Limptar N Filmtabletten

Limptar N ist ein muskelentkrampfendes Mittel zur Verhütung und Behandlung nächtlicher Wadenkrämpfe.

Wirkstoff: Chininsulfat

Gegenanzeigen
Limptar N darf bei einer allergischen Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Chinin oder einen der sonstigen Bestandteile nicht eingenommen werden. Auch darf eine Anwendung nicht in der Schwangerschaft erfolgen. Beim Vorliegen einer angeborenen oder erworbenen Herzrhythmusstörung, vor allem wenn diese mit einem verringerten Herzschlag verbunden ist oder, wenn andere Arzneimittel eingenommen werden müssen, die die Entstehung von Herzrhythmusstörungen fördern können, darf das muskelentkrampfende Mittel nicht zur Anwendung kommen. Darüber hinaus darf Limptar N nicht bei den sehr seltenen Erkrankungen Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel (Symptom: hämolytische Anämie) und Myasthenia gravis (Muskelschwäche) angewendet werden. Eine Einnahme darf bei bekannten Ohrgeräuschen (Klingen in den Ohren; Tinnitus) und Vorschädigungen des Sehnervs nicht erfolgen. Entsprechende EKG-Kontrollen und möglicherweise Blutuntersuchungen sind vorzunehmen, bei Störungen des Salzhaushaltes (z.B. Reduzierung von Kalium im Blut) u.a. durch Erbrechen, Durchfall oder Medikamente. Dies gilt auch bei Veränderungen der anderen eingenommenen Arzneimittel. Eine Untersuchung sollte auch dann erfolgen, wenn es unter der Behandlung mit Limptar N zum Auftreten von Herzstolpern, Schwindel oder Ohnmachtzuständen kommt, da dies Zeichen für Herzrhythmusstörungen sein können.

Schwangerschaft
In hohen Dosen kann der Wirkstoff von Limptar N schwerwiegende Schädigungen des Ungeborenen verursachen, wenn es während der Schwangerschaft eingenommen wird. Daher darf das Arzneimittel nicht während der Schwangerschaft angewendet werden.

Stillzeit
Limptar N ist während der Stillzeit nicht einzunehmen, da der Wirkstoff Chinin in die Muttermilch übergeht.

Grundsätzlich gilt: Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist vor der Einnahme bzw. Anwendung von allen Arzneimitteln der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Einnahme von Limptar N Filmtabletten mit anderen Arzneimitteln
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen/angewendet bzw. bis vor kurzem eingenommen/angewendet wurden, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt.
Der Wirkstoff kann die Wirkung von Digitalis-Präparaten, muskelentspannenden Arzneimitteln (Muskelrelaxanzien) und Blutgerinnungshemmern (Antikoagulanzien) verstärken. Al- und Mg-haltige Arzneimittel zur Neutralisation der Magensäure (Antazida) können die Chinin-Aufnahme  verringern, mit anderen Chinin-haltigen Arzneimitteln (Antimalariamedikamenten, Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) kann es zur gegenseitigen Wirkungsverstärkung kommen. Darüber hinaus können harnalkalisierende Mittel die Chinin-Ausscheidung verzögern.

Mit Limptar N dürfen andere Arzneimittel, die von sich aus häufiger zu unerwünschten Herzrhythmusstörungen führen können, nicht eingenommen werden. Dies betrifft ausgewählte Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klasse Ia und III) sowie zur Behandlung psychischer Erkrankungen (Neuroleptika, tri- und tetrazyklische Antidepressiva). Ebenso gehören auch bestimmte Antibiotika (einige Makrolid-Antibiotika, Fluorchinolone, Imidazol-Antimykotika), verschiedene Antimalariamittel, verschiedene Arzneimittel zur Chemotherapie bei Tumorerkrankungen (z.B. Arsentrioxid), verschiedene Arzneimittel zur Behandlung von allergischen Erkrankungen (einige nicht-sedierende Antihistaminika, wie z.B. Terfenadin, Ebastin) und einige starke Schmerzmittel vom Opioidtyp (z.B. Methadon) dazu.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Beim Bedienen von Maschinen und dem Führen von Kraftfahrzeugen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Bei leichten Beschwerden nehmen Patienten 1 Filmtablette am Tag ein.
- Bei einem mittleren bis schweren Beschwerdebild werden 2 Filmtabletten am Tag eingenommen.
Beim Vorliegen von leichten Beschwerden, ist eine Filmtablette unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (ein Glas Trinkwasser) nach dem Abendessen einzunehmen.  Beim Vorliegen eines mittleren bis schweren Beschwerdebildes, ist eine Filmtablette nach dem Abendessen und eine Filmtablette vor dem Zubettgehen unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen.

Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer bei leichten Beschwerden kann in Abhängigkeit vom Beschwerdebild etwa 2 bis 3 Wochen betragen. Dagegen sollte die Einnahme bei einem mittleren bis schweren Beschwerdebild über einen Zeitraum von etwa 14 Tagen erfolgen. Danach kann versucht werden, die Dosis auf eine Filmtablette am Tag zu mindern. Die Behandlung kann noch 2 bis 3 Wochen fortgeführt werden.

Dosisreduktion bzw. Einnahme beendet
Kommt es nach einer Dosisverringerung oder Absetzen des Präparates zu einer Verschlimmerung des Beschwerdebildes, was speziell bei Patienten auftreten kann, bei denen sich die Ursache der nächtlichen Wadenkrämpfe nicht oder nur schwer beheben lässt, kann entweder die Dosis erhöht oder die Dauer der Behandlung mit Limptar N über längere Zeiträume hindurch weitergeführt werden.

Hinweis: Der Wirkstoff Chinin kann zur Behandlung von Wadenkrämpfen bei Dialysepatienten eingenommen werden. Die Dosierung entspricht der vorher aufgeführten.

Überdosierung
Bei Einnahme einer größeren Menge Limptar N, als vorgegeben, ist das Arzneimittel nicht weiter einzunehmen und ein Arzt ist aufzusuchen.

Einnahme vergessen
Wurde die vorherige Anwendung des muskelentkrampfenden Mittels vergessen, ist nicht die doppelte Dosis einzunehmen.

Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn der Eindruck besteht, dass die Wirkung von Limptar N zu stark oder zu schwach ist.

Nebenwirkungen
Unter der Behandlung mit Limptar N kann es durch die Einnahme des Wirkstoffs Chinin sehr selten zu Magen-Darm-Störungen mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen kommen. In Einzelfällen kann der Wirkstoff Ohrensausen, Schwindel und Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Hautreaktionen (Juckreiz, Hautausschläge), Arzneimittelfieber, zum Teil mit Blutbildveränderungen, Atemnot (Bronchospasmen) und Funktionsstörungen der Leber verursachen. Darüber hinaus wurde in sehr selten Fällen vom Auftreten kleinster Blutungen (thrombozytopenische Purpura) mit Blutergüssen oder Petechien (punktuelle, stecknadelkopfgroße  Blutungen) berichtet. Dies deutet auf eine äußerst allergische Empfindlichkeit auf den Wirkstoff Chinin (welches auch für chininhaltige Lebensmittel gilt) hin, die von der ursprünglichen  Chinindosis unabhängig ist. Dies kann wiederum in extrem seltenen Fällen mit disseminierter (über den ganzen Körper oder bestimmte Körperregionen verteilt) intravaskulärer (in einem Blut- oder Lymphgefäß) Gerinnung (DIC, Gerinnungsstörung) oder Nierenversagen einhergehen. Nach Beendigung der Behandlung mit Chinin bilden sich die Blutergüsse wieder zurück. Bei Klingen in den Ohren, bei Auftreten von Hör- und Sehstörungen sowie Hautausschlag, ist Limptar N nicht weiter einzunehmen. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen bemerkt werden, die nicht in der Gebrauchsinformation aufgeführt sind.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Kytta-Salbe f

Kytta-Salbe-fKytta-Salbe f eignet sich zur Anwendung auf der Haut bei stumpfen Verletzungen wie Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Zerrungen.

Wirkstoff: Beinwellwurzel-Fluidextrakt

Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Beinwell, Parabene oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe nicht angewendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Kytta Salbe f sollte in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.

Kindern
Eine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren sollte nicht erfolgen, da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise
Kytta-Salbe f soll nicht in die Augen, auf offenen Wunden oder auf Schleimhäuten aufgetragen werden. Die äußerliche Anwendung der Salbe darf nur auf intakter Haut erfolgen.
Die sonstigen Bestandteile Methyl-, Ethyl, und Propyl-4hydroxybenzoat (Parabene) können allergische Reaktionen, auch mit einer Verzögerung hervorrufen.
Durch den Gehalt an Alkohol kann es bei häufiger Anwendung des Arzneimittels auf der Haut zu Reizungen oder Entzündungen und Trockenheit kommen.

Wechselwirkungen
Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Mitteln bekannt.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Kytta Salbe f ist abhängig von der betroffenen Körperstelle und der Intensität der Beschwerden, 2-4 mal am Tag mit etwa 1,2 – 6 g (entspricht einem Salbenstrang von 4 – 18 cm) aufzutragen.
Dabei die Salbe auf den betroffenen Körperstellen sorgfältig einmassieren. Ein Salbenverband kann bei stärkeren Beschwerden angelegt werden. Dazu werden 10 – 20 g Salbe einmal am Tag aufgetragen und mit geeignetem Verbandsmaterial abgedeckt.

Die Anwendungsvorschriften sind einzuhalten, da Kytta-Salbe f sonst nicht richtig wirken kann.

Anwendungsdauer
Bis zum Abklingen der Beschwerden oder nach Anweisung des Arztes, kann die Anwendung fortgesetzt werden.

Nebenwirkungen
Unter der Anwendung von Kytta Salbe f kann es in seltenen Fällen zu  Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Diese treten vorwiegend am Ort der Behandlung auf und äußern sich in einer Rötung, Knötchen- und Bläschenbildung, sowie Juckreiz. Das enthaltene Erdnussöl kann in seltenen Fällen lokale Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) verursachen. Beim Auftreten von Nebenwirkungen sollte die Behandlung abgebrochen und unter Umständen ein Arzt über die Weiterführung der Behandlung befragt werden. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Phlogenzym Filmtabletten

Phlogenzym Filmtabletten zur Anwendung bei Ödemen, Entzündungen oder Schmerzen aufgrund von Traumen, Thrombophlebitis (Venenentzündung), rheumatischen Erkrankungen, aktiven Phasen von Osteoarthrosen (auch Arthrose genannt) und Entzündungen des Urogenitaltrakts (auch in Verbindung mit Antibiotika).

Arzneilich wirksame Bestandteile: Bromelain, Trypsin, Rutosid 3 H2O

Gegenanzeigen
Phlogenzym darf bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der arzneilich wirksamen Bestandteile, gegen Ananas-Früchte oder einen der Hilfsstoffe nicht eingenommen werden. Beim Vorliegen von schweren Gerinnungsstörungen (z.B. Dialyse, Bluterkrankheit, schwere Leberschädigungen) oder bei einer Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Mitteln, ist vor der Einnahme des Arzneimittels der Arzt zu befragen. Dies ist auch zu berücksichtigen, wenn die Absicht besteht, vor oder nach Operationen Phlogenzym einzunehmen.

Schwangerschaft
In der Schwangerschaft sollte die Einnahme von Phlogenzym kritisch durchdacht werden, da bisher keine systematischen Untersuchungen am Menschen vorliegen.

Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Einnahme von Phlogenzym und Antibiotika erhöht die Konzentration der Antibiotika am Wirkort. Es gilt zu beachten, dass dieser Sachverhalt auch für vor kurzem verabreichte Arzneimittel gelten kann.

Verkehrstüchtigkeit, das Bedienen von Maschinen und Arbeiten ohne sicheren Halt
Es sind keine Veränderungen der Wachsamkeit zu erwarten, auch nicht bei der Einnahme hoher Dosen von Phlogenzym.

Vorsichtsmaßnahmen und Hinweise
Nach der Einnahme von Phlogenzym kann sich der Geruch des Stuhls bzw. Urins verändern – dies ist aber unbedenklich. Zu Beginn einer Behandlung kann es bei einigen Menschen zu einer vermehrten Schmerzsymptomatik kommen. Ist dies der Fall, sollte die Dosis gesenkt und (eventuell) ein Arzt aufgesucht werden. Ist eine Operation geplant, ist der operierende Arzt über die vorherige Behandlung mit Phlogenzym zu informieren. Dies ist erforderlich, da bei Operationen (bei vorheriger Behandlung mit Phlogenzym) eine mögliche Minderung der Gerinnungsfähigkeit des Blutes auftreten kann. Für Diabetiker: Eine Tablette enthält 0,015 BE Kohlenhydrate.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene nehmen 6 bis maximal 12 Tabletten am Tag ein.
In der Regel erfolgt die Einnahme der Tabletten 3mal am Tag. Es ist darauf zu achten, dass die Tabletten 30 bis 60 Minuten vor der Mahlzeit unzerkaut und mit genügend Wasser einzunehmen sind.
Die Einnahme der Höchstdosis von maximal 12 Tabletten ist bei schweren entzündlichen Erkrankungen sowie bei akuten Traumen möglich.

Hinweis: Die Einnahmemenge von Phlogenzym ist abhängig von der Art und Schwere der Erkrankung der zu behandelnden Person. Deshalb ist sie für jeden Patienten individuell, in unterschiedlicher Höhe festzusetzen. Die genannten Angaben zur Dosierung sind deshalb Durchschnittswerte und gelten nur, soweit der Arzt nichts anderes angewiesen hat.

Einnahmedauer
Die Tabletten sind bei akuten Entzündungen solange einzunehmen, bis die Symptome komplett verschwunden sind. Bei chronischen Beschwerden sollte der Arzt befragt werden.

Überdosierung
Bei der Einnahme von zu großen Mengen des Arzneimittels treten keine anderen Nebenwirkungen auf, welche nicht schon unter dem Punkt „Nebenwirkungen“ beschrieben werden.

Einnahme vergessen
Wird die Anwendung einer Tablette vergessen oder eine zu viel eingenommen, ist zu den nächsten Einnahmezeitpunkten die gleiche Tablettendosis wie verordnet anzuwenden.
Wird bei einer Behandlung mit Phlogenzym über mehrere Tage, einmal eine Einnahme komplett vergessen, ist bei den nächsten Einnahmezeitpunkten ebenfalls die gleiche Tablettenmenge wie verordnet anzuwenden.
Werden bei einer Behandlung mit Phlogenzym über einen kurzen Zeitraum, eine oder mehrere Einnahmen komplett vergessen, ist bei den nächsten Einnahmezeitpunkten ebenfalls die gleiche Tablettenmenge wie verordnet anzuwenden. Der Arzt ist aber zu kontaktieren, um abzuklären, inwieweit die Behandlungsdauer verlängert werden muss.
Bei Unsicherheit darüber, was zu tun ist, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Phlogenzym kann es häufig zu Völlegefühl und Blähungen kommen. Gelegentlich wurde Übelkeit beobachtet. Selten treten allergische Reaktionen (z.B. Hautausschläge) auf, welche nach Absetzen des Medikaments abklingen. Häufig kann es zu einer harmlosen Veränderung des Stuhls in Farbe, Beschaffenheit, Geruch kommen. Gelegentlich wird auch über Durchfall berichtet. Eine Verminderung der Gerinnungsfähigkeit des Blutes kann nicht ausgeschlossen werden. Beim Auftreten der Nebenwirkungen, ist die Einnahme sofort zu unterbrechen. Der Arzt ist umgehend aufzusuchen.

Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.

Grundsätzlich gilt: Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Teufelskralle Filmtabletten

Teufelskralle Ratiopharm zur unterstützenden Therapie bei Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates.

Wirkstoff: Teufelskrallenwurzel-Trockenextrakt

Anwendungshinweise
Teufelskralle-ratiopharm darf nicht eingenommen werden, bei einer (allergischen) Überempfindlichkeit gegen Teufelskrallenwurzel-Trockenextrakt oder einen der sonstigen Bestandteile. Eine Anwendung darf ebenfalls nicht erfolgen, bei Vorliegen von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.

Schwangerschaft und Stillzeit
Das pflanzliche Arzneimittel sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, da zur Anwendung von Teufelskralle Ratiopharm bei Schwangeren und Stillenden keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.

Kinder
Teufelskralle-ratiopharm sollte bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, da für diese Personengruppe kein Erkenntnismaterial vorliegt.

Einnahme von Teufelskralle-ratiopharm mit anderen Arzneimitteln
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen werden bzw. vor kurzem eingenommen wurden, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt.

Wechselwirkungen
Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei der Verkehrstüchtigkeit und dem Bedienen von Maschinen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Teufelskralle Ratiopharm ist notwendig, beim Vorliegen von Gallensteinen.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren nehmen 2-mal am Tag 1 Filmtablette ein.
Die Einnahme der Filmtabletten soll am Morgen und am Abend zu den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit erfolgen.

Der Arzt oder Apotheker ist aufzusuchen, wenn der Eindruck entsteht, dass die Wirkung von Teufelskralle-ratiopharm zu stark oder zu schwach ist.

Überdosierung
Werden zu große Mengen des Arzneimittels eingenommen, kann es bei Personen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit (Lactoseintoleranz) zu Magen-Darm-Beschwerden kommen oder eine abführende Wirkung auftreten.

Einnahme vergessen
Wurde die vorherige Einnahme von Teufelskralle Ratiopharm vergessen, darf nicht die doppelte Dosis angewendet werden.

Einnahmedauer
Bis zum Eintritt der Beschwerdefreiheit, soll das Arzneimittel eingenommen werden.

Nebenwirkungen
Sehr selten können unter der Einnahme des Arzneimittels Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Blähungen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit) sowie Kopfschmerzen und Schwindel auftreten. Sehr selten worden Überempfindlichkeitsreaktionen (Nesselsucht, Hautausschläge, Gesichtsödeme bis hin zum Kreislaufzusammenbruch [anaphylaktischer Schock]) beobachtet. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.

Hinweis
Ein Arzt ist aufzusuchen, bei andauernden Beschwerden sowie akuten Zuständen, die z. B. mit Rötung, Schwellung oder Überwärmung von Gelenken einhergehen.

Ergänzende Informationen
Die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) stammt aus der Familie der Sesamgewächse und kommt ausschließlich in Süd- und Südwestafrika vor. Die krautige Heilpflanze entwickelt bis zu 2 m lange, flach auf dem Erdboden liegende, krautige Triebe. Die Farbe der großen Blüten ist violett. Charakteristisch für die Teufelskralle sind ihre 7 bis 20 cm langen verholzten Früchte und die verzweigten, krallenartigen Auswüchse. Von denen sich sowohl der deutsche Name „Teufelskralle“ sowie der wissenschaftliche Name Harpagophytum (vom lat. harpago = Enterhaken) ableiten.

Für Arzneizwecke werden ausschließlich die knollenartigen Seitenwurzeln der Teufelskralle verwendet. Nach dem Zerkleinern und der sorgsamen Trocknung der bis zu 6 cm dicken und 20 cm langen Wurzeln, werden diese in einem speziellen pharmazeutischen Verfahren zu dem für Teufelskralle-ratiopharm eingesetzten pflanzlichen Extrakt weiterverarbeitet.

In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen wurden die entzündungshemmenden und schmerzstillenden Eigenschaften der Teufelskralle geprüft. Bis heute ist es jedoch nicht gelungen, die Wirkungsweise mit einzelnen bekannten Inhaltsstoffen (z. B. Harpagosid) genügend zu erklären. Fest steht allerdings, dass der Teufelskrallenwurzel-Gesamtextrakt bei der Therapie von Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates in Verknüpfung mit bestimmten Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, lindernd wirksam ist.

Bei weiteren Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen von Teufelskralle-ratiopharm Filmtabletten ist der Arzt oder Apotheker aufzusuchen.

Dona 750

Dona 750 mg Filmtabletten werden angewendet zur Linderung von Symptomen bei leichter bis mittelschwerer Arthrose des Kniegelenks.

Wirkstoff: Glucosaminhemisulfat

Einnahmehinweise
Dona 750 darf nicht eingenommen werden, bei (allergischer) Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Glucosamin oder einen der sonstigen Bestandteile. Eine Einnahme darf auch dann nicht erfolgen, wenn eine Überempfindlichkeit (allergisch) gegen Schalentiere vorliegt, da Glucosamin aus Schalentieren hergestellt wird. Besondere Vorsicht bei der Anwendung von dona 750 mg ist notwendig, bei Vorliegen einer eingeschränkten Glucosetoleranz. Vermehrte Messungen des Blutzuckerspiegels können zum Anfang der Behandlung mit Glucosamin notwendig sein. Große Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels sollte auch dann erfolgen, wenn die Leber- oder Nierenfunktion eingeschränkt ist. Bei dieser Patientengruppe wurden keine Studien durchgeführt, daher können keine Empfehlungen für eine Dosierung gegeben werden. Personen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sollten Dona 750 ebenfalls mit Vorsicht anwenden. Dies ist erforderlich, da bei Patienten, die mit Glucosamin behandelt wurden, in einigen Fällen erhöhte Blutfettwerte beobachtet wurden. Auch Patienten, die an Asthma leiden, sollten Dona 750 mit Vorsicht einnehemen. Bei Beginn der Einnahme von Glucosamin, kann es zu einer möglichen Verstärkung der Symptome kommen.

Dieses Arzneimittel enthält 3,28 mmol (75,5 mg) Natrium pro Filmtablette. Muss eine kochsalzarme Diät eingehalten werden, ist dies zu berücksichtigen.

Schwangerschaft und Stillzeit
In der Schwangerschaft sollte dona 750 nicht eingenommen werden. Während der Stillzeit wird die Einnahme von Glucosamin nicht empfohlen. Generell gilt: Vor der Einnahme von allen Arzneimitteln ist der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Kinder und Jugendliche
Dona 750 mg Filmtabletten werden für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen, da keine Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit des Arzneimittels vorliegen.

Ältere Menschen
Mit älteren Personen wurden keine spezifischen Studien durchgeführt, dennoch ist aufgrund der klinischen Erfahrung bei der Behandlung von gesunden älteren Menschen keine Anpassung der Dosis notwendig.

Einnahme von Dona 750 mit anderen Arzneimitteln
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen werden bzw. vor kurzem eingenommen wurden, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt. Vorsicht ist geboten, wenn dona 750 gemeinsam mit anderen Arzneimitteln und insbesondere Warfarin und Tetracyclinen angewendet wird. Der Arzt ist um Rat zu fragen.

Einnahme von Dona 750 mit Nahrungsmitteln und Getränken
Das Arzneimittel kann mit oder ohne Nahrungsmittel geschluckt werden.

Bedienen von Maschinen und Verkehrstüchtigkeit
Beim Auftreten von Benommenheit oder Schwindel wird empfohlen, keine Maschinen zu bedienen und das Autofahren einzustellen. Bisher wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Dona 750 mg Filmtabletten 2-mal am Tag (2 x 1 Filmtablette) einnehmen.
Das Arzneimittel sollte unzerkaut mit genügend Wasser oder einer anderen geeigneten Flüssigkeit geschluckt werden. Vorzugsweise sollte die Einnahme am Morgen und am Abend zu den Mahlzeiten erfolgen.
Der Wirkstoff Glucosamin ist nicht eignet für die Behandlung akuter schmerzhafter Symptome, da eine Minderung der Beschwerden (speziell Schmerzlinderung) erst einige Wochen nach Behandlungsbeginn eintritt. In einigen Fällen sogar noch später. Tritt nach 2 bis 3 Monaten keine Minderung der Symptome auf, sollte die Weiterbehandlung mit Glucosamin überprüft werden.

Überdosierung
Bei Einnahme einer größeren Menge dona 750, ist es erforderlich Kontakt mit dem Arzt oder einem Krankenhaus aufzunehmen.

Einnahme vergessen
Wurde die Einnahme von Dona 750 mg vergessen, darf nicht die doppelte Dosis eingenommen werden.

Einnahme abbrechen
Wird die Einnahme von Dona 750 abgebrochen, können die Symptome wieder auftreten.

Das Arzneimittel ist immer genau nach der Anweisung in der Packungsbeilage einzunehmen. Der Arzt oder Apotheker sollte befragt werden, wenn Fragen zur Einnahme/Dosierung bestehen.

Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Dona 750 wurden häufig folgende Nebenwirkungen beobachtet: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Verdauungsstörungen, Durchfall, Verstopfung. Gelegentlich kann es zu Hautrötung, Ekzem, Juckreiz kommen. Vereinzelt traten spontane Fälle von erhöhtem Cholesterinspiegel auf. Ein ursächlicher Zusammenhang wurde aber nicht nachgewiesen. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen den Tagesablauf erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Bestehen weitere Fragen zur Anwendung von Dona 750 Filmtabletten ist der Arzt oder Apotheker aufzusuchen.

Voltaren Schmerzgel

Voltaren Schmerzgel wird äußerlich angewandt, zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen bei rheumatischen Erkrankungen der Weichteile (Sehnen- und Sehnenscheidenentzündung, Schulter-Arm-Syndrom, Schleimbeutelentzündungen sowie Entzündungen im Muskel- und Kapselbereich). Ebenso zur äußerlichen Anwendung bei degenerativen Erkrankungen der Extremitätengelenke und im Bereich der Wirbelsäule sowie bei Sport- und Unfallverletzungen (Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen).

Wirkstoff: Diclofenac, Diethylaminsalz

Gegenanzeigen und Hinweise
Eine Anwendung des Arzneimittels darf nicht erfolgen, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Diclofenac, Isopropylalkohol, Propylenglykol oder anderen Inhaltsstoffen besteht. Voltaren Schmerzgel darf auch nicht von Personen angewendet werden, die auf Acetylsalicylsäure und andere nichtsteroidale Antiphlogistika oder Analgetika bei einer früheren Anwendung (z. B. mit Asthmaanfällen, Hautreaktionen oder akuter Rhinitis) überempfindlich reagiert haben. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft und während der Stillzeit darf Voltaren Schmerzgel nicht über einen längeren Zeitraum und großflächig angewendet werden. Eine Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren darf ebenfalls nicht erfolgen.

Personen die an Asthma, chronischen obstruktiven Atemwegserkrankungen, Heuschnupfen oder Nasenschleimhautschwellung (Nasenpolypen) leiden, reagieren vermehrt auf nichtsteroidale Antiphlogistika mit Asthmaanfällen, örtlicher Haut- oder Schleimhautschwellung oder Nesselsucht, als andere Kranke.

Wechselwirkungen
Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Mitteln bei der Anwendung von Voltaren Schmerzgel aufgetreten.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Voltaren Schmerzgel drei- bis viermal am Tag auf die betroffene Körperstelle auftragen, bei Bedarf leicht einreiben.
Abhängig vom Umfang der zu behandelnden schmerzhaften Körperregion, sollte eine kirsch- bis walnußgroße Menge (1 bis 4 g) Voltaren Schmerzgel verwendet werden.

Vor dem Anlegen saugfähiger Verbände oder Bekleidung wird empfohlen, das Schmerzgel einige Minuten in die Haut einziehen zu lassen. Das Arzneimittel eignet sich auch zur Anwendung durch Iontophorese. Diese spezielle Form der Elektrotherapie hilft, dass der Wirkstoff durch die Haut besser aufgenommen wird. Auch als Begleittherapie kann Voltaren Schmerzgel gemeinsam mit anderen diclofenachaltigen Arzneiformen angewendet werden.

Das Präparat ist nur auf unversehrte Hautflächen (nicht auf Wunden oder offene Verletzungen) aufzutragen. Schleimhäute und Augen sollen nicht mit dem Schmerzgel in Berührung kommen.

Nebenwirkungen
Unter der Anwendung von Voltaren Schmerzgel können gelegentlich lokale Hautreaktionen (allergisch oder nicht allergisch bedingte Kontaktdermatitis) mit Ausschlag, Juckreiz, Rötung, Brennen, Papeln, Schuppenbildung, Trockenheit, Ödem- und Blasenbildung auftreten. Wird das Präparat großflächig auf die Haut aufgetragen und gleichzeitig über eine längere Zeit angewendet, kann das Auftreten von systemischen Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden. In vereinzelten Fällen wurden Magen-Darm-Störungen, generalisierter Hautausschlag, Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Angioödem und Atemnot sowie Photosensibilisierung beobachtet.