Remifemin plus eignet sich zur Anwendung bei Beschwerden in den Wechseljahren (Klimakterium) wie Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, nervöse Unruhe, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, innere Anspannung, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Angstzustände, depressive Verstimmungszustände und prämenstruelle psychovegetative Beschwerden.
Wirkstoffe: Trockenextrakt aus Johanniskraut (Hypericum) und Cimicifugawurzelstock
Gegenanzeigen
Remifemin plus darf nicht eingenommen werden, bei einer Überempfindlichkeit gegen Cimicifugawurzelstock oder Johanniskraut oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels. Eine Einnahme darf auch beim Vorliegen einer Lichtüberempfindlichkeit der Haut nicht erfolgen. Ebenso darf Remifemin plus nicht eingenommen werden, wenn zugleich auch ein anderes Arzneimittel angewendet wird, welches einen der folgenden Arzneistoffe bzw. einen Arzneistoff aus einer der folgenden Stoffgruppen enthält: Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen oder AIDS wie Proteinase-Hemmer (z.B. Indinavir) und Non-Nucleosid-Reverse-Transcriptase-Hemmer (z.B. Nevirapin), Arzneimittel zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen gegenüber Transplantaten (z.B. Ciclosporin, Tacrolimus zur innerlichen Anwendung, Sirolimus) und Zytostatika (z.B. Imatinib, Irinotecan) – mit Ausnahme von monoklonalen Antikörpern.
Schwangerschaft und Stillzeit
Da zur Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft und Stillzeit keine ausreichenden Daten vorliegen, soll Remifemin plus von Schwangeren und Stillenden nicht eingenommen werden.
Vorsicht bei der Einnahme
Bei der Anwendung von hormonellen Empfängnisverhütungsmitteln (Kontrazeptiva), können möglicherweise Zwischenblutungen als Folge einer Wechselwirkung auftreten. In diesem Fall sollten sich Frauen bezüglich weiterer empfängnisverhütender Maßnahmen beraten lassen, da die Sicherheit gegebenenfalls gemindert sein kann.
Der in Remifemin plus enthaltene Wirkstoff Johanniskraut (Hypericum) kann mit anderen Arzneistoffen in Wechselwirkung treten: Arzneimittel mit Johanniskraut können zur einer beschleunigten Ausscheidung anderer Arzneistoffe führen und deshalb die Wirksamkeit dieser Stoffe mindern. Hält der Arzt eine gleichzeitige Einnahme von Remifemin plus mit anderen Arzneimitteln für notwendig, müssen aber mögliche Wechselwirkungen berücksichtigt werden: Reduzierung der Wirkung von Digoxin, Midazolam, Simvastatin, Verapamil, Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (Warfarin, Phenprocoumon).
Die gleichzeitige Einnahme von Östrogenen mit Remifemin plus darf nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Das pflanzliche Arzneimittel kann die Wirkung der Östrogene intensivieren. Die Anwendung ist mit dem Arzt daher abzusprechen.
Bei einer vorgeschädigten Leber, sollte Remifemin plus nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.
Treten unter der Anwendung von Remifemin plus Anzeichen einer Leberschädigung (Gelbfärbung der Augen bzw. Haut, Übelkeit, Müdigkeit, Obersbauchschmerzen, Appetitverlust, dunkler Urin) auf, ist die Einnahme des Arzneimittels sofort zu beenden und ein Arzt ist aufzusuchen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Remifemin plus ist auch erforderlich, bei einer gestörten bzw. neu auftretenden Regelblutung. Der Arzt ist ebenso aufzusuchen, wenn andere Beschwerden hinzukommen oder die Beschwerden anhalten bzw. unklar sind. In diesen Fällen kann es sich um Erkrankungen handeln, welche von einem Arzt abgeklärt werden müssen.
Einnahme von Remifemin plus mit anderen Arzneimitteln
Remifemin plus kann mit vielen anderen Arzneimitteln in Wechselwirkung treten, wodurch die Konzentration dieser Stoffe im Blut gemindert und ihre Wirksamkeit wahrscheinlich abgeschwächt wird. Zu diesen Stoffen gehören folgende Arzneistoffe: Verapamil, Midazolam, Digoxin, Simvastatin, hormonelle Empfängnisverhütungsmittel (Auftreten von Zwischenblutungen), Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Phenprocoumon, Warfarin), andersartige Mittel gegen Depression wie Amitriptylin und Nortriptylin.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Remifemin plus mit bestimmten Wirkstoffen zur Behandlung von Depressionen (Paroxetin, Sertralin, Trazodon), können in einzelnen Fällen ungewollte Wirkungen (wie z. B. Angst, Erbrechen, Ruhelosigkeit, Übelkeit, Verwirrtheit) intensiviert auftreten.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die photosensibilisierend wirken, können sich die phototoxischen Wirkungen verstärken.
Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen werden bzw. bis vor kurzem eingenommen wurden, auch wenn es um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei der Verkehrstüchtigkeit und dem Bedienen von Maschinen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig.
Informationen über sonstige Bestandteile von Remifemin plus
Das pflanzliche Arzneimittel enthält Lactose. Beim Vorliegen einer bekannten Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern, ist das Arzneimittel daher erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen.
Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt:
- 2-mal am Tag eine Filmtablette, bei Bedarf 2-mal am Tag zwei Filmtabletten einnehmen.
Die Filmtabletten sind unzerkaut und mit Flüssigkeit zu schlucken. Die Einnahme erfolgt am Morgen und am Abend und kann unabhängig von den Mahlzeiten stattfinden.
Remifemin plus ist immer genau nach der Anweisung in der Packungsbeilage einzunehmen. Der Arzt oder Apotheker ist zu kontaktieren, wenn Unsicherheiten bestehen.
Besteht der Eindruck, dass die Wirkung von Remifemin plus zu stark oder zu schwach ist, sollte der Arzt oder Apotheker befragt werden.
Anwendungsdauer
Remifemin plus sollte über einen längeren Zeitraum angewendet werden, da sich die Behandlungsergebnisse bei längerer Anwendungsdauer noch verbessern. Damit aber keine anderen Krankheiten übersehen werden, ist nach 6 Monaten der Arzt aufzusuchen.
Überdosierung
Wurde eine größere Menge Remifemin plus eingenommen, können die aufgeführten Nebenwirkungen verstärkt auftreten. In diesem Fall sollte das Arzneimittel abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden.
Einnahme vergessen
Es ist nicht die doppelte Dosis einzunehmen, wenn die vorherige Einnahme vergessen wurde.
Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Remifemin plus kann es selten zu einer Zunahme des Gewichts, Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Oberbauchbeschwerden), erhöhten Leberwerten (Transaminasen), allergischen Hautreaktionen (Nesselsucht, Hautausschlag, Hautjucken) und Schwellungen im Gesicht oder an den Gliedmaßen kommen. Sehr selten wurde über Müdigkeit oder Unruhe berichtet. Bei hellhäutigen Personen kann es, durch die erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Licht (Photosensibilisierung), sehr selten zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen der Hautpartien kommen, besonders an den Stellen die starker (Sonnen-) Bestrahlung ausgesetzt sind. Ebenfalls kam es sehr selten zu Leberschädigungen bei der Anwendung von Arzneimitteln mit Cimicifugawurzelstock. Ein sicherer ursächlicher Zusammenhang mit diesen Arzneimitteln ist aber nicht bewiesen.
Beim Auftreten dieser Nebenwirkungen ist das Arzneimittel abzusetzen und ein Arzt aufzusuchen. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.
Hinweis
Bei einer Verschlimmerung der Symptome oder einem Ausbleiben einer Besserung nach 4 bis 6 Wochen, ist es unbedingt erforderlich einen Arzt aufzusuchen.
Bei Unklarheiten und Fragen zur Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu kontaktieren.