Movicol Pulver

Movicol-Beutel-PulverMovicol gehört zur Gruppe der Abführmittel und wird bei chronischer Verstopfung angewendet.

Arzneilich wirksame Bestandteile: Macrogol (Polyethylenglykol) 3350, Natriumchlorid, Natriumhydrogencarbonat, Kaliumchlorid

Gegenanzeigen
Movicol Beutel Pulver darf nicht angewendet werden bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen einen der arzneilich wirksamen Bestandteile oder Hilfsstoffe. Eine Anwendung darf auch nicht erfolgen, bei  einer Darmverengung oder einem Darmverschluss, Gefahr eines Darmdurchbruches (Perforation) und schweren entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, toxisches Megakolon).

Schwangerschaft und Stillzeit
Da keine Erfahrungen hinsichtlich der Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit bestehen, darf Movicol nur angewendet werden, wenn es der Arzt für notwendig hält.

Kindern
Zur Anwendung bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise
Beim Auftreten von Symptomen, welche auf eine Verschiebung des Flüssigkeit- und Elektrolythaushaltes hindeuten, wie z.B. Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), Atemnot, vermehrte Müdigkeit, Abnahme der Körperflüssigkeit (Dehydratation), Herzversagen, sollte die Einnahme von Movicol sofort beendet werden. Zusätzlich sind Elektrolytmessungen durchzuführen  und bei Abweichungen entsprechende Gegenmaßnahmen vorzunehmen.

Wechselwirkungen
Über Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln liegen keine klinischen Berichte  vor. Dennoch steigert der arzneilich wirksame Bestandteil Macrogol die Löslichkeit von Stoffen, die in Alkohol löslich und in Wasser bedingt unlöslich sind. Aus diesem Grund besteht die theoretische Möglichkeit, dass die Aufnahme solcher Arzneistoffe zeitweise gemindert werden kann.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Abhängig von den individuellen Erfordernissen und der Schwere der Verstopfung, nehmen Erwachsene, Jugendliche und ältere Patienten 1 bis 3-mal am Tag 1 Beutel ein.
(In der Anwendung über einen längeren Zeitraum kann die Dosis auf 1 bis 2-mal am Tag 1 Beutel reduziert werden.)
- Die Anwendung von Movicol für Kinder (unter 12 Jahren) wird nicht empfohlen.
- Dosisänderungen bei Patienten mit Funktionsstörung der Niere (Niereninsuffizienz) sind nicht notwendig.
Der Inhalt (Pulver) des Beutels ist in ein Glas Wasser (125 ml) zu geben. Anschließend ist die Flüssigkeit solange umzurühren, bis eine klare Lösung entsteht. Die Trinklösung kann dann getrunken werden.

Die Anwendungsvorschriften sind einzuhalten, da Movicol sonst nicht richtig wirken kann.

Anwendungsdauer
Der Behandlungszeitraum sollte im Normalfall 2 Wochen nicht überschreiten. Bei bestehender Notwendigkeit kann das Abführmittel jedoch wiederholt eingesetzt werden. Der andauernde Gebrauch wird, wie bei allen Abführmitteln, nicht empfohlen. Eine Anwendung über einen längeren Zeitraum kann aber bei schwerer andauernder und auf bisherige Therapieversuche nicht ansprechende Verstopfung erforderlich sein. Dies ist auch der Fall bei Verstopfung, die durch einzelne chronische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose, Morbus Parkinson) oder durch bestimmte verstopfungs-fördernde Medikamente, im Besonderen durch ausgewählte Schmerzmittel (Opioide) und andere Arzneimittel (wie Anticholinergika), verursacht wird.

Überdosierung
Bei Einnahme einer zu großen Menge Movicol und starken Schmerzen, Aufblähungen oder schweren Durchfällen, ist ein Arzt aufzusuchen.

Nebenwirkungen
Gelegentlich kann es unter der Anwendung von Movicol Pulver zu Aufblähungen und Bauchschmerzen, vermehrten Darmgeräuschen und Übelkeit kommen. Besonders zu Beginn der Einnahme des Abführmittels kann ein leichter Durchfall auftreten. In einzelnen Fällen besteht die Möglichkeit von (allergischen) Überempfindlichkeitsreaktionen. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen beobachtet werden, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Talcid Kautabletten

Talcid Kautabletten eignen sich zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll: Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni) sowie Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden.

Wirkstoff: Hydrotalcit, 500 mg

Gegenanzeigen
Bei Vorliegen einer eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30ml/min) dürfen Talcid Kautabletten nur bei kontinuierlicher Überprüfung des Magnesium- und Aluminium-Serumspiegels angewendet werden. Talcid Kautabletten dürfen bei erniedrigter Phosphatkonzentration im Blut (Hypophosphatämie), erst nach erfolgter Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
In der Schwangerschaft soll das Arzneimittel nur über einen kurzen Zeitraum angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden. Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über. Da nur sehr geringe Mengen aufgenommen werden, ist von einem Risiko für das Neugeborene nicht auszugehen. Berichte über schädliche Wirkungen des Wirkstoffs Hydrotalcit in der Schwangerschaft und Stillzeit sind nicht bekannt. Bisher liegen aber keine spezifischen Untersuchungen an Kindern vor, deren Mütter Hydrotalcit in der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen haben.

Kinder
Das Arzneimittel eignet sich nicht zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise
Magenbeschwerden, welche über einen längeren Zeitraum andauern und wiederkehren, können Anzeichen einer ernstzunehmenden Erkrankung (z.B. Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür) sein. Daher sollte eine Anwendung mit Talcid ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage andauern. Ein Arzt ist sofort aufzusuchen, beim Auftreten von Teestuhl, Blutbeimengungen im Stuhl oder Erbrechen von Blut. Kontinuierliche Kontrollen der Aluminumspiegel sind bei Gebrauch von Talcid Kautabletten über einen längeren Zeitraum notwendig. Dabei sollen 40 μg/l nicht überschritten werden. Bei Anwendung des Arzneimittels von Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion und chronischer Einnahme hoher Dosen, besteht die Möglichkeit der Erhöhung des Magnesiumspiegels sowie eines Anstieges der Serum-Aluminiumspiegel. Bei Einnahme hoher Dosen über einen längeren Zeitraum und phosphatarmer Ernährung (z.B. bei Fehl- oder Mangelernährung), kann es zur Phosphatverarmung mit dem Risiko eines mangelhaften Einbaus von Mineralstoffen in das Eiweißknochengrundgerüst (Osteomalazie) kommen. Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion, sollten daher eine Anwendung über einen längeren Zeitraum vermeiden.

Wechselwirkungen
Talcid Kautabletten können die Aufnahme und damit auch die Wirksamkeit von anderen Arzneimitteln vermindern. Besonders relevant ist dies bei einigen Antibiotika (z.B. Tetracyclinen und Chinolonderivaten wie Ciprofloxacin, Ofloxacin und Norfloxacin) und bei Arzneimitteln, die die Herzkraft steigern (herzwirksame Glycoside). Ebenso ist auf eine eventuelle  Beeinflussung der Löslichkeit von Medikamenten, die mit dem Urin ausgeschieden werden, wie z. B. Salicylat oder Chinidin, zu achten. Aus diesem Grund sollte die Einnahme anderer Arzneimittel generell 1 bis 2 Stunden vor oder nach der Einnahme von Talcid Kautabletten stattfinden. Diese  Angaben können auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten.

Einnahme von Talcid Kautabletten mit Genussmitteln, Speisen und Getränke
Es kommt zu einer unerwünschten Steigerung der Aluminiumaufnahme aus dem Darm, bei  gleichzeitiger Einnahme von Talcid Kautabletten und säurehaltigen Getränken (z. B. Obstsäfte, Wein). Die Aluminiumresorption kann ebenso durch Brausetabletten gesteigert werden, da auch sie Fruchtsäuren enthalten.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Jugendliche über 12 Jahre und Erwachsene kauen bei Bedarf mehrmals am Tag 1 bis 2 Kautabletten (entsprechend 500 bis 1000 mg Hydrotalcit).
Die Tagesdosis sollte 12 Kautabletten (entsprechend 6000 mg Hydrotalcit) nicht überschreiten.
Talcid Kautabletten werden mehrmals am Tag zwischen den Mahlzeiten und vor dem Zubettgehen am Abend gekaut. Andere Arzneimittel sollten generell 1 bis 2 Stunden vor oder nach Einnahme von Talcid Kautabletten eingenommen werden. Dazu sind auch die Angaben unter „Wechselwirkungen“ zu beachten.

Damit das Arzneimittel richtig wirken kann, ist die Einnahme nach den Anwendungsvorschriften vorzunehmen.

Dauer der Anwendung
Die Anwendungsdauer ist abhängig von der Art und Schwere sowie dem Verlauf der Erkrankung. Ein Arzt ist aufzusuchen, wenn die Beschwerden unter der Behandlung länger als zwei Wochen bestehen bleiben.

Überdosierung
Bei Anwendung von zu großen Mengen Talcid Kautabletten, sind Vergiftungen durch das Arzneimittel aufgrund der geringen Resorption von Aluminium und Magnesium unwahrscheinlich. Bei einer Überdosierung kann es zu Änderungen des Stuhlverhaltens (z.B. Stuhlerweichung und Zunahme der Stuhlhäufigkeit) kommen. Im Allgemeinen sind hier aber keine therapeutischen Maßnahmen erforderlich.

Anwendung vergessen bzw. zu wenig eingenommen
Zum nächsten Einnahmezeitpunkt sind nicht mehr Kautabletten anzuwenden, die Behandlung ist mit der verordneten Dosis fortzusetzen.

Behandlung unterbrechen bzw. vorzeitig beenden
Der Arzt ist zu kontaktieren, bevor eigenmächtig die Behandlung mit Talcid Kautabletten unterbrochen oder vorzeitig beendet (z.B. aufgrund des Auftretens von Nebenwirkungen) wird.

Nebenwirkungen
Bei Anwendung zu großer Mengen kann es zu breiigem Stuhl und erhöhter Stuhlfrequenz kommen.  Derartige Erscheinungen treten unter der empfohlenen Dosierung jedoch selten auf. Die Einnahme von magnesium- und aluminiumhaltigen Medikamenten wie Talcid Kautabletten kann bei stark eingeschränkter Nierenfunktion zu einem erhöhten Magnesiumgehalt des Blutes (Hypermagnesiämie) und einer Erhöhung der Serum-Aluminiumspiegel führen. Bei unzureichender Nierenleistung (Niereninsuffizienz) und bei Einnahme hoher Dosen über einen längeren Zeitraum, kann es zur Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe und zur Phosphatverarmung kommen. Aus diesem Grund sollten bei ungenügender Nierenleistung und langfristiger Einnahme die Aluminiumspiegel kontinuierlich überprüft werden. Beim Auftreten von Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden. Der Arzt ist zu informieren, wenn unter der Behandlung mit Talcid Kautabletten Durchfälle auftreten. In der Regel verbessert ein Verminderung der Dosis die Beschwerden.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Symbioflor 1 Tropfen

Symbioflor 1 Tropfen eignen sich zur Regulierung der körpereigenen Abwehrkräfte, häufig auftretender Infektionen der oberen Luftwege, Entzündungen im Mund-, Nasen-, Rachenraum und Mittelohr, Erkältungskrankheiten sowie Störungen der Magen-Darmfunktion.

Wirkstoff: Enterococcus faecalis-Bakterien (Zellen und Autolysat)

Gegenanzeigen
Unter der Anwendung von Symbioflor 1 sind bisher keine Gegenanzeigen bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit
Auch wenn keine fruchtschädigenden Wirkungen von Symbioflor 1 bekannt sind, sollten die Tropfen in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Auswirkungen auf das Bedienen von Maschinen und führen von Kraftfahrzeugen sind bisher nicht
bekannt.

Vorsichtsmaßnahmen
Bei der Anwendung von Symbioflor 1 sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.

Wechselwirkungen
Bei Einnahme von Symbioflor 1 mit anderen Mitteln sind keine Wechselwirkungen bekannt.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Erwachsene nehmen 3-mal am Tag 30 Tropfen ein.
- Bei Kindern und Säuglingen ist die Dosis anzupassen.
Beispiel: Kinder nehmen 3-mal am Tag 20 Tropfen und Säuglinge 3-mal am Tag 10 Tropfen ein.
Symbioflor 1 ist vor dem Gebrauch gut zu schütteln, wodurch eine leichte Trübung entsteht.
Die Einnahme erfolgt am Morgen nach dem Aufstehen, am Mittag vor dem Essen und am Abend vor dem Zubettgehen.
Die Tropfen sind eine Weile im Mund zu behalten und vor dem Schlucken ist damit zu gurgeln.

Überdosierung
Wurde Symbioflor 1 in einer zu großen Menge eingenommen, sind keine Gegenmaßnahmen erforderlich.

Einnahme vergessen
Wurde die Anwendung von Symbioflor 1 vergessen oder es wurde zu wenig angewendet, ist mit der Einnahme in der ursprünglich verordneten Dosierung fortzufahren.

Einnahme abgebrochen bzw. unterbrochen
Bei einem vorzeitigen Beenden oder Unterbrechen der Behandlung, sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich. Gegebenenfalls ist der Arzt um Rat zu fragen.

Dauer der Anwendung
Die Anwendungsdauer ist abhängig von der Sachlage der vorliegenden Erkrankung und kann bei chronischen Infektionen bis zu 6 Monaten betragen.

Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Symbioflor 1 kann es gelegentlich zu Magenschmerzen, Kopfschmerzen und zum Auftreten von Mundtrockenheit kommen. Die beschriebenen Nebenwirkungen können durch eine Senkung der Dosis beeinflusst werden. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage angegeben sind.

Weitere Hinweise
Das Verfalldatum des Produkts ist auf dem Flaschenetikett und auf der Faltschachtel angegeben. Symbioflor 1 sollte nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr eingenommen werden. Vor Anbruch ist Symbioflor 1 nicht unter +2 °C und nicht über +30 °C zu lagern. Nach Gebrauch ist die Flasche gut zu verschließen und im Kühlschrank aufzubewahren. Nach dem Öffnen der Flasche ist der Inhalt mindestens 3 Wochen haltbar. Bei einer starken Ausflockung der Tropfen ist Symbioflor 1 nicht weiter einzunehmen.

Der wahrnehmbare, auch als unangenehm empfundene Geruch der Tropfen ist charakteristisch für das Produkt und kann unterschiedlich stark in Erscheinung treten.

Bei einem unbefriedigendem Behandlungsverlauf sowie bei länger andauernden oder stärker auftretenden Schmerzen, ist es erforderlich einen Arzt aufzusuchen.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Lefax Kautabletten

Lefax Kautabletten eignen sich zur Anwendung bei vermehrter Gasbildung und Gasansammlung sowie funktionellen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Aufstoßen, Blähungen, vorzeitiges Sättigungsgefühl, Völlegefühl, Meteorismus (Darmkollern, Abgang von Darmgasen). Das entschäumend wirkende Arzneimittel wird auch bei verstärkter Gasbildung nach Operationen und zur Vorbereitung diagnostischer Untersuchungen im Bauchbereich zur Reduzierung von Gasschatten (Sonographie, Röntgen) angewendet.

Wirkstoff: Simeticon 42 mg

Gegenanzeigen
Lefax darf nicht eingenommen werden bei einer (allergischen) Überempfindlichkeit gegen Simeticon oder einen der sonstigen Bestandteile.

Schwangerschaft und Stillzeit
Gegen die Einnahme von Lefax Kautabletten in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine Bedenken vor.

Wechselwirkungen
Bei Einnahme von Lefax Kautabletten mit anderen Arzneimitteln sind keine Wechselwirkungen bekannt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Beim Bedienen von Maschinen und führen von Kraftfahrzeugen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig.

Warnhinweise über bestimmte Bestandteile des Arzneimittels
Lefax Kautabletten sind erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen, wenn bekannt ist, dass eine Zuckerunverträglichkeit vorliegt. (Das Arzneimittel enthält Glucose und Sucrose.)

Hinweis für Diabetiker: Eine Kautablette entspricht etwa 0,05 Broteinheiten (BE). Bestehend aus 0,3 g Glucose und 0,25 g Sucrose (Zucker). Bei einer erforderlichen Diabetes-Diät, sind diese Angaben zu berücksichtigen.

Lefax Kautabletten können sich negativ auf die Zähne (Karies) auswirken.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme
Treten die Bauchbeschwerden neu auf und/oder halten über einen längeren Zeitraum an, ist es erforderlich einen Arzt aufzusuchen, damit dieser den Grund der Beschwerden und eine eventuell vorhandene, behandlungsbedürftige Erkrankung erkennen kann.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
-Kinder zwischen 6 bis 14 Jahren nehmen als Einzeldosis 1 bis 2 Kautabletten (entspricht 42 bis 84 mg Simeticon) und als Tagesgesamtdosis 4 bis 8 Kautabletten (entspricht 168 bis 336 mg Simeticon) ein.
- Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene nehmen als Einzeldosis 1 bis 2 Kautabletten (entspricht 42 bis 84 mg Simeticon) und als Tagesgesamtdosis 4 bis 8 Kautabletten (entspricht 168 bis 336 mg Simeticon) ein.
- Zur Vorbereitung diagnostischer Untersuchungen werden 3-mal täglich 2 Kautabletten (entspricht 252 Simeticon) am Tag vor der Untersuchung und 2 Kautabletten (entspricht 84 Simeticon) am Morgen des Untersuchungstages eingenommen.
Die Kautabletten sind entweder mit dem oder nach dem Essen einzunehmen, bei Bedarf auch vor dem Zubettgehen. Wichtig bei der Anwendung ist, dass die Tabletten gut zerkaut werden.

Andere Darreichungsformen stehen für jüngere Kinder und Säuglinge zur Verfügung.

Die Einnahme der Lefax Kautabletten sollte immer exakt nach der Anweisung in der Packungsbeilage erfolgen. Der Arzt oder Apotheker ist zu befragen, wenn Unsicherheiten bei der Anwendung bestehen.

Der Arzt oder Apotheker ist zu kontaktieren, wenn der Eindruck besteht, dass die Wirkung von Lefax Kautabletten zu stark oder zu schwach ist.

Anwendungsdauer
Die Dauer der Anwendung ist abhängig von dem Verlauf der Beschwerden. Falls notwendig, können Lefax Kautabletten auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Überdosierung
Vergiftungen durch eine beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung sind bisher nicht aufgetreten. Der Wirkstoff Simeticon wird nicht in die Blutbahn aufgenommen. Lefax Kautabletten werden auch bei Einnahme zu großer Mengen vertragen.

Einnahme vergessen
Zum nächsten Einnahmezeitpunkt ist nicht die doppelte Dosis einzunehmen, wenn die vorherige Einnahme vergessen wurde.

Einnahme abgebrochen
Wird die Behandlung mit Lefax Kautabletten beendet, können die Beschwerden erneut auftreten.

Nebenwirkungen
Bisher wurden keine Nebenwirkungen bei der Einnahme von Lefax Kautabletten beobachtet.  Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Iberogast Flüssigkeit

iberogast.jpgIberogast zur Behandlung von funktionellen und motilitätsbedingten Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizmagen und Reizdarmsyndrom inklusive krampfartiger Beschwerden des Magen-Darm-Traktes (Magen- und Darmspasmen). Das pflanzliche Arzneimittel eignet sich ebenfalls zur unterstützenden Behandlung der Beschwerden bei Magenschleimhautentzündung (Gastritis).

Gegenanzeigen
Das pflanzliche Magen-Darm-Mittel Iberogast darf nicht eingenommen werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen. Zur Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine Hinweise für Bedenken hinsichtlich der Einnahme von Iberogast vor. Dennoch sollte das Arzneimittel während der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

Es gilt zu beachten: Iberogast Flüssigkeit enthält 31 Vol.-% Alkohol.

Wechselwirkungen
Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und anderen Mitteln bekannt.

Dosierung
Soweit nicht anders verordnet, dreimal am Tag vor oder zu den Mahlzeiten in etwas Flüssigkeit wie folgt einnehmen:
- Kinder unter 3 Monaten 6 Tropfen
- Kinder von 3 Monaten bis 3 Jahren 8 Tropfen
- Kinder von 3 bis 6 Jahren 10 Tropfen
- Kinder von 6 bis 12 Jahren 15 Tropfen
- Erwachsene und Jugendliche 20 Tropfen
Es liegt keine Beschränkung in der Anwendungsdauer vor. Der Zeitraum der Einnahme ist abhängig von der Art, Schwere und dem Erkrankungsverlauf. Vor der Anwendung ist die Flasche zu schütteln. Wurde die Einnahme vergessen oder Iberogast in zu große Mengen eingenommen, ist die Anwendung wie verordnet oder mit der normalen Dosierung, zum nächsten Einnahmezeitpunkt, durchzuführen. Bisher sind keine Hinweise auf eine akute Überdosierung bekannt.

Zusammensetzung
Einhundert Milliliter Iberogast Flüssigkeit enthalten folgende Wirkstoff-Auszüge: Iberis amara (Bittere Schleifenblume – Frische Ganzpflanze) (1 : 1,5-2,5) 15,0 ml; Auszugsmittel für Iberis amara: Ethanol 50 % (V/V); Angelikawurzeln (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml; Kamillenblüten (1 : 2 -4 ) 20,0 ml; Kümmelfrüchten (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml; Mariendistelfrüchten (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml; Melissenblättern (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml; Pfefferminzblättern (1 : 2,5-3,5) 5,0 ml; Schöllkraut (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml; Süßholzwurzeln (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml; Auszugsmittel für alle Arzneidrogen: Ethanol 30 % (V/V).

Nebenwirkungen
Sehr selten können unter der Anwendung von Iberogast allergische Reaktionen wie z.B. Atembeschwerden, Hautausschlag, Juckreiz auftreten. Treten Nebenwirkungen auf, sollte das Präparat abgesetzt und ein Arzt konsultiert werden. Dieser wird über den Schweregrad der Beschwerden und über weitere notwendige Maßnahmen entscheiden. Werden Nebenwirkungen beobachtet, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollen diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.

Zusatzinformation
Treten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum auf oder der erwartete Erfolg durch die Anwendung bleibt aus, ist es erforderlich einen Arzt aufzusuchen.