Loceryl Nagellack

Loceryl-NagellackLoceryl Nagellack eignet sich zur äußerlichen Anwendung bei Nagelpilz. Insbesondere im vorderen Bereich des Nagels mit einem Befall unter 80 Prozent der Nageloberfläche, verursacht durch Dermatophyten (Fadenpilze) und Hefen.

Wirkstoff : Amorolfinhydrochlorid (Amorolfin)

Gegenanzeigen
Loceryl Nagellack darf nicht angewendet werden bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Amorolfin oder gegen einen der sonstigen Bestandteile. Eine Anwendung darf ebenso nicht erfolgen, bei entzündlichen Veränderungen in der Nagelumgebung, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Durchblutungsstörungen, Fehlernährung, Missbrauch von Alkohol sowie bei Säuglingen und Kindern, da noch keine Erfahrungen vorliegen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Zur Anwendung von Loceryl Nagellack in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Wechselwirkungen
Es sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.

Dosierung
Loceryl ist ein- oder zweimal wöchentlich auf die zu behandelnden Fuß- oder Fingernägel aufzutragen.

Die Vorschriften zur Anwendung sind einzuhalten, da das Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel sonst nicht richtig wirken kann.

Anwendungshinweise
1. Vor der ersten Anwendung sind die erkrankten Nagelteile (hauptsächlich die Flächen der Nägel) mit einer beigefügten Nagelfeile abzufeilen. Tipp: Gesunde Nägel dürfen nicht mit einer bereits verwendeten Nagelfeile gepflegt werden. Dies ist einzuhalten, da sonst eine Ansteckung gesunder Nägel erfolgen kann.
2. Anschließend ist zur Reinigung und Entfettung der Nageloberfläche ein beiliegender Alkoholtupfer zu verwenden. Vor der weiteren Anwendung sind befallene Nägel bei Bedarf nachzufeilen. Die Reinigung muss unbedingt mit einem der beiliegenden Tupfer erfolgen. Gleichzeitig sind vorhandene Lackreste zu entfernen.
3. Mit einem der beigefügten, wiederverwendbaren Spatel ist der Nagellack zu entnehmen. Dabei den Spatel für jeden zu behandelnden Nagel neu eintauchen. Es ist darauf zu achten, dass der Spatel nicht am Flaschenhals abgestreift wird.
4. Loceryl Nagellack ist mit einem der beigefügten Spatel gleichmäßig vom Nagelwall zum freien Nagelrand aufzutragen, bis die gesamte erkrankte Nagelfläche lackiert ist.
5. Zur Vermeidung einer Austrocknung des Fläschchens, ist diese nach jedem Gebrauch unmittelbar  zu verschließen.
6. Die behandelten Nägel sind 5 Minuten zu trocken.
7. Damit der Spatel erneut verwendet werden kann, ist er nach dem Gebrauch mit dem Alkoholtupfer zu reinigen. Die sich auf den Nägeln gebildete Lackschicht aus Loceryl Nagellack kann beim Umgang mit organischen Lösungsmitteln angelöst oder entfernt werden. Um die Lackschicht bei Umgang mit solchen Mitteln zu schützen, müssen undurchlässige Handschuhe getragen werden.

Anwendungsdauer
Da Pilzinfektionen in vielen Fällen sehr hartnäckig sind, muss die Behandlung konstant ein bis zweimal in der Woche durchgeführt werden. Dies ist solange einzuhalten, bis der Nagel vollständig  gesund nachgewachsen ist und die befallenen Teile der Nägel endgültig geheilt sind. Im Durchschnitt beträgt die dafür notwendige Zeit 6 bis 7 Monate, wobei der Befallsgrad des Nagels für den tatsächlichen Zeitraum entscheidend ist. Grundsätzlich beträgt die Geschwindigkeit des Nagelwachstums etwa 1 bis 2 mm im Monat.
Verbessert sich der Zustand des Nagels nach 6 Wochen nicht, ist ein Arzt aufzusuchen.

Nebenwirkungen
Loceryl Nagellack wird im allgemeinen gut vertragen. Unter der Anwendung von Loceryl Nagellack kann es jedoch sehr selten zu einem leichten, vorübergehenden Brennen im Bereich des behandelten Nagels, auch in Verbindung mit Juckreiz, Rötungen der Haut und Bildung von Bläschen kommen. In seltenen Fällen wurde von Nagelveränderungen mit z.B. Verfärbungen, brüchigen oder abgebrochenen Nägeln berichtet. Diese Reaktion kann auch auf die Nagelpilzerkrankung selbst zurückgeführt werden. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen beobachtet werden, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.

Canesten Extra Nagelset gegen Nagelpilz

Canesten Extra Nagelset wird angewendet zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.

Wirkstoffe: Bifonazol, Harnstoff

Gegenanzeigen
Canesten Extra Nagelset darf nicht angewendet werden bei (allergischer) Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe (Bifonazol, Harnstoff) oder einen der sonstigen Bestandteile.

Schwangerschaft und Stillzeit
Da mit der Anwendung von Canesten Extra Nagelset bei Schwangeren keine Erfahrungen vorliegen, sollte das Arzneimittel in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risikos angewendet werden.

Kinder
Bei Säuglingen soll das Arzneimittel nur unter ärztlicher Überwachung angewendet werden. Es ist darauf zu achten, dass die Salbe nicht in den Mund des Säuglings gelangt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei der Verkehrstüchtigkeit und dem Bedienen von Maschinen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wechselwirkungen
Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt geworden.

Warnhinweise über bestimmte Bestandteile
Canesten Extra Nagelset enthält als sonstigen Bestandteil Wollwachs, dieser kann örtlich begrenzte Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) verursachen.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung
Die Salbe des Arzneimittels darf nicht in die Augen gelangen.

Anwendung
Falls der Arzt nichts anderes verordnet, ist einmal am Tag so viel Salbe aus der Tube des Canesten Extra Nagelset auf die erkrankten Nägel aufzutragen, bis die gesamte Nageloberfläche dünn bedeckt ist. Anschließend sind die betroffenen Finger- und Fußnägel mit dem wasserfesten Hygienepflaster zu bekleben. Abhängig von der Nagelgröße ist das Pflaster unter Umständen zu halbieren. Zur Erhaltung der Klebefähigkeit des Pflasters, ist darauf zu achten, dass beim Aufkleben des Pflasters keine Salbe in den Spalt zwischen Haut und Klebefläche eindringt. Darüber hinaus sollte vermieden werden, die Klebefläche des Pflasters mit den Fingern zu berühren.
Nach 24 Stunden ist das Pflaster abzulösen und die betroffenen Nägel (Finger oder Zehen) sind für etwa 10 Minuten im warmen Wasser zu baden. Mit dem Spachtel ist anschließend die aufgeweichte erkrankte Nagelsubstanz sorgfältig zu entfernen. Die behandelten Nägel werden zum Schluss gründlich abgetrocknet und die Salbe erneut, wie beschrieben, aufgetragen und mit dem Pflaster zugeklebt.

Im Allgemeinen ist das Abdecken der an den Nagel angrenzenden Hautfläche nicht notwendig. Sollte dies aber wegen einer Reizung dennoch notwenig sein, kann auf die den Nagel umgebenden Hautränder z.B. Zinkpaste aufgetragen werden.

Anwendungsdauer
Die Behandlung mit Canesten Extra Nagelset muss jeden Tag so lange durchgeführt werden, bis alle betroffenen Nagelteile entfernt sind und das Nagelbett glatt erscheint. (Die Salbe entfaltete seine Wirkung ausschließlich auf erkrankter Nagelsubstanz, gesunde Teile bleiben davon unbeeinflusst.) Grundsätzlich sind je nach Umfang der Erkrankung und der Nageldicke, zwischen 7 bis 14 Tage notwendig. Eine konsequente gegen Pilze gerichtete (antimykotische) Behandlung sollte nach der Nagelentfernung über etwa 4 Wochen mit einer Bifonazol Creme (harnstofffrei) erfolgen.

Ein Arzt ist aufzusuchen, wenn nach 7 bis 14 Tagen nicht alle erkrankten Nagelteile entfernt sind und das Nagelbett nicht glatt ist.

Nebenwirkungen
Häufig wurde im Nagelbereich (Nagel, Nagelrand, Nagelbett) nach Anwendung von Canesten Extra Nagelset eine Rötung beobachtet. Gelegentlich treten Reaktionen wie z.B. Juckreiz, Reizung, Schuppung, Aufweichung der Haut auf. Sehr selten kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) auf das Pflaster oder den Bestandteil Wollwachs kommen. Dazu gehören: Rötung, Juckreiz, Bläschen (auch über das Kontaktareal hinaus – so genannte Streureaktionen). Treten eine oder mehrere der aufgeführten Nebenwirkungen auf, ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage angegeben sind.

Hinweis
Um eine Übertragung der Pilzerkrankung auf andere Körperteile oder Personen zu vermeiden, sollten jeden Tag Handtücher und Kleidungsstücke die mit den betroffenen Nägeln in Berührung gekommen sind, gewechselt werden.

Bei weiteren Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen von Canesten Extra Nagelset ist der Arzt oder Apotheker aufzusuchen.

Terzolin Lösung

terzolin.jpgTerzolin Lösung eignet sich zur Behandlung von seborrhoischer Dermatitis und Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor).

Wirkstoff: Ketoconazol

Gegenanzeigen
Terzolin Lösung darf bei bekannter (allergischer) Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile nicht angewendet werden.

Währen der Schwangerschaft darf Terzolin nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, da die Lösung nach Anwendung auf der Kopf- oder Körperhaut kaum resorbiert wird. Bei der Anwendung des Arzneimittels ist aber besondere Vorsicht notwendig, da in Studien an Tieren bei innerlicher Anwendung des Wirkstoffs Ketoconazol Fruchtschädigungen aufgetreten sind. Daher müssen Schwangere ein Verschlucken der Lösung vermeiden.

In der Stillzeit kann Terzolin angewendet werden. Eine Anwendung der Lösung im Bereich der Brust sollte nicht erfolgen. Der Säugling darf nicht mit den behandelten Körperstellen in Berührung kommen.

Das Arzneimittel hat keinen Einfluss auf das Führen von Kraftfahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen.

Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Mitteln bekannt.

Anwendungshinweise
Ähnlich wie bei seborrhoische Dermatitis, kann es auch im Zusammenhang mit Terzolin zu vermehrtem Haarausfall, wenn auch selten, kommen. Die Lösung sollte nicht mit den Augen in Kontakt kommen. Geschieht dies trotzdem, sind die Augen mit klarem Wasser zu spülen.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- Eine halbe Füllung des Schraubverschlusses (entsprechend einer walnussgroßen Menge) auf die angefeuchtete Kopf- und Körperhaut bringen.
- Die Behandlung bei seborrhoischer Dermatitis sollte zweimal in der Woche durchgeführt werden.
- Die Behandlung bei Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) sollte einmal am Tag durchgeführt werden.
Dabei ist eine halbe Füllung des Schraubverschlusses in das angefeuchtete Haar oder auf die angefeuchteten Körperstellen einzumassieren. Die Lösung 3 bis 5 Minuten einwirken lassen. Im Anschluss die behandelten Körperpartien mit viel warmem Wasser abspülen.

Hinweis: Die Anwendungsvorschriften sind einzuhalten, da Terzolin Lösung sonst nicht richtig wirken kann. Der Kontakt mit den Augen ist zu vermeiden!

Dauer der Behandlung
Bei seborrhoischer Dermatitis sollte die Behandlungsdauer 2 bis 4 Wochen und bei Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) maximal 5 Tage betragen.

Um ein erneutes Auftreten der seborrhoischer Dermatitis zu vermeiden, empfiehlt sich eine Anwendung alle 7 Tage oder jede 2. Woche über 12 Wochen bis maximal 6 Monate.

Anwendungsfehler
Information für den Arzt: Bei unbeabsichtigter Einnahme von Terzolin, sollte eine symptomatische Therapie begonnen werden. Es sollte keine Magenspülung durchgeführt und auch keine Erbrechen des Mageninhaltes ausgelöst werden, um eine Aspiration (Eindringen flüssiger oder fester Stoffe in die Atemwege) zu vermeiden.

Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Terzolin Lösung, kann es an exponierten Stellen zu örtlichem Brennen, Juckreiz oder Entzündung mit Rötung und Schwellung bedingt durch Hautreizung oder Allergie (Kontaktdermatitis) kommen. Selten wurde unter der Anwendung von Terzolin über Austrocknen oder Fettigwerden der Haare berichtet. Tritt eines der genannten Symptome auf, sollte die Behandlung abgebrochen werden. Halten die Symptome dennoch an, ist der Arzt aufzusuchen. In seltenen Fällen kann es bei chemisch angegriffenem oder grauem Haar (bedingt durch eine spezielle Haarbeschaffenheit) unter der Behandlung mit Terzolin Lösung zu einer kurzfristigen Haarverfärbung kommen. In Einzelfällen wurde ein verkleben der Haare beobachtet. Vorübergehend kann bei der Behandlung das Haar stumpfer erscheinen. Treten Nebenwirkungen auf, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.