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), Atemnot, vermehrte Müdigkeit, Abnahme der Körperflüssigkeit (Dehydratation), Herzversagen, sollte die Einnahme von Movicol sofort beendet werden. Zusätzlich sind Elektrolytmessungen durchzuführen  und bei Abweichungen entsprechende Gegenmaßnahmen vorzunehmen.

Wechselwirkungen
Über Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln liegen keine klinischen Berichte  vor. Dennoch steigert der arzneilich wirksame Bestandteil Macrogol die Löslichkeit von Stoffen, die in Alkohol löslich und in Wasser bedingt unlöslich sind. Aus diesem Grund besteht die theoretische Möglichkeit, dass die Aufnahme solcher Arzneistoffe zeitweise gemindert werden kann.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Abhängig von den individuellen Erfordernissen und der Schwere der Verstopfung, nehmen Erwachsene, Jugendliche und ältere Patienten 1 bis 3-mal am Tag 1 Beutel ein.
(In der Anwendung über einen längeren Zeitraum kann die Dosis auf 1 bis 2-mal am Tag 1 Beutel reduziert werden.)
- Die Anwendung von Movicol für Kinder (unter 12 Jahren) wird nicht empfohlen.
- Dosisänderungen bei Patienten mit Funktionsstörung der Niere (Niereninsuffizienz) sind nicht notwendig.
Der Inhalt (Pulver) des Beutels ist in ein Glas Wasser (125 ml) zu geben. Anschließend ist die Flüssigkeit solange umzurühren, bis eine klare Lösung entsteht. Die Trinklösung kann dann getrunken werden.

Die Anwendungsvorschriften sind einzuhalten, da Movicol sonst nicht richtig wirken kann.

Anwendungsdauer
Der Behandlungszeitraum sollte im Normalfall 2 Wochen nicht überschreiten. Bei bestehender Notwendigkeit kann das Abführmittel jedoch wiederholt eingesetzt werden. Der andauernde Gebrauch wird, wie bei allen Abführmitteln, nicht empfohlen. Eine Anwendung über einen längeren Zeitraum kann aber bei schwerer andauernder und auf bisherige Therapieversuche nicht ansprechende Verstopfung erforderlich sein. Dies ist auch der Fall bei Verstopfung, die durch einzelne chronische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose, Morbus Parkinson) oder durch bestimmte verstopfungs-fördernde Medikamente, im Besonderen durch ausgewählte Schmerzmittel (Opioide) und andere Arzneimittel (wie Anticholinergika), verursacht wird.

Überdosierung
Bei Einnahme einer zu großen Menge Movicol und starken Schmerzen, Aufblähungen oder schweren Durchfällen, ist ein Arzt aufzusuchen.

Nebenwirkungen
Gelegentlich kann es unter der Anwendung von Movicol Pulver zu Aufblähungen und Bauchschmerzen, vermehrten Darmgeräuschen und Übelkeit kommen. Besonders zu Beginn der Einnahme des Abführmittels kann ein leichter Durchfall auftreten. In einzelnen Fällen besteht die Möglichkeit von (allergischen) Überempfindlichkeitsreaktionen. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen beobachtet werden, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.