Tebonin intens 120 mg

tebonin-intensTebonin intens 120 mg Filmtabletten eignen sich zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten geistigen Leistungseinbußen. Die Anwendung erfolgt im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei fortschreitender Minderung bzw. Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten (dementielles Syndrom) mit den Hauptbeschwerden: Konzentrationsstörungen, Niedergeschlagenheit, Gedächtnisstörungen, Ohrensausen, Schwindel, Kopfschmerzen. Jedoch kann das individuelle Ansprechen auf die Medikation nicht vorausgesetzt werden.

Vor Behandlungsbeginn mit Tebonin intens 120 mg ist abzuklären, ob die Beschwerden nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung basieren. Wiederholt auftretende Schwindelgefühle und Ohrensausen müssen von einem Arzt abgeklärt werden. Ein Arzt ist sofort aufzusuchen, bei plötzlich auftretender Schwerhörigkeit bzw. einem Hörverlust.

Wirkstoff: Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt

Gegenanzeigen
Tebonin intens 120 mg darf nicht eingenommen werden bei einer (allergischen) Überempfindlichkeit gegenüber Ginkgo biloba oder einem der sonstigen Bestandteile. Eine Anwendung dieses Arzneimittels in der Schwangerschaft darf nicht erfolgen.

Schwangerschaft
Tebonin intens 120 mg darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da Hinweise vorliegen, dass Ginkgo-haltige Präparate die Blutungsbereitschaft steigern könnten.

Stillzeit
Da keine ausreichende Untersuchungen zur Anwendung des Arzneimittels in der Stillzeit vorliegen, soll Tebonin intens 120 mg von Stillenden nicht angewendet werden. Ob die Inhaltsstoffe des Extraktes in die Muttermilch übergehen, ist nicht bekannt.

Kinder
Tebonin intens 120 mg soll bei Kindern und Heranwachsenden unter 18 Jahren nicht angewendet werden, da zur Anwendung des Arzneimittels in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme
Dieses Arzneimittel sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt zur Anwendung kommen, bei Bestehen einer krankhaft erhöhten Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese) sowie bei gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln.
Vor einer Operation sollte Tebonin intens 120 mg vorsichtshalber abgesetzt werden, das es einzelne Hinweise drauf gibt, dass Ginkgo-haltige Präparate die Blutungsbereitschaft steigern könnten. Der Arzt ist rechtzeitig zu informieren, wenn das Arzneimittel eingenommen wird, damit dieser über weitere Maßnahmen entscheiden kann.
Bei Vorliegen eines Krampfleidens (Epilepsie), ist vor der Einnhame von Tebonin intens 120 mg der Arzt zu befragen.
Da dieses Arzneimittel Lactose enthält, ist Tebonin intens 120 mg erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen, wenn bekannt ist, dass eine Zuckerunverträglichkeit vorliegt.

Wechselwirkungen
Eine Wirkungsverstärkung blutgerinnungshemmender Arzneimitteln (wie z.B. Phenprocoumon, Warfarin, Clopidogrel, Acetylsalicylsäure und andere nichtsteroidale Antirheumatika) ist nicht auszuschließen, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig mit Tebonin intens 120 mg eingenommen werden.
Wie für alle Arzneimittel kann auch für Tebonin intens 120 mg ein Einfluss auf die Verstoffwechselung unterschiedlicher anderer Arzneimittel nicht ausgeschlossen werden, was Wirkungsstärke und/oder Wirkungsdauer der betroffenen Arzneimittel beeinflussen könnte. Da  ausreichende Untersuchungen hierzu nicht vorliegen, sollte eine Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker erfolgen.

Einnahme von Tebonin intens 120 mg mit Nahrungsmitteln und Getränke
Bei Einnahme dieses Arzneimittel gemeinsam mit Nahrungsmitteln und Getränken sind keine Besonderheiten zu berücksichtigen.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene ab 18 Jahren nehmen 2-mal am Tag 1 Filmtablette (entsprechend 2-mal am Tag 120 mg Ginkgo-Extrakt) ein.
- Die Anwendung dieses Arzneimittels bei Personen unter 18 Jahren ist nicht vorgesehen. Dazu sind die Angaben unter „Kinder“ zu beachten.
Die Filmtabletten sind nicht im Liegen einzunehmen. Darüber hinaus sind die Filmtabletten unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser) zu schlucken. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, jedoch morgens und abends zu je 1 Filmtablette.

Tebonin intens 120 mg ist immer genau nach der Anweisung in der Packungsbeilage einzunehmen.  Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn der Eindruck besteht, dass die Wirkung dieses Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

Behandlungsdauer
Die Dauer der Behandlung soll mindestens 2 Monate betragen. Nach einer Behandlungsdauer von 3 Monaten ist vom Arzt zu klären, ob eine Weiterführung der Behandlung noch gerechtfertigt ist.

Überdosierung
Bei Einnahme einer zu großen Menge von Tebonin intens 120 mg sind bisher keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Eventuell treten die unten aufgeführten Nebenwirkungen verstärkt auf, wenn eine größer Menge des Arzneimittels eingenommen wurde. Der Arzt ist zu benachrichtigen, damit dieser über eventuell erforderliche Maßnahmen entscheiden kann.

Einnahme von Tebonin intens 120 mg vergessen
Zum nächsten Einnahmezeitpunkt ist nicht die doppelte Menge einzunehmen, sondern mit der Einnahme, wie vom Arzt vorgegeben oder in der Gebrauchsinformation beschrieben, fortzufahren.

Nebenwirkungen
Unter Einnahme dieses Arzneimittels können Blutungen an einzelnen Organen auftreten, vor allem wenn gleichzeitig gerinnungshemmende Arzneimittel wie Phenprocoumon, Acetylsalicylsäure oder andere nichtsteroidale Antirheumatika eingenommen werden. Dazu sind die Angaben unter „Wechselwirkungen“ zu beachten. Bei überempfindlichen Personen können schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (allergischer Schock) auftreten. Ebenso kann es zu allergischen Hautreaktionen (Juckreiz, Hautrötung, Hautschwellung) kommen. Beim Auftreten von einer der oben genannten Nebenwirkungen ist Tebonin intens 120 mg nicht nochmals einzunehmen. Gleichzeitig ist der Arzt umgehend aufzusuchen, damit er über den Schweregrad und eventuell  notwendige Maßnahmen entscheiden kann. Darüber hinaus kann es zu leichten Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel oder zur Verstärkung bereits bestehender Schwindelbeschwerden kommen. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen bemerkt werden, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Vitasprint B12 Trinkfläschchen

vitasprintVitasprint B12 Trinkfläschchen ist ein traditionelles Arzneimittel zur Besserung des Allgemeinbefindens.

Wirkstoffe: Glutamin, (RS)-2-Amino-3-(phosphonooxy)propansäure (Synonym: DL-Phosphonoserin), Cyanocobalamin (Synonym: Vitamin B12)

Gegenanzeigen
Vitasprint B12 Trinkfläschchen dürfen nicht eingenommen werden, bei einer (allegischen) Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe, gegen den Konservierungsstoff Natriummethyl-4-hydroxybenzoat oder einen der sonstigen Bestandteile.

Schwangerschaft und Stillzeit
Das traditionelle Arzneimittel sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Dies ist einzuhalten, da zur Anwendung von Vitasprint B12 in der Schwangerschaft und Stillzeit für den empfohlenen Dosisbereich, keine Untersuchungen vorliegen.

Kinder
Da Vitaminmangelerscheinungen bei Kindern, die ernährungsgemäß nicht behoben werden können, von einem Arzt abgeklärt werden müssen, sind Kinder unter 12 Jahren von der Selbstmedikation auszuschließen.

Vorsichtsmaßnahmen
Bei Beachtung der Dosierungsanleitung müssen keine Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden.
Ein Arzt ist aufzusuchen, beim Auftreten von Beschwerden, wie z.B. Hautblässe und Blässe der Schleimhäute, Schwindel, Müdigkeit, da es sich um Erkrankungen handeln kann, die einer ärztlichen Abklärung bedürfen.

Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Vitasprint B12 Trinkfläschchen
Da dieses Arzneimittel Sorbitol enthält, ist Vitasprint B12 erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen, wenn bekannt ist, dass eine Zuckerunverträglichkeit vorliegt.

Wechselwirkungen
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind im angegebenen Dosisbereich nicht bekannt.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene und Kinder über 12 Jahre nehmen den Inhalt eines Fläschchens einmal in der Woche ein.
Die entsprechend der Anleitung (siehe „Die Herstellung der Trinklösung “) hergestellte Trinklösung ist nüchtern mit Wasser verdünnt oder unverdünnt einzunehmen.

Die Herstellung der Trinklösung
1.Die Lasche der Verschlußkappe des Trinkfläschchens ist zu öffnen. Danach ist die Plastikkappe abzunehmen.
2.Der sichtbare, herausragende roten Stopfen enthält den Wirkstoff. Aus diesem Grund ist der Stopfen fest hinunterzudrücken, bis das weiße Pulver in die Lösung fällt. Gelingt es nicht, den Stopfen mit dem Daumen einzudrücken, kann das Fläschchen umgekehrt auf die Tischplatte gedrückt werden.
3.Das Fläschchen mit dem Wirkstoff ist mehrmals zu schütteln.
4.Das Trinkfläschchen ist zu öffnen und der Inhalt kann in ein halbes Glas Wasser geben oder unverdünnt eingenommen werden.
Sollte es passieren, dass sich ein kleines Teil vom Plastikstopfen ablöst und in die Lösung fällt, muss die Lösung vor dem Trinken daraufhin überprüft werden. Unter Umständen ist die Flüssigkeit in ein anderes Glas sorgfältig abzugießen.

Das traditionelle Arzneimittel Vitasprint B12 Trinkfläschchen ist immer genau nach der Anweisung in der Packungsbeilage einzunehmen. Der Arzt oder Apotheker ist zu befragen, wenn Unsicherheiten bei der Anwendung bestehen.

Hinweis
Das Arzneimittel enthält keinen Alkohol. Vitasprint B12 ist mit 2,5 g Sorbitol gesüßt. Die Trinkfläschchen sind für Diabetiker geeignet: 1 Fläschchen entspricht ca. 0,1 BE (Broteinheit). Unter Berücksichtigung der Dosierungsanleitung werden bei jeder Anwendung bis zu 2,5 g Sorbitol aufgenommen.

Dauer der Einnahme
Die Einnahmedauer kann mehrere Wochen betragen. Dazu sind auch die Angaben unter „Gegenanzeigen, Schwangerschaft und Stillzeit, Kinder, Vorsichtsmaßnahmen, Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile, Wechselwirkungen“ zu beachten.

Überdosierung
Bei Einnahme einer zu großen Menge Vitasprint B12 Trinkfläschchen, sind selbst bei einer Einnahmedauer von mehreren Monaten keine Überdosierungs- oder Vergiftungserscheinungen zu erwarten.

Zur Dosierung
In einigen Fällen wird der Arzt oder Therapeut empfehlen, Vitasprint B12 Trinkfläschchen öfter als einmal pro Woche einzunehmen. Um den Behandlungserfolg des Arztes oder Therapeuten bestmöglich zu gewährleisten, wird empfohlen, die von ihm angegebene Dosierung genau einzuhalten. Der Arzt oder Apotheker ist zu kontaktieren, wenn Unklarheiten bei der Einnahme bestehen.

Nebenwirkungen
Sehr selten kann es unter der Anwendung von Vitasprint B12 Trinkfläschchen zu  Überempfindlichkeitsreaktionen gegen einen der Inhaltsstoffe kommen. Der sonstige Bestandteil Natriummethyl-4-hydroxybenzoat kann Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, verursachen. Beim Auftreten von allergischen Reaktionen, ist Vitasprint B12 Trinkfläschchen nicht weiter anzuwenden und ein Arzt ist aufzusuchen. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen bemerkt werden, die nicht in der Packungsbeilage angegeben sind.

Bei einer Verschlimmerung der Beschwerden oder Ausbleiben einer Besserung, ist es unbedingt notwendig einen Arzt aufzusuchen.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Ginkobil 120mg Filmtabletten

Ginkobil ratiopharm 120mg Filmtabletten zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei Minderung bzw. Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten (dementielles Syndrom) verbunden mit den Hauptbeschwerden: Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen, depressive Verstimmung, Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen. Jedoch kann das individuelle Ansprechen auf die Medikation nicht vorausgesagt werden.

Wirkstoff: Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt

Gegenanzeigen
Ginkobil 120mg darf bei einer Überempfindlichkeit gegen Ginkgo-biloba-Extrakte nicht angewendet werden, da das Arzneimittel einen Auszug aus den Blättern des Ginkgobaumes enthält.

Schwangerschaft und Stillzeit
In experimentellen Untersuchungen konnten bisher keine Hinweise auf eine fruchtschädigende Wirkung, des in Ginkobil ratiopharm 120 mg enthaltenen Ginkgo-Extraktes gefunden werden. Aufgrund fehlender Erfahrungen beim Menschen, ist während der Schwangerschaft jedoch der Nutzen einer Behandlung gegen die möglichen Risiken sorgfältig abzuwägen. Ob die Inhaltsstoffe des Extraktes in die Muttermilch übergehen, ist nicht bekannt.

Kinder
Ginkobil ratiopharm 120 mg soll bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, da zur Anwendung des Arzneimittels bei dieser Personengruppe keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.

Einnahme von Ginkobil ratiopharm 120 mg erst nach Rücksprache mit dem Arzt
Das Arzneimittel darf bei depressiven Verstimmungen und Kopfschmerzen, die nicht im Zusammenhang mit dementiellen Syndromen auftreten, nur unter Berücksichtigung aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden, da die Anwendung von Ginkgo-Extrakten bei diesen Krankheitszeichen bisher nicht ausreichend untersucht ist.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bei bestimmungsgemäßer Einnahme von Ginkobil 120 mg sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wechselwirkungen
Andere Arzneimittel können die Wirkung von Ginkobil ratiopharm 120 mg beeinflussen. Daher kann eine Wechselwirkung mit Arzneimitteln, die die Blutgerinnung hemmen, nicht ausgeschlossen werden.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Die Einnahme sollte 2-mal am Tag mit jeweils 1 Filmtablette (entsprechend 2-mal täglich 120 mg Ginkgo-Extrakt) erfolgen.
Die Ginkobil ratiopharm 120 mg Filmtabletten sind unzerkaut mit Flüssigkeit einzunehmen. Die Einnahme erfolgt am Morgen und am Abend und kann unabhängig von den Mahlzeiten stattfinden.
Die Anwendungsvorschriften sind einzuhalten, da Ginkobil 120 mg sonst nicht richtig wirken kann!

Anwendungsdauer
Die Dauer der Behandlung ist abhängig von dem Schweregrad des Krankheitsbildes und soll bei dieser chronischen Erkrankung mindestens 8 Wochen betragen.
Nach einer Dauer von 3 Monaten ist zu klären, ob eine Weiterführung der Behandlung noch gerechtfertigt ist.

Überdosierung
Bei Einnahme einer zu großen Menge Ginkobil ratiopharm 120 mg sind bisher keine Überdosierungserscheinungen bekannt geworden.

Einnahme vergessen bzw. zu wenig eingenommen
Wurde die Anwendung von Ginkobil 120 mg vergessen oder zu wenig eingenommen, ist beim nächsten Mal mit der Einnahme des Arzneimittels, wie in der Dosierung beschrieben, fortzufahren.

Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Ginkobil ratiopharm 120 mg treten sehr selten nach der Einnahme des Arzneimittels leichte Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder allergische Hautreaktionen (Hautrötung, Juckreiz, Hautschwellung) auf. Darüber hinaus wurde bei Langzeitanwendung über Einzelfälle von Blutungen berichtet, deren ursächlicher Zusammenhang mit der Einnahme von Ginkgo-Zubereitungen nicht gesichert ist.

Bei Auftreten der oben genannten Nebenwirkungen sollte ein Arzt aufgesucht werden, damit dieser klären kann, ob ein Zusammenhang mit der Einnahme von Ginkobil 120 mg besteht, oder ob die Beschwerden auf eine andere Ursache zurückzuführen sind.

Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Hinweis
Vor der Anwendung des Arzneimittels, sollte geklärt werden, ob die Krankheitszeichen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen. Häufig wiederkehrende Schwindelgefühle und Ohrensausen müssen generell durch einen Arzt abgeklärt werden. Beim plötzlichen Auftreten von Schwerhörigkeit bzw. einem Hörverlust ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Gingium Filmtabletten

Gingium Filmtabletten zur symptomatischen Behandlung bei dementiellem Syndrom (Abnahme bzw. Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten) im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes mit den Hauptbeschwerden: Gedächtnisstörungen, Schwindel, depressive Verstimmung, Konzentrationsstörungen, Ohrensausen, Kopfschmerzen. Gingium eignet sich ebenso zur Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei arterieller Verschlusskrankheit in den Gliedmaßen (Schaufensterkrankheit), im Rahmen physikalisch-therapeutischer Maßnahmen (speziell Gehtraining). Das Arzneimittel wird ebenfalls angewandt zur unterstützenden Behandlung von Ohrgeräuschen und bei Schwindel infolge von Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen.

Wirkstoff: Ginkgo biloba-Blätter-Trockenextrakt

Einnahmehinweise
Gingium darf nicht eingenommen werden, wenn eine (allergische) Überempfindlichkeit gegenüber dem arzneilich wirksamen Bestandteil oder einem der sonstigen Bestandteile besteht. Das Arzneimittel sollte nur nach erfolgter Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, wenn eine krankhaft gesteigerte Blutungsneigung (hämorrhagischer Diathese) vorliegt. Auch bei einer gleichzeitigen Therapie mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln, sollte Gingium erst nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Da es Anzeichen darauf gibt, dass Ginkgo-haltige Präparate die Blutungsbereitschaft erhöhen können, muss dieses Arzneimittel vor einer Operation abgesetzt werden. Der Arzt ist rechtzeitig zu informieren, dieser wird über das weitere Vorgehen entscheiden. Vor der Einnahme von Gingium ist der Arzt zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen werden bzw. vor kurzem eingenommen wurden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Wird dieses Arzneimittel gleichzeitig mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (wie Phenprocoumon, Acetylsalicylsäure und andere nicht-steroidale Antirheumatika) eingenommen, kann deren Wirkung verstärkt werden. Bei der Einnahme von Gingium zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken, sind keine Besonderheiten zu beachten. Beim Bedienen von Maschinen oder Führen von Kraftfahrzeugen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Gingium enthält als sonstigen Bestandteil Lactose. Bei bekannter Zuckerunverträglichkeit, ist das Arzneimittel erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen. Hinweis für Diabetiker: Eine Filmtablette enthält weniger als 0,02 BE.

Schwangerschaft und Stillzeit
In experimentellen Untersuchungen wurde kein Hinweis auf eine fruchtschädigende Wirkung des in Gingium enthaltenen Wirkstoffes (Ginkgo-Extrakt) gefunden. Da aber keine Erkenntnisse beim Menschen vorliegen, ist der Nutzen einer Behandlung in der Schwangerschaft gründlich gegen die möglichen Risiken abzuwägen. Ob die Inhaltsstoffe des Ginkgo-Extraktes in die Muttermilch übergehen, ist bisher nicht bekannt. Generell gilt: Vor der Einnahme von allen Arzneimitteln ist der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Kinder
Gingium soll von Kindern unter 12 Jahren nicht eingenommen werden, da zur Anwendung bei dieser Personengruppe keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt die übliche Dosis für Jugendliche über 12 Jahre und Erwachsene:
- Zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen sind 3mal am Tag (morgens, mittags, abends) 1 bis 2 Filmtabletten einzunehmen (entsprechend 120 – 240 mg Ginkgo-Extrakt pro Tag).
- Zur Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei arterieller Verschlusskrankheit in den Gliedmaßen sind 2mal am Tag (morgens und abends) 1 1/2 bis 2 Filmtabletten einzunehmen (entsprechend 120 – 160 mg Ginkgo-Extrakt pro Tag).
- Bei Schwindel und zur unterstützenden Behandlung bei Ohrgeräuschen sind 2mal am Tag (morgens und abends) 1 1/2 bis 2 Filmtabletten einzunehmen (entsprechend 120-160 mg Ginkgo-Extrakt pro Tag).

Gingium Filmtabletten dürfen nicht im Liegen eingenommen werden. Die Tabletten sind unzerkaut mit genügend Flüssigkeit (1 Glas Trinkwasser) zu schlucken. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Anwendungsdauer
- Bei hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen sollte die Dauer der Behandlung mindestens 8 Wochen betragen. Nach einer Anwendungsdauer von 3 Monaten ist der Arzt aufzusuchen, dieser wird überprüfen, ob die Fortführung der Behandlung noch gerechtfertigt ist.
- Bei arterieller Verschlusskrankheit in den Gliedmaßen sollte die Dauer der Anwendung mindestens 6 Wochen betragen. Da eine Besserung der Gehstreckenleistung diese Behandlungsdauer voraussetzt.
- Bei Schwindel führt eine Anwendungsdauer von mehr als 6 bis 8 Wochen zu keiner Verbesserung des Behandlungsergebnisses.
- Bei Ohrgeräuschen sollte die unterstützende Behandlungsdauer mindestens 12 Wochen betragen. Bleibt nach 6 Monaten der Erfolg aus, wird dieser auch bei längerer Behandlung nicht mehr eintreten.

Der Arzt oder Apotheker ist aufzusuchen, wenn der Eindruck entsteht, dass die Wirkung von Gingium zu stark oder zu schwach ist.

Überdosierung
Werden zu große Mengen des Arzneimittels eingenommen, können die unten genannten Nebenwirkungen verstärkt auftreten. In diesem Fall ist der Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann über eventuell notwendige Maßnahmen entscheiden.

Einnahme vergessen
Wurde die Einnahme vergessen, ist mit der Anwendung wie vom Arzt verordnet oder in der Dosierungsanleitung beschrieben, fortzusetzen. Die Einnahme der doppelten Menge beim nächsten Mal darf nicht erfolgen.

Bestehen weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels, ist der der Arzt oder Apotheker aufzusuchen.

Nebenwirkungen
Sehr selten treten unter der Einnahme von Gingium bzw. Ginkgo biloba-haltiger Arzneimittel, besonders wenn gleichzeitig gerinnungshemmende Arzneimittel wie Phenprocoumon, Acetylsalicylsäure oder andere nicht-steroidale Antirheumatika eingenommen werden, Blutungen auf (Blutungen im Auge, Hirnblutungen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt). Sehr selten wurden nach Einnahme von diesem Arzneimittel leichte Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder allergische Hautreaktionen (Hautrötung, Juckreiz, Hautschwellung) bekannt. Sollte eine der oben genannten Nebenwirkungen auftreten, ist der Arzt aufzusuchen, damit dieser über den Schweregrad und eventuell notwendige Maßnahmen entscheiden kann. Bei dem ersten Hinweis auf einer Überempfindlichkeitsreaktion darf Gingium nicht wieder eingenommen werden. Der Arzt oder Apotheker ist zu benachrichtigen, wenn Nebenwirkungen beobachtet werden, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.

Zusatzhinweis
Vor Behandlungsbeginn mit Gingium sollte geklärt werden, ob die Krankheitssymptome nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen und gegebenenfalls gesonderte Therapiemaßnahmen erfordern. Treten Schwindelgefühle und Ohrensausen häufig auf, ist es erforderlich, dies durch einen Arzt abklären zu lassen. Bei unerwartet auftretendem Hörverlust bzw. einer Schwerhörigkeit sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.