Rinupret Nasenspray

Rinupret Pflege-Nasenspray eignet sich zur Reinigung und Spülung der Nasenschleimhaut.

Begleitende Behandlungsmaßnahme bei Entzündungen der Nasenschleimhaut, verbunden mit verstopfter Nase und/oder Schnupfen.

Das Medizinprodukt enthält: Hypertone Meersalzlösung, Aloe vera, Eukalyptusöl

Gegenanzeigen
Rinupret Pflege-Nasenspray darf nicht angewendet werden bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Eukalyptusöl, Aloe vera oder einen der sonstigen Bestandteile. Eine Anwendung darf ebenso nicht erfolgen, bei Atemwegserkrankungen, die mit einer starken Überempfindlichkeit der Atemwege verbunden sind (Pseudokrupp, Asthma bronchiale, Keuchhusten).

Schwangerschaft und Stillzeit
Rinupret soll in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.

Kinder
Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte das Medizinprodukt nicht angewendet werden.

Hinweis
Das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen und eine Verstärkung von Bronchospasmen (Krampf der Bronchialmuskeln) sind möglich.

Dosierung
In Abhängigkeit vom Bedarf ist Rinupret mehrmals am Tag mit 1 bis 2 Sprühstößen in jedes Nasenloch zu verabreichen.

Anwendungshinweis
Nachdem die Verschlusskappe entfernt wurde, ist der weiße Aufsatz solange herunterzudrücken, bis der erste Sprühstoß erfolgt. Anschließend die Sprühöffnung in ein Nasenloch einführen und pumpen. Die Flasche ist dabei senkrecht zu halten und der Kopf darf nicht nach hinten gebeugt werden. Während des Sprühvorganges leicht durch die Nase einatmen.

Anwendungsdauer
Rinupret Pflege-Nasenspray kann bei Bedarf über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Bei Fragen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Zusatzinformation
Das Spülen der Nase mit Salzspülungen und die Inhalation von Meersalz haben sich als bewährte Maßnahmen für die Atemwege erwiesen. Rinupret Nasenspray unterstützt die Reinigungsfunktion der Nase, löst unangenehme Krusten und fördert, die Entfernung von verfestigtem Nasensekret.

Entzündliche Vorgänge in der Nase (z.B. Schnupfen), die zum Anschwellen der Nasenschleimhäute führen, sind eine Folge der verstärkten Einlagerung von wässriger Flüssigkeit in den Schleimhäuten. Durch die erhöhte Konzentration von Meersalz in Rhinupret, wird der Nasenschleimhaut das überschüssige Wasser entzogen. Mit dem Ergebnis, dass die Nasenschleimhäute abschwellen und eine freie Atmung ermöglicht wird. Darüber hinaus löst das aus der Schleimhaut abfließende überschüssige Wasser, die Verkrustungen und das verdickte Sekret.

Zusätzlich ist das in Rinupret Pflege-Nasenspray enthaltene Aloe vera ein ideales Feuchthaltemittel und unterstützt den Heilungsprozess bei Entzündungen. Dagegen verfügt das Eukalyptusöl über belebende und erfrischende Eigenschaften. Es bewahrt die empfindlichen Nasenschleimhäute vor dem Austrocknen und erhöhten Belastungen, durch z.B. trockene Raumluft, kalte Luft im Winter oder sommerlich hohe Ozonwerte.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Limptar N Filmtabletten

Limptar N ist ein muskelentkrampfendes Mittel zur Verhütung und Behandlung nächtlicher Wadenkrämpfe.

Wirkstoff: Chininsulfat

Gegenanzeigen
Limptar N darf bei einer allergischen Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Chinin oder einen der sonstigen Bestandteile nicht eingenommen werden. Auch darf eine Anwendung nicht in der Schwangerschaft erfolgen. Beim Vorliegen einer angeborenen oder erworbenen Herzrhythmusstörung, vor allem wenn diese mit einem verringerten Herzschlag verbunden ist oder, wenn andere Arzneimittel eingenommen werden müssen, die die Entstehung von Herzrhythmusstörungen fördern können, darf das muskelentkrampfende Mittel nicht zur Anwendung kommen. Darüber hinaus darf Limptar N nicht bei den sehr seltenen Erkrankungen Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel (Symptom: hämolytische Anämie) und Myasthenia gravis (Muskelschwäche) angewendet werden. Eine Einnahme darf bei bekannten Ohrgeräuschen (Klingen in den Ohren; Tinnitus) und Vorschädigungen des Sehnervs nicht erfolgen. Entsprechende EKG-Kontrollen und möglicherweise Blutuntersuchungen sind vorzunehmen, bei Störungen des Salzhaushaltes (z.B. Reduzierung von Kalium im Blut) u.a. durch Erbrechen, Durchfall oder Medikamente. Dies gilt auch bei Veränderungen der anderen eingenommenen Arzneimittel. Eine Untersuchung sollte auch dann erfolgen, wenn es unter der Behandlung mit Limptar N zum Auftreten von Herzstolpern, Schwindel oder Ohnmachtzuständen kommt, da dies Zeichen für Herzrhythmusstörungen sein können.

Schwangerschaft
In hohen Dosen kann der Wirkstoff von Limptar N schwerwiegende Schädigungen des Ungeborenen verursachen, wenn es während der Schwangerschaft eingenommen wird. Daher darf das Arzneimittel nicht während der Schwangerschaft angewendet werden.

Stillzeit
Limptar N ist während der Stillzeit nicht einzunehmen, da der Wirkstoff Chinin in die Muttermilch übergeht.

Grundsätzlich gilt: Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist vor der Einnahme bzw. Anwendung von allen Arzneimitteln der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Einnahme von Limptar N Filmtabletten mit anderen Arzneimitteln
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen/angewendet bzw. bis vor kurzem eingenommen/angewendet wurden, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt.
Der Wirkstoff kann die Wirkung von Digitalis-Präparaten, muskelentspannenden Arzneimitteln (Muskelrelaxanzien) und Blutgerinnungshemmern (Antikoagulanzien) verstärken. Al- und Mg-haltige Arzneimittel zur Neutralisation der Magensäure (Antazida) können die Chinin-Aufnahme  verringern, mit anderen Chinin-haltigen Arzneimitteln (Antimalariamedikamenten, Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) kann es zur gegenseitigen Wirkungsverstärkung kommen. Darüber hinaus können harnalkalisierende Mittel die Chinin-Ausscheidung verzögern.

Mit Limptar N dürfen andere Arzneimittel, die von sich aus häufiger zu unerwünschten Herzrhythmusstörungen führen können, nicht eingenommen werden. Dies betrifft ausgewählte Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klasse Ia und III) sowie zur Behandlung psychischer Erkrankungen (Neuroleptika, tri- und tetrazyklische Antidepressiva). Ebenso gehören auch bestimmte Antibiotika (einige Makrolid-Antibiotika, Fluorchinolone, Imidazol-Antimykotika), verschiedene Antimalariamittel, verschiedene Arzneimittel zur Chemotherapie bei Tumorerkrankungen (z.B. Arsentrioxid), verschiedene Arzneimittel zur Behandlung von allergischen Erkrankungen (einige nicht-sedierende Antihistaminika, wie z.B. Terfenadin, Ebastin) und einige starke Schmerzmittel vom Opioidtyp (z.B. Methadon) dazu.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Beim Bedienen von Maschinen und dem Führen von Kraftfahrzeugen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Bei leichten Beschwerden nehmen Patienten 1 Filmtablette am Tag ein.
- Bei einem mittleren bis schweren Beschwerdebild werden 2 Filmtabletten am Tag eingenommen.
Beim Vorliegen von leichten Beschwerden, ist eine Filmtablette unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (ein Glas Trinkwasser) nach dem Abendessen einzunehmen.  Beim Vorliegen eines mittleren bis schweren Beschwerdebildes, ist eine Filmtablette nach dem Abendessen und eine Filmtablette vor dem Zubettgehen unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen.

Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer bei leichten Beschwerden kann in Abhängigkeit vom Beschwerdebild etwa 2 bis 3 Wochen betragen. Dagegen sollte die Einnahme bei einem mittleren bis schweren Beschwerdebild über einen Zeitraum von etwa 14 Tagen erfolgen. Danach kann versucht werden, die Dosis auf eine Filmtablette am Tag zu mindern. Die Behandlung kann noch 2 bis 3 Wochen fortgeführt werden.

Dosisreduktion bzw. Einnahme beendet
Kommt es nach einer Dosisverringerung oder Absetzen des Präparates zu einer Verschlimmerung des Beschwerdebildes, was speziell bei Patienten auftreten kann, bei denen sich die Ursache der nächtlichen Wadenkrämpfe nicht oder nur schwer beheben lässt, kann entweder die Dosis erhöht oder die Dauer der Behandlung mit Limptar N über längere Zeiträume hindurch weitergeführt werden.

Hinweis: Der Wirkstoff Chinin kann zur Behandlung von Wadenkrämpfen bei Dialysepatienten eingenommen werden. Die Dosierung entspricht der vorher aufgeführten.

Überdosierung
Bei Einnahme einer größeren Menge Limptar N, als vorgegeben, ist das Arzneimittel nicht weiter einzunehmen und ein Arzt ist aufzusuchen.

Einnahme vergessen
Wurde die vorherige Anwendung des muskelentkrampfenden Mittels vergessen, ist nicht die doppelte Dosis einzunehmen.

Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn der Eindruck besteht, dass die Wirkung von Limptar N zu stark oder zu schwach ist.

Nebenwirkungen
Unter der Behandlung mit Limptar N kann es durch die Einnahme des Wirkstoffs Chinin sehr selten zu Magen-Darm-Störungen mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen kommen. In Einzelfällen kann der Wirkstoff Ohrensausen, Schwindel und Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Hautreaktionen (Juckreiz, Hautausschläge), Arzneimittelfieber, zum Teil mit Blutbildveränderungen, Atemnot (Bronchospasmen) und Funktionsstörungen der Leber verursachen. Darüber hinaus wurde in sehr selten Fällen vom Auftreten kleinster Blutungen (thrombozytopenische Purpura) mit Blutergüssen oder Petechien (punktuelle, stecknadelkopfgroße  Blutungen) berichtet. Dies deutet auf eine äußerst allergische Empfindlichkeit auf den Wirkstoff Chinin (welches auch für chininhaltige Lebensmittel gilt) hin, die von der ursprünglichen  Chinindosis unabhängig ist. Dies kann wiederum in extrem seltenen Fällen mit disseminierter (über den ganzen Körper oder bestimmte Körperregionen verteilt) intravaskulärer (in einem Blut- oder Lymphgefäß) Gerinnung (DIC, Gerinnungsstörung) oder Nierenversagen einhergehen. Nach Beendigung der Behandlung mit Chinin bilden sich die Blutergüsse wieder zurück. Bei Klingen in den Ohren, bei Auftreten von Hör- und Sehstörungen sowie Hautausschlag, ist Limptar N nicht weiter einzunehmen. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen bemerkt werden, die nicht in der Gebrauchsinformation aufgeführt sind.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.