Lorano Tabletten

loranoLorano gehört zur Gruppe der Antihistaminika und wird zur Behandlung der Beschwerden bei allergisch bedingtem Schnupfen (z.B. Heuschnupfen) und bei chronischer, idiopathischer Urtikaria (Nesselsucht unbekannter Ursache) angewendet.

Wirkstoff: Loratadin

Gegenanzeigen
Lorano Tabletten dürfen bei einer (allergischen) Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile nicht angewendet werden.

Schwangerschaft
Eine fruchtschädigende Wirkung von Loratadin wurde in tierexperimentellen Studien nicht festgestellt. Da die Sicherheit der Anwendung des Wirkstoffs bei Schwangeren nicht erwiesen ist, wird aus diesem Grund von einer Einnahme von Lorano in der Schwangerschaft abgeraten.

Stillzeit
Von einer Einnahme in der Stillzeit wird abgeraten, da der Wirkstoff Loratadin in die Muttermilch übergeht.

In der Schwangerschaft und Stillt gilt: Vor der Anwendung von allen Arzneimitteln ist der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Kinder
Bei Kindern unter 2 Jahren sind Wirksamkeit und Sicherheit von Lorano nicht erwiesen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme
Bei Vorliegen einer schweren Leberfunktionsstörung, ist besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lorano erforderlich.
Auch ist besondere Vorsicht bei der Anwendung notwendig, wenn geplant wird, einen Hauttest durchführen zu lassen. In diesem Fall, sollte die Einnahme mindestens 48 Stunden vor dem geplanten Hauttest ausgesetzt werden, da Antihistaminika sonst positive Ergebnisse auf den Hauttest abwenden oder abschwächen können.

Bei Einnahme von Lorano mit anderen Arzneimitteln
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen/angewendet werden bzw. bis vor kurzem eingenommen/angewendet wurden, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt.
Durch die Anwendung des Antihistaminikums Lorano wird die Wirkung von Alkohol nicht verstärkt.
Wechselwirkungen wurden in den durchgeführten klinischen Studien nicht beschrieben.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
In sehr seltenen Fällen kann es bei manchen Personen zu Benommenheit kommen. Ist dies der Fall, kann die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein. Deshalb sollte vor dem Führen von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen, die persönliche Reaktion auf die Einnahme von Lorano abgewartet werden.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile
Lorano Tabletten enthalten Lactose. Deshalb ist das Arzneimittel erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen, wenn bekannt ist, dass eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern vorliegt.

Hinweis für Diabetiker: Eine Tablette enthält weniger als 0,01 BE.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene und Kinder über 12 Jahre
nehmen 1-mal am Tag 1 Tablette Lorano (entsprechend 10 mg Loratadin) ein.
- Kinder von 2 bis 12 Jahren mit einem Körpergewicht von über 30 kg
nehmen 1-mal am Tag 1 Tablette Lorano (entsprechend 10 mg Loratadin) ein.
-  Kinder von 2 bis 12 Jahren mit einem Körpergewicht von 30 kg oder weniger
nehmen 1-mal am Tag 1/2 Tablette Lorano (entsprechend 5 mg Loratadin) ein.
(Die Wirksamkeit und Sicherheit von Lorano sind bei Kindern unter 2 Jahren nicht erwiesen.)
- Patienten mit schwerer Leberschädigung
Bei Erwachsenen und Kindern mit einem Körpergewicht von mehr als 30 kg wird eine Anfangsdosis von 1 Tablette Lorano (entsprechend 10 mg Loratadin) jeden zweiten Tag empfohlen. Bei Kindern mit einem Körpergewicht von 30 kg oder weniger beträgt die empfohlene Anfangsdosis 1/2 Tablette Lorano (entsprechend 5 mg Loratadin) jeden zweiten Tag.

Die Tablette ist mit genügend Flüssigkeit (vorzugsweise 1 Glas Trinkwasser) einzunehmen. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Hinweis: Eine Anpassung der Dosis ist bei älteren Patienten oder bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht erforderlich.

Der Arzt oder Apotheker ist zu kontaktieren, wenn der Eindruck besteht, dass die Wirkung von Lorano zu stark oder zu schwach ist.

Überdosierung
Bei Einnahme einer größeren Menge Lorano (Überdosierung) wurden Schläfrigkeit, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie) und Kopfschmerzen beobachtet. Der Arzt oder Apotheker ist zu verständigen, wenn zu viele Tabletten Lorano eingenommen wurden. Eine Überdosierung erfordert die sofortige Einleitung einer an den Beschwerden angepassten und unterstützenden Behandlung, welche so lange wie notwendig fortzuführen ist. Dabei kann in Wasser gelöste Aktivkohle verabreicht werden. Auch kann die Durchführung einer Magenspülung erwogen werden. Der Wirkstoff wird nicht durch eine Blutwäsche (Hämodialyse) beseitigt und es ist nicht bekannt, ob Loratadin durch Peritonealdialyse ausgeschieden wird. Nach Beendigung der Notfallbehandlung ist es erforderlich, dass der Patient weiterhin unter medizinischer Aufsicht bleibt.

Einnahme vergessen
Es ist nicht die doppelte Dosis einzunehmen, wenn die vorherige Einnahme vergessen wurde. Die Tablette ist so bald wie möglich einzunehmen, wenn die rechtzeitige Einnahme vergessen wurde. Anschließend ist wie empfohlen fortzufahren.

Nebenwirkungen
Häufig kann es unter der Anwendung von Lorano zu Nervosität, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schläfrigkeit kommen. Gelegentlich wurde von Schlaflosigkeit und einer Appetitsteigerung berichtet. Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie), Schwindel, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Herzklopfen bzw. Herzrasen (Palpitationen), Übelkeit, Mundtrockenheit, Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Leberfunktionsstörung,  Hautausschlag und Haarausfall (Alopezie) auftreten. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt oder  Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Livocab direkt Kombi

Livocab direkt Kombi ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Beschwerden bei allergisch ausgelösten Bindehautentzündungen (z. B. Heuschnupfen oder dem so genannten Frühlingskatarrh – Augentropfen) bzw. von allergischem Schnupfen (z. B. Heuschnupfen – Nasenspray).

Wirkstoff: Levocabastin (vorliegend als Levocabastinhydrochlorid)

Gegenanzeigen
Bei einer Überempfindlichkeit (allergisch) gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile darf Livocab direkt Kombi nicht angewendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Schädliche Wirkungen für die Entwicklung des Embryos oder Feten haben sich bei Untersuchungen an Tieren nicht ergeben. Erfahrungen beim Menschen liegen jedoch nicht vor. Aus diesem Grund sollte Livocab direkt Kombi in der Schwangerschaft erst nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Während des ersten Schwangerschaftsdrittels sollte Livocab direkt Kombi nicht verwendet werden. Falls der behandelnde Arzt nichts anderes rät, kann Livocab direkt Kombi in der Stillzeit angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
In einzelnen Fällen wurde bei Anwendung des Nasensprays von Livocab direkt Kombi über Beschwerden wie Erschöpfung, Abgeschlagenheit, Mattigkeit, Schwäche- oder Schwindelgefühl berichtet. Diese können auch durch die allergischen Beschwerden selbst bedingt sein. In diesen Fällen kann die Fähigkeit zum Fahren von Kraftfahrzeugen und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein. Ebenso gilt: Alkohol kann die Verkehrsfähigkeit noch weiter verschlechtern.

Informationen über bestimmte Bestandteile
Livocab direkt Kombi Augentropfen: Benzalkoniumchlorid kann weiche Kontaktlinsen verfärben. Daher sind die Kontaktlinsen vor dem Eintropfen herauszunehmen. Diese sind erst 20 Minuten nach dem Eintropfen wieder einzusetzen.
Livocab direkt Kombi Nasenspray: Benzalkoniumchlorid kann, insbesondere bei längerer Anwendung, ein Anschwellen der Nasenschleimhaut zur Folge haben. Bei einer entsprechenden Vermutung (anhaltend verstopfte Nase), sollte ein Arzneimittel zur Anwendung in der Nase ohne Konservierungsstoff genutzt werden. Wenn dies nicht möglich ist, sollte eine andere Arzneiform verwendet werden.

Wechselwirkungen
Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Augentropfen
Kinder ab dem ersten Lebensjahr:
Die Einzeldosis beträgt 1 Tropfen, die normale Tagesdosis 2 Tropfen und die maximale Tagesdosis 4 Tropfen für jedes Auge.
Jugendliche und Erwachsene:
Die Einzeldosis beträgt 1 Tropfen, die normale Tagesdosis 2 Tropfen und die maximale Tagesdosis 4 Tropfen für jedes Auge.
- Nasenspray
Kinder ab dem ersten Lebensjahr:
Die Einzeldosis beträgt 2 Sprühstöße, die normale Tagesdosis 4 Sprühstöße und die maximale Tagesdosis 8 Sprühstöße für jedes Nasenloch.
Jugendliche und Erwachsene:
Die Einzeldosis beträgt 2 Sprühstöße, die normale Tagesdosis 4 Sprühstöße und die maximale Tagesdosis 8 Sprühstöße für jedes Nasenloch.

Die Zeitspanne zwischen zwei Anwendungen wird durch die Wirkung von Livocab direkt Kombi bestimmt. Bei den ersten Aneichen einer allergischen Reizung der Bindehaut bzw. bei den ersten Aneichen eines allergischen Schnupfens, ist Livocab direkt Kombi zu verwenden. Dadurch werden die besten Behandlungsergebnisse erreicht.

Liegt eine Funktionsstörung der Nieren vor, sollte die Dosis des Nasensprays halbiert werden, da der Wirkstoff vorwiegend über die Niere ausgeschieden wird.

Reicht die empfohlene Dosierung nicht aus, ist der Arzt zu kontaktieren. Die Anwendungsdauer ist abhängig von der Art, Dauer und dem Verlauf der Beschwerden. Eine zeitliche Beschränkung muss nicht berücksichtigt werden. Der Arzt oder Apotheker ist zu benachrichtigen, wenn der Eindruck besteht, dass die Wirkung von Livocab direkt Kombi entweder zu stark oder zu schwach ist.

Nebenwirkungen
Vorübergehend kann es gelegentlich zu einer leichten Reizung der Augen bzw. zu leichtem Brennen der Nasenschleimhaut kommen. In seltenen Fällen können Reaktionen einer (allergischen) Überempfindlichkeit auftreten. Der Arzt ist in diesen Fällen aufsuchen. In einzelnen Fällen wurden bei der Anwendung des Nasensprays von Beschwerden wie Mattigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Schwäche- oder Schwindelgefühl berichtet. Diese können allerdings durch die allergischen Beschwerden selbst bedingt sein. Der Arzt oder Apotheker ist zu benachrichtigen, wenn Nebenwirkungen bemerkt werden, die nicht in der Packungsbeilage angegeben sind.

Hinweise
Die Augentropfen von Livocab direkt Kombi können auch bei einem grünen Star (Glaukom) angewendet werden.
Zu den charakteristischen Beschwerden einer allergischen Entzündung der Bindehaut gehören: Rötung der Augen, Tränenfluss, Juckreiz, Schwellungen der Bindehaut und Augenlider.
Zu den charakteristischen Beschwerden eines allergischen Schnupfens gehören: Juckreiz, verstopfte Nase (Beeinträchtigung der Nasenatmung, laufende Nase – klare Flüssigkeit kommt aus der Nase).
Verschlechtert sich das Krankheitsbild oder eine Besserung nach 2 Tagen tritt nicht ein, ist es erforderlich einen Arzt aufzusuchen.

Der Apotheker ist zu Fragen, wenn weitere Informationen oder Ratschläge zu Livocab kombi Direkt benötigt werden.

Reactine duo Antiallergikum

Reactine duo Retardtabletten werden angewendet zur symptomatischen Behandlung der allergischen Rhinitis (allergischer Schnupfen), wenn diese mit Verstopfung der Nase einhergeht.

Wirkstoff: Cetirizindihydrochlorid, Pseudoephedrin

Gegenanzeigen
Reactine duo darf nicht eingenommen werden bei (allergischer) Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe oder einem der sonstigen Bestandteile sowie gegen adrenerge Substanzen. Eine Anwendung von Reactine duo darf auch nicht erfolgen, bei: gleichzeitiger Therapie mit Monoaminoxidase (MAO)-Hemmern, oder in den 14 Tagen nach dem Ende einer derartigen Behandlung; erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom, okuläre Hypertension); Harnverhalten; schweren Nierenerkrankungen; Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. ischämische Herzkrankheiten); Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose); Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien) und schwerem Bluthochdruck; Schlaganfall mit Hirnblutung (hämorrhagischem Schlaganfall) in der Vorgeschichte oder mit Risikofaktoren, die das Risiko eines hämmorrhagischen Schlaganfalls steigern können aufgrund der alpha-mimetischen Aktivität des Vasokonstriktors (Mittel zur Verengung von Blutgefäßen), in Verbindung mit Vasokonstriktoren wie Bromocriptin, Lisurid, Pergolid, Cabergolin, Ergotamin, Dihydroergotamin oder jeder anderen Substanz, die zum Abschwellen der Nasenschleimhäute angewendet wird (z. B. Phenylephrin, Phenylpropanolamin, Ephedrin).

Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme
Die Behandlung mit Reactine duo ist abzubrechen, beim Auftreten von schnellem Herzschlag (Tachykardie), Herzklopfen (Palpitationen) oder Herzrhythmusstörungen (Arrythmien), Bluthochdruck, Übelkeit oder jedem anderen neurologischen Zeichen (wie Kopfschmerz oder verstärktem Kopfschmerz). Eine Reizung des zentralen Nervensystems mit Krämpfen oder Herz-Kreislauf-Kollaps und gleichzeitigem Abfall des Blutdruckes kann durch sympathomimetische Amine verursacht werden. Bei älteren Menschen, Kindern oder bei einer Überdosierung können diese Wirkungen gehäuft auftreten. Wachsamkeit ist erforderlich bei Personen mit Herzrhythmusstörungen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, verengtem Blasenausgang (Blasenhalsobstruktion), Herzinfarkt in der Vorgeschichte und unter Digitalistherapie (Herzglykoside). Eine Anwendung mit Reactine duo ist unter Vorsicht zu erfolgen, bei Personen mit verengendem Magengeschwür (stenosierendem peptischen Ulkus), Verengung am Magenausgang (pyloroduodenale Obstruktion), Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahypertrophie) oder Verengung (Obstruktion) des Harnblasenhalses. Wachsamkeit ist ebenfalls bei Personen notwendig, die bereits andere Sympathomimetika anwenden, inklusive Mittel zur Therapie der verstopften Nase (Dekongestiva), Appetitzüglern oder Amphetamin-ähnlichen Psychostimulantien, Blutdruckmittel (Antihypertonika), trizyklischen Antidepressiva oder anderen Antihistaminika. Vorsicht ist auch bei Menschen mit Migräne geboten, die mit Arzneimitteln zur Gefäßverengung aus der Gruppe der Mutterkorn-Alkaloide therapiert werden. Wie bei anderen Substanzen, die das zentrale Nervensystem anregen, trat ein Missbrauch auch mit Pseudoephedrinhydrochlorid auf. Eine kontinuierliche Anwendung von Reactine duo kann zu Toleranz führen, was das Risiko einer Überdosis erhöht. Höhere Dosen als vom Arzt oder in der Packungsbeilage empfohlen können schwere Nebenwirkungen verursachen. Ein plötzlicher Abbruch der Behandlung nach Missbrauch kann Depressionen mit sich bringen. Bei Anwendung von halogenhaltigen Narkosemitteln (Inhalationsnarkotika) während der Behandlung mit indirekten sympathomimetischen Substanzen, kann während der Operation akuter Bluthochdruck auftreten. Ist eine Operation geplant, sollte die Behandlung 24 Stunden vor einer Narkose unterbrochen werden. Ein positives Dopingergebnis kann bei Behandlung mit Pseudoephedrin auftreten. Mindestens 72 Stunden vor einem Hauttest ist die Anwendung von Reactine duo zu unterbrechen, da Antihistaminika sonst positive Reaktionen auf den Hautreaktivitätsindex verhindern oder abschwächen können.

Schwangerschaft und Stillzeit
In der Schwangerschaft darf Reactine duo nicht angewendet werden. Die Einnahme von Pseudoephedrin in der Schwangerschaft verringert den Blutfluss in der Gebärmutter. Während der Stillzeit wird die Einnahme von Reactine duo nicht empfohlen, da das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht. Generell gilt: Vor der Einnahme von allen Arzneimitteln ist der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Kinder
Da die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Reactine duo bei Kindern unter 12 Jahren noch nicht erwiesen ist, sollte das Arzneimittel bei dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Ältere Personen und Menschen mit beeinträchtigter Nieren- oder Leberfunktion
Das Antiallergikum Reactine duo sollte nicht angewendet werden, bei Personen über 60 Jahre und bei Menschen mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion. Dies ist unbedingt einzuhalten, da die Verträglichkeit und Wirksamkeit bei diesen Personengruppen nicht erwiesen ist. Ebenso liegen keine Daten für eine adäquate Dosisempfehlung vor.

Verkehrstüchtigkeit und das Steuern von Maschinen
Menschen, die Auto fahren, ohne sicheren Halt arbeiten oder Maschinen steuern, sollen die persönliche Reaktion auf das Arzneimittel abwarten. Reactine duo kann bei einigen Menschen Benommenheit verursachen und die Verkehrstüchtigkeit sowie das Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Wechselwirkungen
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen werden bzw. vor kurzem eingenommen wurden, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt. Bei gleichzeitiger Anwendung von Monoaminooxidase-Hemmern (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) und Pseudoephedrin können kritische Hochdruckreaktionen auftreten. Ebenso verringert sich durch die gleichzeitige Anwendung von Reactine duo die blutdrucksenkende Wirkung von alpha-Methyldopa, Mecamylamin, Reserpin und Veratrumalkaloiden und Guanethidin. Reactine duo sollte bei Menschen, die mit Digitalis behandelt werden, nicht zur Anwendung kommen, da die Herzwirkung von Digitalis durch Pseudoephedrin intensiviert wird. Aufgrund des Risikos einer Gefäßverengung und ein damit einhergehender Anstieg des Blutdruckes, wird von folgenden Kombinationen abgeraten: Bromocriptin, Cabergolin, Dihydroergotamin, Ergotamin, Linezolid, Lisurid, Methylergometrin, Pergolid. Eine Kombination von Reactine duo mit anderen Arzneimitteln, die zur Behandlung der verstopften Nase angewendet werden (wie Ephedrin, Phenylephrin, Phenylpropanolamin), sollte aufgrund des Risikos von Vasokonstriktion nicht erfolgen. Mittel gegen Sodbrennen (Antazida) steigern die Aufnahme von Pseudoephedrinsulfat, dagegen senkt Kaolin sie.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene und Kinder ab dem 12. Lebensjahr nehmen eine Retardtablette 2mal am Tag (am Morgen und am Abend) mit einem Glas Wasser ein.
Die Reactine duo Retardtablette ist stets als Ganzes zu schlucken. Sie darf nicht geteilt oder zerbissen werden. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Hinweis: Wie andere Arzneimittel auch, sollte Reactine duo nicht gleichzeitig mit Alkohol eingenommen werden.

Anwendungsdauer
Nach Abklingen der Symptome sollte die Behandlung beendet werden. Es wird geraten, die Behandlungsdauer auf maximal 14 Tage zu begrenzen. Bei einer Verbesserung der Schleimhautschwellung der oberen Atemwege kann, falls erforderlich, die Behandlung mit einem Antihistaminikum allein weitergeführt werden.

Die empfohlene Dosierung und Anwendungsdauer sollte nicht überschritten werden.

Überdosierung
Werden zu hohe Arzneimengen eingenommen, können die unten genannten Nebenwirkungen verstärkt auftreten. In diesem Fall sollte der Arzt informiert werden. Die Behandlung bei Überdosierung ist symptomatisch. Die Aufnahme des Wirkstoffes im Magen kann mit in Wasser suspendierter Aktivkohle erfolgen. Möglicherweise ist eine Spülung des Magens notwendig. Nicht dialysierbar sind: Cetirizin und Pseudoephedrin.

Einnahme vergessen
Wurde die Einnahme vergessen, ist die Anwendung wie in der Dosierungsanleitung beschrieben, fortzusetzen. Wird die Behandlung mit Reactine duo abgebrochen, sind keine Besonderheiten zu beachten.

Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Reactine duo kann es häufig zu folgenden Nebenwirkungen kommen: schneller Herzschlag (Tachykardie), Mundtrockenheit, Übelkeit, Schwächegefühl (Asthenie), Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit/ Benommenheit (Somnolenz), Schwindel, Nervosität, Schlaflosigkeit. Gelegentlich kann es zu Herzklopfen (Palpitationen), Angst und Unruhe kommen. Selten wurde das Auftreten von Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Leberfunktionsstörungen (Erhöhung von Transaminasen, alkalischer Phosphatase, Gamma-GT, Bilirubin), Überempfindlichkeit (Immunsystem), Krämpfe, Muskelzittern, Halluzinationen, psychotische Störungen, Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie), trockene Haut, Hautausschlag, vermehrtes Schwitzen, Nesselsucht (Urtikaria), Blässe und Bluthochdruck beobachtet. Sehr selten können auftreten: Darmentzündung aufgrund von Durchblutungsstörungen (ischämische Kolitis), Geschmacksstörungen (Dysgeusie), fixes Arzneimittelexanthem, Haut- und Schleimhautschwellung, Kreislaufschwäche (kardiovaskulärer Kollaps). Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Cetirizin Filmtabletten

cetirizin.jpgCetirizin-ratiopharm bei Allergien Filmtabletten werden angewandt zur Behandlung von Krankheitszeichen (Symptomen) bei allergischen Erkrankungen. Dazu gehören: chronische Nesselsucht (z. B. Juckreiz, Quaddelbildung, Rötung der Haut), chronischer allergischer Schnupfen und Heuschnupfen (z. B. Nasenjucken, Niesen, Nasenverstopfung, Nasenlaufen, Rötung bzw. Jucken der Augen, Tränenfluss).

Wirkstoff: Cetirizindihydrochlorid 10 mg

Gegenanzeigen
Cetirizin Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden bei schweren Nierenerkrankungen, allergischer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Während der Schwangerschaft sollte die Einnahme des Arzneimittels vermieden werden, da bei Schwangeren bislang keine Erfahrungen vorliegen, obwohl Versuche an Tieren keine relevanten Hinweise auf Fruchtschädigungen ergeben haben. In der Stillzeit darf Cetirizin nicht eingenommen werden, da der Wirkstoff im Tierversuch in die Muttermilch übergeht und die Ausscheidung beim Menschen nicht erforscht ist. Für Säuglinge und Kinder unter 2 Jahren ist das Arzneimittel nicht geeignet. Personen mit Niereninsuffizienz (eingeschränkter Nierenfunktion) sollten die Hälfte der angeordneten Dosierung einnehmen.

Vorsichtsmaßnahmen
Beim Führen von KFZ im Straßenverkehr, bei der Arbeit mit Maschinen und Arbeiten ohne sicheren Halt sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. In klinischen Studien ergab sich kein Anhaltspunkt auf eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens, der Aufmerksamkeit und der Fahreigenschaften nach der Einnahme von Cetirizin in der vorgegebenen Dosierung. Unterschiede zu Medikamente ohne Wirkstoff (Placebo) wurden nicht festgestellt. Es wird aber empfohlen, dass Personen die Auto fahren, ohne sicheren Halt arbeiten oder Maschinen bedienen, die angegebene Dosis nicht zu überschreiten und die persönliche Reaktion auf das Arzneimittel abzuwarten.

Wechselwirkungen
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bisher nicht bekannt. Cetirizin-ratiopharm bei Allergien sollte nicht gemeinsam mit Alkohol eingenommen werden, auch wenn Analysen zeigen, dass die Alkoholwirkung (Alkoholgehalt im Blut von 0,8 Promille) nicht erhöht wird.

Dosierung und Einnahme
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene nehmen 1 Filmtablette am Tag, bevorzugt abends ein.
- Kinder von 2 bis 12 Jahren mit einem Körpergewicht von weniger als 30 kg nehmen eine halbe Filmtablette ein.
- Kinder von 2 bis 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mehr als 30 kg nehmen 1 Filmtablette ein. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, die Tabletten auf zwei Einzelgaben (je eine halbe Tablette am Morgen und am Abend) aufzuteilen.

Die Einnahme der Cetirizin Filmtabletten sollte mit genügend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) und unzerkaut am Abend erfolgen. Die Filmtabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Hinweis: Personen, die an einer Niereninsuffizienz (eingeschränkter Nierenfunktion) leiden, sollten die empfohlene Dosis halbieren.

Anwendungsdauer
Der Arzt bestimmt die Dauer der Behandlung, welche abhängig ist von Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden. Im Durchschnitt dauert die Anwendung bei Heuschnupfen zwischen 3 bis 6 Wochen. Zur Anwendungsdauer bei chronischer Nesselsucht und chronischem allergischen Schnupfen von Cetirizin liegen bislang Erfahrungen bis zu einem Jahr vor. Für Kinder ab 2 Jahren liegt die Dauer der Anwendung zwischen 2 bis 4 Wochen.

Überdosierung
Werden zu große Mengen, beispielsweise 50 mg Cetirizindihydrochlorid als Einzeldosis (deutliche Überdosierung) eingenommen, können die unten aufgeführten Nebenwirkungen verstärkt auftreten. Wenn sich die Annahme auf eine Überdosierung mit Cetirizin bestätigt, ist es erforderlich den Arzt aufzusuchen. Dieser wird eventuell über weitere notwendige Maßnahmen entscheiden. Wurde die Einnahme vergessen oder es wurde zu wenig eingenommen, ist die Anwendung wie in der Dosierung beschreiben, fortzufahren. Wird die Behandlung vorzeitig beendet oder unterbrochen, sind keine Besonderheiten zu beachten.

Nebenwirkungen
Selten kann es unter der Anwendung von Cetirizin-ratiopharm Filmtabletten zu leichten, vorübergehenden Nebenwirkungen, wie Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Unruhe, Mundtrockenheit und Magen-Darm-Beschwerden, kommen. In Einzelfällen traten Überempfindlichkeitsreaktionen und Leberfunktionsstörungen (Transaminaseerhöhung, Hepatitis) auf. Werden Nebenwirkungen beobachtet, die nicht in der Packungsbeilage vermerkt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden. Bei Auftreten einer der aufgeführten Nebenwirkungen, ist der Arzt zu informieren. Dieser bestimmt den möglichen Schweregrad und entscheidet über eventuell erforderliche weitere Maßnahmen. Beim Auftreten erster Hinweise auf eine Überempfindlichkeitsreaktion ist Cetirizin abzusetzen.